Artikel mit dem Tag: Arbeitsverdichtung

Weniger Lohn – gegen meine Gesundheit

Es gibt Tage, da ist man fassungslos, was einem als Nachricht oder Pressemitteilung auf den Tisch flattert. Oder besser: in den PC geschossen wird, als Mail. Eins davon war heute die von einer Online Jobbörse namens TalentFrogs, die mir bisher noch nicht begegnet war. Doch was dann kam, schlägt dem Faß den Boden aus. Die Headline lautete “Lieber Gehaltskürzung statt Burnout: 65 Prozent der Arbeitnehmer wären einverstanden.”

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OECD: Jeder fünfte Arbeitnehmer in Industrieländern ist psychisch krank

Die Folgen der Arbeitsverdichtung und die anderen Begleiterscheinungen, die seit Jahren das Berufsleben immer härter machen, lassen sich inzwischen zahlenmässig nachweisen: Der Berufsalltag setzt den Menschen so zu, dass in den Industrieländern wie die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Österreich oder Schweiz – Deutschland wurde nicht untersucht – jeder fünfte Arbeitnehmer psychisch erkrankt ist. Dies hat die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) erfoscht, schreibt das “Ärzteblatt”. Und weiter: Von diesen 20 Prozent sagen wiederum drei Viertel der Erkrankten, dass hierunter ihre Produktivität und das Arbeitsklima leiden. Die OECD-Studie im Detail: 55 bis 70 Prozent der psychisch Kranken gehen ihrem Beruf weiter nach.

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Wenn Deutsche Deutschen auf englisch schreiben

Bekommen Sie auch so gerne von anderen Deutschen Post auf englisch? Gestern erst wieder bekam ich eine komplette Studie von einem Deutschen aus der Schweiz – auf englisch. Ein Arbeitskollege hat eine Mail von einem deutschen Unternehmen kürzlich auf Französich pariert – und bekam dann keine Antwort mehr. Was man dagegen haben kann, wenn man doch ach so modern ist. Schließlich ist heute fast jeder arbeitsverdichtet und muss zusehen, wie er sein Pensum bewältigt. Auch ohne zusätzliche zeitraubende Stolpersteine in den Weg gerollt zu bekommen – weil der Absender eigenes Geld und Ressourcen spart oder eben doch nur halbherzig auf den deutschen Markt Fuss fassen will. Und der das dann als Internationalität verkauft, was tatsächlich in erster Linie unhöflich ist.

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Die erste Amtshandlung ist nicht mehr die Tasse Kaffee

53 Prozent der deutschen Büroarbeiter sind mittlerweile so arbeitsverdichtet, dass für ein Ritual wie eine allmorgendliche Tasse Kaffee oder ein kurzer Schwatz mit Kollegen keine Zeit mehr ist. Sie gehen sofort zum Tagesgeschäft über. Nur 22 Prozent nehmen sich die Zeit, um mit den Kollegen Neuigkeiten auszutauschen. 18 Prozent trinken erst mal eine Tasse Kaffee und sieben Prozent informieren sich zuerst über die neuesten Geschehnisse im Internet. » Weiterlesen

An der langen Blackberry-Leine – beim Kindergartenfest und überhaupt

Sind Smartphones, Notebooks und Diensthandys für Führungskräfte eine moderne Fußfessel oder  ein Befreiungsschlag? Das ist die große Frage. Denn: 77 Prozen der Fach- und Führungskräfte haben heute das Gefühl, für ihren Job rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen, ergibt eine Umfrage unter 1 200 Fach- und Führungskräften durch das Online-Portal Placement24. Und immerhin jeder zweite Befragte (51 Prozent) reagiert auf diesen Psychodruckk und kontrolliert deshalb am Wochenende auch regelmässig sein Diensthandy sowie seine Mails. Jeder dritte tut das nur in Ausnahmefällen. » Weiterlesen

McKinsey´s neuer Rat: Frauen hochieven und Fachleute halten

Kontinuität? Ach was. Frei nach dem Motto ´was schert mich mein Geschwätz von gestern´ wechseln die guten, teuren Ratschläge von der Unternehmensberatung McKinsey plötzlich wie die Oberhemden. Konnte man jahrelang darauf wetten, dass am Ende eines Beratungsauftrags fast immer Personalabbau der heisse Tipp war, so irritieren die Verlautbarungen aus dem Hause McKinsey plötzlich die Klienten:   Zuerst kommt die Meldung, dass Fimen mit Chefinnen an der Spitze wirtschaftlich bessere Ergebnisse haben als Unternehmen mit frauenfreien Führungsetagen. Dann kommt plötzlich der Rat, lieber auf Gewinn als auf qualifizierte Mitarbeiter zu verzichten. » Weiterlesen

Ich hab Rücken, sagt der Rheinländer

Je mehr Arbeitsverdichtung in den Unternehmen – wegen immer weniger Personal für immer mehr Aufgaben – umso mehr Fehltage: Das, obwohl viele Arbeitnehmer auch krank zum Arbeitsplatz kommen, weil sie ihn nicht verlieren wollen. Präsentismus ist der Name für dieses Phänomen. Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen hat errechnet, dass 2008 von seinen Mitgliedern jedes im Schnitt 13,4 Kalendertage krank geschrieben war. Die meisten fehlten wegen Rücken- oder Knieproblemen. Die “steigenden Arbeitsanforderungen infolge des zunehmenden Wettbewerbsdrucks” haben noch weitere gravierende Folgen: Zehn Prozent der Fehltage waren auf psychische Störungen zurückzuführen. Arbeitsmediziner wie Professor Bernhard Badura aus Bielefeld befürchten, dass psychische Störungen bald die häufigste Ursache für Fehltage sein werden.

Arbeitsverdichtung produziert Fehler

Was sind die Ursachen für Fehler in der Pflege von Kranken und älteren Menschen? Arbeitsverdichtung, zu wenig Zeit und Personalmangel, lautet das Ergebnis, das einer repräsentativen Befragung der Hochschule Bremen unter 1 100 Mitarbeitern aus 76 Seniorenheimen und Krankenhäusern herauskam. ImKlartext: Zu viel Arbeit für zu wenig Mitarbeiter sorgt für Fehler im Job. Klingt banal, oder? War aber denjenigen, die für die Arbeitsverdichtung sorgen, trotzdem wohl nicht klar. Oder ist es ihnen nur egal? Weils in diesem Bereich – bei Kranken und Ptienten,die relativ wehrlos sind – schwerer nachweisbar ist als bei einem Industrieprodukt? Oder weil´s die eigene Prämie gefährden würde, wenn man der Qualität der Arbeit Vorrang einräumen würde? » Weiterlesen

24 verschenkte Arbeitstage, unzufrieden mit der Arbeit und die Family kommt zu kurz

Zwei Arbeitstage pro Monat schenken die Fach- und Führungskräfte in Deutschland ihren Unternehmen, rechnet die FOM Hochschule für Oekonomie & Management aus Essen vor. Wenn sie zu 38,5 Arbeitsstunden wöchentlich verpflichtet sind, so arbeiten 80 Prozent von ihnen im Durchschnitt 42,4 Stunden – kostenlos. Das sind immerhin 24 Arbeitstage jährlich. Damit nicht genug: Die Arbeitsverdichtung und der Druck sind so sehr gestiegen, dass sie auch mehrere Tage ihres Urlaubs nicht nehmen. Befragt wurden 1 470 Selbständige, Manager und Fachangestellte. Nur bei 46 Prozent der letzteren stellt Arbeitszufriedenheit ein, also nicht mal jedem zweiten. Eklatant ist der Vergleich: » Weiterlesen