Business Behave: Der fehlende Charme von Flugbegleitern beim Reizwort Handy

Muss man das verstehen? Dass ein Flugbegleiter der American Airlines US-Schauspieler, Alec Baldwin, aus dem Flugzeug wirft, weil er auf seinem Handy eine Art Scrabble-Spiel, „Words with Friends“, spielt? Ist nicht längst klar, dass Handys unschädlich sind beim Fliegen? Und dass rund zehn andere Airlines weltweit das Handy-Telefonieren an Bord längs zulassen und sich über die entsprechenden zusätzlichen Einnahmen freuen, weil sie mitkassieren? Emirates zum Beispiel. http://blog.wiwo.de/management/2009/03/23/nervensagen-im-flugzeug/

Ist es nicht vielmehr so, dass sich da jemand freut, dass er ein Druckmittel – zumal gegenüber einem Promi – gefunden hat? Und ihm nichts besseres, kein charmanter Weg, eingefallen ist, als der primitivste? Die Ich-zeige-Dir-wo´s-langgeht-Masche? Und die -für-mich-ist-jeder-gleich-Nummer? Doch leider hat der betreffende vor allem eins gezeigt: Für diskrete Lösungen ist er nicht der richtige, Kundenorientierung Fehlanzeige. Zumal Baldwin kaum in der Holzklasse gesessen haben dürfte.

Manchmal haben Promis womöglich Pech und bekommen von Otto-Normalo extra eins aufs Dach. Von Otto Normalo, der vermutlich immer schon neiderfüllt war. Denn die Angst um die Flugsicherheit kann´s ja nicht gewesen sein, wieso der Flugbegleiter – by the way: super-politisch-korrekte Bezeichnung, nicht wahr? – so überzogen hat.

Für American Airlines sind solche Prinzipienreiter jedenfalls kein Aushängeschild. Denn immerhin soll Baldwin versprochen haben, kein Flugzeug dieser Airline mehr besteigen zu wollen. Und das kann man sich auch gut vorstellen, nach so einem Rauswurf, der nur auf Erniedrigung eines vermeintlich oder tatsächlich Renitenten aus ist.

Und warum zum Beispiel die Lufthansa keine Handy-Nutzer an Bord will, wissen wir ja auch längst: Sie will einfach Ruhe im Stall. Schließlich kennt man ja die Untersuchungen, bei denen heraus kam: Die anderen, die Nichttelefonierer sind hauptsächlich deshalb genervt vom Zuhören, weil sie die Antwort am anderen Ende der Leitung nicht mitbekommen. Aber das tun Bewohner der immer verbreiteteren Großraumbüros auch nicht. die müssen´s auch aushalten. Die hören nie mit, was am anderen Ende der Leitung geantwortet wird. Und dürfen trotzdem keinen rauswerfen.

http://www.rp-online.de/gesellschaft/leute/alec-baldwin-entschuldigt-sich-bei-fluggaesten-1.2632265?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=gesellschaft%20-%20newsletter
http://www.http://www.rp-online.de/gesellschaft/leute/alec-baldwin-aus-flugzeug-geworfen-1.2631330?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=gesellschaft%20-%20newsletter

 

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