Periscope: Frank Behrendts flammendes Bekenntnis zu der neuen Live-Streaming-App

Der neue TV Sender bin ich!

Warum fischerAppelt-Vorstand Frank Behrendt Periscope liebt – Gastbeitrag

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Kürzlich rief mich ein Fachjournalist an und fragte, ob wir bei fischerAppelt die PR für die neue Live-Streaming-App Periscope von Twitter machen.

 

Offiziell nicht, aber irgendwie doch. Denn Fakt ist, dass mich diese neue Möglichkeit Bewegtbildinhalte zu verbreiten von Beginn an fasziniert hat.

 

Was ist Periscope? Live-Streaming, also Live-Übertragung von bewegten (manchmal auch bewegenden) Bildern für Jedermann ins Netz. Das Produkt gibt es kostenlos zum downloaden und der Betrieb ist einfach. Smartphone an und los geht`s. Alle, die einem auf Twitter folgen, bekommen – verbunden mit einem auffälligen Signalton – eine Info: „Frank Behrendt LIVE auf #Periscope“. Dazu der Titel des Beitrages, den man vorher selbst eintippt. Und so sende ich dann alles, was zu mir passt und von dem ich meine, dass es meine Follower interessiert. Mal sind es Kurzinterviews mit interessanten Kollegen, dann ist der Wurst-Imbiss, den man aus dem Kölner Tatort kennt, dran, ein andermal übertrage ich eine Key-Note von einer spannenden Veranstaltung.

 

Selfi von Frank Behrendt mit Kai Diekmann

Selfie von Frank Behrendt mit Kai Diekmann

 

Bei Periscope geht es aber nicht darum, Filme für Archive im Netz zu produzieren, sondern es geht ausschließlich um das Hier und Jetzt, den Moment. Live. Aktuell. Schnell. Nach 24 Stunden werden die Beiträge automatisch gelöscht, so lange kann man sie sich ansehen, wenn man nicht live dabei sein konnte. Einer der ganz großen Periscope-Player ist BILD-Chefredakteur Kai Diekmann. Er nimmt seine Fan-Gemeinde und zwangsläufig auch die, die ihn kritisch (ver)folgen täglich mit auf Reisen. Mal ins Mercedes-Benz-Museum, nach Istanbul, aber auch mal in den eigenen Ziegenstall nach Potsdam.

 

Infotainment at it`s best. „Live ist das neue Geil“ sagt Diekmann in der für ihn typischen Art. Was als vermeintliche Spielerei daherkommt, kann die TV-News-Welt revolutionieren, wie einst Online das althergebrachte Print-Segment auf links gedreht hat. „We want Periscope to be a platform for truth & emphaty“ sagt der junge Periscope-Erfinder Kayvon Beykpour.

 

Plötzlich gibt es überall auf der Welt Millionen TV-Reporter, die da, wo etwas passiert, berichten können. Und zwar sofort, innerhalb Sekunden in erstaunlich guter Qualität. Die neue Technik bietet auch für die Kommunikation von Unternehmen, Stars, Politikern und allen die etwas verbreiten möchten ganz neue Möglichkeiten. In einer Krisensituation etwa können Unternehmensvertreter live, authentisch und direkt mit ihrer Zielgruppe kommunizieren und immer aktuelle Updates senden.

 

Erstmals richtig sichtbar wurde das neue Tool als kürzlich, als das Finale der Nachwuchsmodel-Suche „Germany`s Next Top Model“ mit Heidi Klum über die Bildschirme flimmerte. Bis plötzlich das Programm endete und ein Ersatzfilm lief. Die Zuschauer daheim vermuteten technische Probleme. Das Netz war schneller, Twitter lief heiß. Denn es gab es eine Bombendrohung, die SAP-Arena in Mannheim musste geräumt werden. Einer war besonders clever – BILD-Reporter Daniel Cremer zückte sein Smartphone und berichtete live via Periscope vom Parkplatz vor der Halle. Ergebnis: Eine gigantische Quote, zigtausend Menschen luden sich die App herunter, sahen sich die Liveberichterstattung des BILD-Mannes an. Einer davon war ich. Cremer war in diesem Moment der TV-Sender, der als erster exklusiv die aktuellsten Bilder hatte. Und alle konnten dabei sein.

 

Am Montag kam das Twitter-Management aus USA nach Deutschland und lud ausgewählte Gäste zu einer Veranstaltung, bei dem es um die Zukunft der digitalen Kommunikation ging. Ein Schwerpunktthema war Periscope. Kai Diekmann und ich, die wir täglich Filme verbreiten, haben uns dort getroffen und persönlich über die Faszination des neuen Dienstes gesprochen. Übertragen haben wir das Gespräch nicht, aber immerhin haben wir ein Selfie gemacht.

 

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Alle Kommentare [1]

  1. Sehr geehrte Frau Tödtmann, ich hatte einen ähnlichen PR-Artikel für Twitter und Periscope schon mal beim PR-Report gelesen und immer noch interessiert mich, wie sich dieses Video-Audio-Live-Streaming-Tool mit dem Recht am eigenen Bild verträgt. Gerade, wenn es um den Einsatz als PR-Tool, also mit einem klaren kommerziellen Hintergrund geht. Und wie das ganze mit der gerade im Raum stehenden Verschärfung der strafrechtlichen Vorschriften bei Verletzung des Rechts am eigenen Bild und der europäischen Initiative zur Vereinheitlichung der Panoramafreiheit zu vereinbaren ist.