Muss man das verstehen? Dass ein Flugbegleiter der American Airlines US-Schauspieler, Alec Baldwin, aus dem Flugzeug wirft, weil er auf seinem Handy eine Art Scrabble-Spiel, “Words with Friends”, spielt? Ist nicht längst klar, dass Handys unschädlich sind beim Fliegen? Und dass rund zehn andere Airlines weltweit das Handy-Telefonieren an Bord längs zulassen und sich über die entsprechenden zusätzlichen Einnahmen freuen, weil sie mitkassieren? Emirates zum Beispiel. http://blog.wiwo.de/management/2009/03/23/nervensagen-im-flugzeug/
Artikel mit dem Tag: Business behave
Versteckte Kamera mit Winterkorn
Business Behave: Oberlehrerin Lena mit Putzfimmel?
Man weiß nicht so recht, ob es Masche ist, ein Imagewechsel von der trällernden Schülerin zur Stefan-Raab-Nachfolgerin – oder einfach nur schlechte Erziehung. Wenn die Eurovision-Song-Contest-Sängerin Lena vor laufender Kamera schlechtes Benehmen zur Schau stellt. Zum Beispiel als sie in Düsseldorf einen roten Teppich ausgerollt bekam, weil sie wohl vom Oberbürgermeister Elbers empfangen wurde. “Wie findest Du`s hier?” war die leutselige Moderatorenfrage an sie. “Dreckig”, war die Lena-Antwort und sie kniete sich mit einer kleinen Kamera hin und fotografierte irgendwelche Fußspuren auf dem roten Teppich.
Gäste wieder ausladen – ein absolutes NoGo
Das Bundespräsidialamt hat Johannes Heesters in eine unangenehme Situation gebracht: Es hat ihn erst eingeladen zu einem Bankett mit Königin Beatrix aus den Niederlanden – und ihn dann ganz offiziell wieder ausgeladen. Weil man mehr Zusagen erhalten habe als erwartet. Ganz so, als könne man nicht in einen anderen Raum ausweichen oder mehr Tische und Stühle aufstellen.
Business Behave: Dress Code und Benimm-Nachhilfe bei der UBS
Die Nachrichtenagentur AFP vermeldet, was hierzulande undenkbar erscheint: Da stellt ein Unternehmen – die UBS-Bank in der Schweiz – für seine Mitarbeiter konkrete Spielregeln auf, wie sie sich anziehen sollen und welche Unarten sie vermeiden sollen. Der Reputation der Bank zuliebe.
Doch was von weitem wie ein Eingriff in die Persönlichkeitsrecht erscheint, entpuppt sich bei näherem Hinsehen eher als 40-seitige Anleitung zu gutem Benimm im Job. Als Massnahme zur Rücksicht gegenüber Kunden und Kollegen – und als Leitfaden. Befolgt man ihn, steht man auf der sicheren Seite, das alleine hat schon was für sich. Ähnlich wie bei Schuluniformen, die auch viel zur Entspannung der Lage beitragen. Und dass manche junge Leute diese Stilfragen zuhause – mit Eltern der 68-er-Generation – nicht gelernt haben, ist klar.
Im Detail: Die Banker sollen bitteschön hautfarbene Unterwäsche tragen. Dessous sollen nicht erkennbar sein, Reizwäsche gehört nicht ins Business. Auch künstliche auffällige Fingernägel verbittet sich die Bank. Ebenso wie Tatoos und Piercings. In Ordnung. Aufdringlicher Schmuck soll nicht sein und der Rock darf nicht spannen, jedenfalls nicht von hinten. Dafür ist es eine Bank und kein Sonnenstudio. Die Bank zahlt besser und dafür darf sie auch ein paar Zugeständnisse erwarten.
Weihnachtsfeier Dezember 2010 (2): Animierte Grüsse
Ich fasse es nicht. Da schicken mir – in wohlmeinendster Absicht, die ich hiermit auch ausdrücklich wertschätze – sehr nette Mitarbeiter einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft statt einer anständigen Weihnachtskarte mit anständiger Unterschrift und einer persönlichen Zeile einen schnöden Mailgruß via Internet. Kostenfrei, seelenlos und an Dutzende gleichzeitig – und dem Empfänger ist´s auch klar. Nicht mal eine Briefmarke ist er dem Absender noch wert, keinen DinA4-Briefbogen mit ein paar individuellen Worten. So weit so blöde – oder blamabel für den Adressaten. Aber eine animierte Weihnachtskarte, die nicht mal einen Lacher produziert, die ist der Gipfel.
Weihnachtsgrüsse Dezember 2010 (1)
Ich bin schon gespannt, welche Weihnachtskarten dieses Jahr im Trend liegen. Noch zeichnet sich nichts wirklich ab – ausser dass etliche Menschen plötzlich auf ihren normalen Briefbögen ´Frohes Fest´ wünschen. Ob aus Sparsamkeit oder weil niemand mehr in den Büros ist, der sich um die Weihnachtskarten-Bestellung kümmern könnte, ist nicht auszumachen. Möglich erscheint beides.
Business Behave: Verabredungen sind keine Wanderpokale
Wer eingeladen ist zu einem Abendessen, bei Freunden zuhause, der käme nie auf die Idee, diese nicht selbst wahrzunehmen und stattdessen einen Nachbarn oder wen auch immer hinzuschicken. Doch wieso bloß kommen manche Menschen zu dem Schluß, dass man im Berufsleben so etwas mit anderen veranstalten darf?
Ich hab schon mal Ihren Aperitiv getrunken
Wenn Ihnen die Frau Ihres Chefs als Gastgeberin entgegen tritt und Ihnen zuraunt: “Ich habe schon mal Ihren Aperitiv ausgetrunken, wollen Sie einen zweiten?”, dann sollten Sie mißtrauisch werden. Sagen Sie am besten einfach ja – und gucken über den Rest hinweg. Ganz souverän. Lassen Sie sich einfach nichts anmerken. So wie sonst auch – im Job. Wenn Ihnen jemand etwas erzählt, der davon ausgeht, Sie seien informiert – obwohl Sie`s es gar nicht sind. » Weiterlesen

