Die 15 Wünsche der Arbeitnehmer fürs neue Jahr: Weniger Druck, bessere Kollegialität und nur selten eine Beförderung

 

 Was wünschen sich Arbeitnehmer in Deutschland fürs kommende Jahr? Für die repräsentative Studie „Karriereziele 2016“ hat der Personaldienstleister ManpowerGroup Deutschland 1.004 Deutsche ab 18 Jahren zu ihren beruflichen Vorsätzen und Karrierewünschen befragt – mit Ergebnissen, die tief blicken lassen: Wunschlos glücklich und ohne Karrierevorsätze ist nur noch etwa jeder zehnte Deutsche (elf Prozent). Das waren vor drei Jahren noch 19 Prozent.

Die Top-15-Wünsche zeigen den Druck – fast unternehmerischen Druck – unter dem sich Arbeitnehmer in Deutschland wähnen. Sie haben Schwierigkeiten, ihr Privatleben für sich zu retten, weniger verkrampft an die Arbeit zu gehen, sind Effizienz-getrieben wie Arbeitgeber und vermissen Kollegialität. Viele möchten ihr Unternehmen hinter sich lassen und wollen bei einer anderen Firma anheuern. Nur sieben Prozent  interessieren sich für eine Beförderung. Womit vielen Arbeitgebern ein wichtiger Hebel fehlen dürfte und die Bedeutung der Hierarchie weiter in den Hintergrund tritt.

 

Das Ranking: 

1. Nach Feierabend besser abschalten (36  Prozent)

2. Die Arbeit lockerer sehen (32 Prozent)

3. Effizienter arbeiten (17 Prozent)

4. Weniger arbeiten, zum Beispiel Stunden reduzieren, um mehr Freizeit zu haben (15 Prozent)

5. Sich bei einem anderen Arbeitgeber bewerben (15 Prozent)

6. Besser mit den Kollegen zusammenarbeiten (12 Prozent)

7. Die eigenen Kompetenzen selbstbewusster präsentieren (12 Prozent)

8. Sich stärker im Job engagieren (11 Prozent)

9. Mehr Zeit in die Karriere investieren (10 Prozent)

10. Studium oder Ausbildung beginnen beziehungsweise fortzuführen (10 Prozent)

11. Mehr Networking zu betreiben (9 Prozent)

12. Weiterbildung beziehungsweise neben dem Job weiterzubilden (9 Prozent)

13. Um eine Beförderung bemühen (7 Prozent)

14. Berufliche Auszeit / Sabbatical zu nehmen (5 Prozent)

15. Innerhalb des Unternehmens Position wechseln (5 Prozent)

 

Des weiteren:

Manche Ergebnisse lesen sich wie Resignation: Nur 45 Prozent der Arbeitnehmer wünschen sich mehr Gehalt. Vor einem Jahr waren dies noch 51 Prozent.

Womöglich sind sie froh, noch einen Job zu haben. Doch jeder vierte Angestellte wünscht sich etwas, was die Unternehmen Nullkommanix kostet, aber trotzdem nicht geben: Mehr Wertschätzung für die Leistungen der Mitarbeiter.

Und: 20 Prozent der Befragten würden ihre Arbeitszeit gern selbst einteilen dürfen. Mehr Verantwortung brauchen dagegen immer weniger: Waren es im Vorjahr noch 14 Prozent, so sind es heute nur noch neun.

http://tinyurl.com/z6xcdvl 

Manpower_Karriereziele2016

 

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Alle Kommentare [2]

  1. Guten Tag,
    diese Studie ist mir bekannt. Durch meine jahrelange Erfahrung als Effizienztrainer für Führungskräfte und deren Angestellte kann ich bestätigen, dass die oben genannten Punkte voll und ganz zutreffen. Der Stress in der Arbeit, nach der Arbeit nicht gut abschalten zu können, zu wenig Kollegialität, zu viel Druck, der auf den Angestellten lastet und zu viel Verantwortung, die auf der Führungskraft lastet, die Verantwortung ablehnen usw. Daher habe ich mich bei meinem Effizienztraining darauf spezialisiert, die Führungskräfte und anschließend die Angestellten und dann da ganze Team, Abteilung für Abteilung zu Coachen. Sobald die Kommunikation und die Organisation etabliert sind und jeder seine Aufgaben kennt und beherrscht – und Bescheid weiß, was andere um ihn herum tun & wer Informationen braucht und wer nicht (von dem eigenen Arbeitsplatz aus gesehen) – stellt sich ein wirkliches Team heraus. Manchmal ist die eine andere Kündigung und Versetzung erforderlich und dann läuft es viel besser und die Motivation ist gestiegen. Ich bin der Meinung, dass zwei Punkte in Unternehmen oft nicht verstanden werden: 1): Leitung ist ein Vollzeitjob / ein Beruf und 2): Jeder Arbeitsplatz hat sehr viel Verantwortung, nicht nur die leitenden Mitarbeiter.
    Es ist tatsächlich sehr schön, zu sehen, wenn sich nach Monaten harter harter Arbeit 🙁 :-)) ein Team bildet, dass Spaß hat zusammen zu arbeiten und finanziell erfolgreich ist. Grüsse, Rene S.