Karrierestillstand: „Schaffen Sie gut gelaunte Nähe zu einflussreichen Menschen“

Das Phänomen Karrierestillstand. Wie der weitere Aufstieg gelingt. 

Ein Karrierestillstand entwickelt sich unmerklich. Wenn Sie im Grunde zufrieden mit Ihrem Job sind, kann es lange dauern, bis irgendwann Ihr Unbehagen wächst: Warum geht es für mich nicht weiter? Ein Gastbeitrag von den Top-Management-Coachs Dorothea Assig und Dorothee Echter.

 

Dorothea Assig (l.) und Dorothee Echter (r.) (Foto: PR / Magdalena Jooss)

 

 

Das ist ein Karrierestillstand:

  • Andere erhalten die von mir begehrte oder mir versprochene Position
  • Ich werde nicht mehr zu aufstiegsrelevanten Fortbildungen und Netzwerkkreisen eingeladen
  • Meine Arbeit wird geschätzt, doch niemand spricht von Beförderung
  • Entscheider erinnern sich nicht an ihre Aufstiegs-Versprechungen
  • Mir werden Verantwortlichkeiten entzogen
  • Meine gewünschte Position übernimmt meine Chefin zusätzlich
  • Mir wird ein unattraktiver Sidestep oder Auslandseinsatz angeboten

Könnte es sein, dass der Karrierestillstand das Ergebnis Ihrer eigenen Haltung ist? Trifft davon etwas auf Sie zu?

  • Ich gehe nicht auf Tagungen und Kongresse
  • Schon gar nicht würde ich selbst eine Fortbildung finanzieren
  • Ich nehme keine Einladungen an, wenn ich Urlaub nehmen oder privat reisen müsste
  • Meine Arbeit gefällt mir sehr gut, ich bin intern beliebt, externe Kontakte aufzubauen habe ich keine Lust – sehe ich nicht ein
  • Ich traue mir die nächste Position zu, kommuniziere das auch und zeige meine Enttäuschung
  • Ich glaube, Entscheider diskriminieren mich und bevorzugen andere mit Absicht, aus eigenen Motiven
  • Um weiterzukommen, arbeite ich härter – besonders, wenn im Unternehmen Vielen gekündigt wird.

Mit dieser Haltung  werden Sie als Leistungsträger gesehen – da, wo Sie sind – doch nicht als Erfolgsversprechen für die Zukunft.

 

Sie sind erfolgreich. Übernehmen Sie wieder selbst Regie.

Wechseln Sie vom Das-Unternehmen-wird-schon-den-passenden-Job-für-mich-finden-Glauben in Ihre Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Sie übernehmen die Regie und gehen auf Jobsuche. Intern und extern. Wie? Sie brauchen einen Perspektivwechsel:

  • Nicht Ihr faktischer Erfolg ist entscheidend, sondern Ihre Worte, mit denen Sie selbst über sich sprechen und die andere mit Wohlwollen aufnehmen und weitergeben. das heißt, es ist entscheidend, was, wie, zu wem und in welcher Stimmung Sie kommunizieren.
  • Schaffen Sie gut gelaunte Nähe zu einflussreichen Menschen, laden Sie ein, nehmen Sie Einladungen an, bewundern Sie sie, danken Ihnen, machen Komplimente.
  • Führen Sie Gespräche nach unserer 10/40/50-Methode: Ihre Erfolgsworte = 10 %, Ihre Wertschätzungsworte 40 Prozent, 50 Prozent Gesprächsanteile bei Ihrem Partner, Ihrer Partnerin. Fragen Sie sie nach eigenen Erfolgen. Geben Sie ihnen Gelegenheit, auf idealisierende Weise über sich selbst zu sprechen, „Wie ist Ihnen das gelungen?“

Ihre Erfolgsworte und die positive emotionale Resonanz anderer sind die beiden Schlüssel für Empfehlungen, Berufungen, Beförderungen, gleich ob Sie intern oder extern aufsteigen möchten. Damit sind Sie immer in Ihrer Autorität und Ihre Erfolge werden sichtbar. Der Aufstieg kann weitergehen, hier oder dort.

 

Lesehinweise:

Wer nur auf Fehler der Mitarbeiter schielt, sollte lieber ihr Engagement ergründen und hoch halten, raten die Coachs Assig und Echter (Gastbeitrag) | Management-Blog

 

Buchauszug Dorothea Assig und Dorothee Echter: „Eines Tages werden sie sehen, wie gut ich bin!“ Wie Karrieremythen Ihren Erfolg blockieren und Sie dennoch weiterkommen | Management-Blog

 

Menschen folgen Größe – aber nicht ungefilterten Aufmerksamkeitswünschen. Gastbeitrag der Coachs Assig und Echter über untaugliche Erfolgskonzepte für Topmanager | Management-Blog 

 

 

 

 

 

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