Top-Versicherungsanwalt Mark Wilhelm hilft tatkräftig Gastronomen und Einzelhändlern in der Corona-Pandemie: Wenn die Assekuranz trotz Betriebsschließungsversicherung nicht zahlen will (1)

Mark Wilhelm dürfte der erste Anwalt sein, der mit seinem Spezialwissen denen tatkräftig helfen will, deren Existenz durch den Conoravirus von jetzt auf gleich gefährdet ist: Die Gastronomen, die als Kleinunternehmer ruckzuck ihre Restaurants schließen mussten und in den allermeisten Fällen eben nicht genug Rücklagen für solche Notlagen haben. Aber auch Hoteliers und Einzelhändlern, denen es ebenso ergeht.

 

Und zwar belässt es der Düsseldorfer Versicherungsanwalt nicht nur bei lehrbuchhaften, aber eben nur allgemeinen Ausführungen, sondern bietet Restaurantbesitzern grade jetzt individuelle Hilfe an – in einem Video auf Instagram (siehe unten). Sein Punkt: Viele Gastronomen haben zwar eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen, auf die sie jetzt zurückgreifen wollen. „Aber die Versicherer weisen mehr Forderungen zurück als sie müssten“, sagt Wilhelm. Denn „es gibt eine Vielzahl von Klauseln, die sich häufig nur in Nuancen unterscheiden. Auf die kommt es aber an.“

 

Sein Angebot: Restaurantbesitzer, aber auch Hoteliers oder Einzelhändler können seiner Kanzlei ohne jedes Kostenrisiko ihren Versicherungsvertrag schicken  an die Mailadresse neinkostetnichts@wilhelm-rae.de . Mark Wilhelm und zwei Anwälte seines Teams prüfen die jeweilige Formulierung der Klausel. Halten die Anwälte den Fall für erfolgversprechend, übernehmen sie den Fall auf Erfolgs-Basis. Sprich, sie bekommen nur dann ihren Obulus, wenn sie Erfolg haben.

 

Wie Mark Wilhelms Angebot ankommt? Innerhalb von 24 Stunden waren es über 100 Rückmeldungen, sagt er. Das war mehr als er erwartet hatte, aber es schreckt ihn nicht. Drei weitere Kollegen seiner Kanzlei stünden parat.

 

Mark Wilhelm (Foto: C.Tödtmann)

Wilhelms Motiv? Zum einen, weil er seine Lieblingsplätze auch nach der Pandemie noch besuchen können will. Zum anderen: „Vielleicht wäre das Thema der moralischen Verantwortung versus Profitsicherung mal etwas neues. Solidarisches, faires Handeln sollte zur Zeit die Direktive eines Managers gerade von Versicherungskonzernen sein.“ Und weiter: „Wenn ich Klauseln so interpretieren kann, dass ich zahlen oder ablehnen könnte, so wäre jetzt vielleicht die Zeit, einmal Rückgrat zu zeigen und zu regulieren statt abzulehnen um jeden Preis.“

 

 

 

Statista Marktforscher Mathias Brand liefert die Zahlen zur Notlage: „Am vergangenen Wochenende ist das gastronomische Leben in Deutschland dann praktisch zum Erliegen gekommen.“ Die letzte Nische, die den Gastronomen bleibt, sei auf Take-away umzustellen, um wenigstens geringe Einnahmen zu behalten und so zu versuchen, den Bankrott zu vermeiden.

 

 

Weiter Links zu Mark Wilhelm:

Meine sehr geschätzten Handelsblatt-Kollegen Volker Votsmeier und Carsten Herz haben heute morgen mit einer Weiterdrehe nachgelegt, wie wir Journalisten es nennen:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/folgen-des-corona-shutdowns-anwalt-startet-aufstand-gegen-versicherer/25687468.html?ticket=ST-1533077-EbPLHg61dk1HdWqv96ln-ap6

 

 

 

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