Top-Manager-Qualitäten: Pfilichtbewusste Managerinnen, durchsetzungsfreudige Manager

Wie nehmen die Leute die Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Führungskräften wahr? Danach hat die  Personalberatung InterSearch Executive Consultants 1000 Bundesbürger über 18 Jahre in einer Onlineabstimmung befragt. Heraus kam – wenig überraschend – dies: „Managerinnen seien kommunikativ, Chefs machtbewusst – Frauen werden preußische Tugenden nachgesagt – Männern ein Hang zum Delegieren und Durchsetzungskraft.“ Und dass 75 Prozent glauben, die Führungsstile seien eben unterschiedlich und nicht gleich.

 

Wenn man Chefinnen nur aus dem Fernsehen kennt

Leider ist nicht klar, wer die Befragten waren: Ob es Studenten, Rentner, Hausfrauen oder  Menschen aus der arbeitende Bevölkerung sind. Denn wessen Rollenbild vom abendlichen Fernsehprogramm geprägt ist, der kann kaum Kompetentes antworten. Oder: wer kaum Vergleichsmöglichkeiten in seiner aktiven Zeit hatte, weils kaum Chefinnen gab ebensowenig wie derjenige, der noch an der Uni und noch nicht im Job ist.

 

Es lebe das Klischee

Zumal sich die Ergebnisse lesen wie aus der bunten Klischee-Kiste: „Managerinnen sind demnach kommunikativ, diplomatisch, organisiert, engagiert und diszipliniert. Ganz anders ihre männlichen Kollegen: Sie werden als machtbewusst, durchsetzungsstark, selbstsicher, autoritär und statusorientiert beschrieben.“

Und messerscharf schließt Studienurheber InterSearch Executive Consultants mit beachtlicher Fallhöhe:

„Deutschland ist sich einig: Männliche und weibliche Manager verhalten sich unterschiedlich. Chefs delegieren gern und setzen ihren Willen durch. Managerinnen dagegen zeichnen sich durch Fleiß aus und sind gesprächsbereit – so das einheitliche Bild einer aktuellen Bevölkerungsbefragung zum Thema Topmanager-Qualitäten.Männer halten Managerinnen für emotional und sensibel – Frauen finden Chefs egoistisch.“

Immerhin erkennt InterSearch: „Klischees beeinflussen häufig die Kandidatenauswahl – doch auch die Kandidaten selbst.“ Und ihr Chef kommentiert dasselbe auch nochmal mit anderen Worten: „Klischees über Rollenbilder am Arbeitsplatz sind weit verbreitet – auch bei den Personalentscheidern“, so Thomas Bockholdt, Managing Partner der Personalberatung InterSearch Executive Consultants.

 

Entscheider als häufigste Opfer von Klischeevorstellungen?

Am Ende ist man sich dann nicht mehr sicher, was die Beratung eigentlich sagen will: „Insbesondere, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen geht, wird den vermeintlich weiblichen und männlichen Eigenschaften große Bedeutung beigemessen – zumindest unbewusst oder versteckt hinter vorgeschobenen Gründen.“ Ist gemeint, dass die Top-Entscheider am stärksten mit Klischeevorstellungen gesegnet sind? Und Frauen deshalb so selten bis ganz noch oben kommen? Wollte man das den eigenen Kunden nur nicht so deutlich sagen?

Es schließt mit dem Fazit, dass Männr und Frauen verschiedene Herangehensweise an ihre Jobs anerzogen wird: „Männer planen ihre Karriere mehrheitlich zielgenauer, weshalb sie machtbewusster wirken. Auch in Gehaltsverhandlungen sind sie es gewohnt, selbstbewusst aufzutreten“, verrät Thomas Bockholt.

Weibliche Führungskräfte scheuen laut Bockholt außerdem häufig davor zurück, sich selbst als durchsetzungsstark oder selbstbewusst zu präsentieren, weil sie befürchten, dass ihnen „übertriebenes Männergehabe“ vorgeworfen wird.

 

Ene Schwäche, wenn man Einwände zulässt?

Und schließlich: „Genauso halten es einige männliche Führungskräfte für ein Zeichen von Schwäche, wenn sie Einwände zulassen – was Unsinn ist und eher zu Fehlentscheidungen führt.“

Da kann man ihn aber beruhigen, die wenigstens Manager hören zu und lassen sich von Nachgeordneten beraten, warnen oder sonstwas. Wäre das nämmlich so, würden viele Fehlentscheidungen in Unternehmen nämlich gar nicht erst zum Tragen kommen. denn fast nie mangelt es an Warnern vor Fehlentwicklungen – doch die mag keiner auf Entscheiderebene anhören, sondern stellt sie lieber als Miesmacher in die Ecke. So lange, bis keiner mehr warnt oder Vorwissen den Chefs preisgibt und lieber die Klappe hält, um nicht abgbügelt zu werden und in schlechtem licht zu erscheinen.

Die entsprechenden Untersuchungen  wie diese von Gallup liegen vor, werden aber vorsichtshalber auf breiter Front  ignoriert:  http://blog.wiwo.de/management/2013/03/06/gallup-studie-nur-15-prozent-der-mitarbeiter-in-deutschland-lieben-ihre-company-die-hauptschuldigen-daran-sind-die-mittelmanager/

 

Wer ist InterSearch?  http://www.intersearch-executive.de

 

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