Kennen sie Fobo? Die Angst, überflüssig zu werden im Job und wie man mit ihr umgehen sollte

Orientieren Sie sich als Führungskraft keinesfalls an Fobo, Fear of becoming obsolete. Das ist das neue Schlagwort, es steht für die Angst, überflüssig oder obsolet zu werden. Gastbeitrag von Dorothea Assig und Dorothee Echter

 

Dorothea Assig und Dorothee Echter (Foto: PR/Magdalena Jooss)

 

Souverän und erfolgsgewiss bleiben

Wenn Zeiten unbestimmter werden, sind sofort neue Modeworte da, die die aktuelle Gefühlswelt erklären sollen wie Fobo – Fear of Becoming Obsolete, die Angst, überflüssig oder obsolet zu werden. Richtig daran ist, dass es durch KI weniger attraktive Positionen und mehr Kündigungen gibt und Karrieren weniger berechenbar werden.

Nicht zu verwechseln mit Fobo – Fear of Better Options, die Angst vor besseren Optionen, die einen hindert, sich zu entscheiden und festzulegen. Weil man glaubt, es könnte noch ein besseres Angebot kommen.

Business-Community-Aktivitäten statt Unsicherheit

Wie können Sie als Topmanager also mit Fobo, der Angst überflüssig zu werden,  umgehen? Sie wollen nicht zweifeln, nur in Sicherheiten denken oder sich ängstlich über die eigenen Grenzen hinaus anpassen und anstrengen. Das verstärkt die eigene Mutlosigkeit. Wir haben für Sie eine andere, wirksame Strategie: Setzen Sie jede Unsicherheit direkt in Business-Community-Aktivitäten um. Sprechen Sie mit anderen Menschen außerhalb des Unternehmens über Chancen, über Entwicklungen, über neue Perspektiven und Möglichkeiten. Bleiben Sie die Person, die Sie sind, erfolgsgewiss und souverän. Menschen, die in Verbindung bleiben, erkennen Veränderungen früher und sehen Optionen, die anderen verborgen bleiben.

Orientierung bieten und sich souverän präsentieren

Fragen Sie nicht nach Sicherheit, bieten Sie Sicherheit. Werden Sie für andere zu einer Person, die Orientierung gibt, die zuhört, die Erfahrungen teilt und Verbindungen herstellt. Daraus entsteht eine andere Form von Stabilität als die, die Stellenbeschreibungen oder Organigramme versprechen können. Sie entsteht aus Beziehungen, aus Vertrauen und aus der Gewissheit, dass Sie auch außerhalb einer aktuellen Rolle Wirkung entfalten können.

Woher nehmen Sie Ihre Selbstgewissheit? Sie machen sich frei von Prognosen, die morgen schon wieder überholt sein können. Von Schlagzeilen, die vor allem Aufmerksamkeit erzeugen wollen. Von Annahmen, die Befürchtungen schüren. Ihre Sicherheit entsteht aus der Klarheit darüber, wer Sie sind, was Sie können und welchen Beitrag Sie leisten. Beschäftigen Sie sich damit, finden Sie Formulierungen, die auch in Ihrem Lebenslauf oder Ihrem LinkedIn-Profil stehen können. Wer das eigene Können kennt, kann darüber souverän und angemessen sprechen. Wer sich erfolgsgewiss fühlt, erzeugt in anderen Zuversicht. Sie müssen nicht bei jeder Veränderung befürchten, ersetzt zu werden. Und wenn doch, sind Sie vorbereitet. Setzen Sie den Kündigungsnotplan um, den wir auch für diesen Blogbeitrag von Claudia Tödtmann bereits geschrieben haben. https://blog.wiwo.de/management/2025/09/06/sie-werden-nicht-gekuendigt-und-wenn-doch-sind-sie-vorbereitet/ Und zwar umgehend. Sie sind nicht blauäugig und denken nicht: „Ich doch nicht.“

Verbundenheit pflegen, sichtbar bleiben

Diese Zeit braucht keine Panikmache, diese Zeit braucht Ihre Verortung. Die Frage ist nicht, was die nächste Technologie mit Ihnen macht. Ihre entscheidende Frage ist, wie Sie sich in einer sich verändernden Welt positionieren. Wer die Verbundenheit pflegt, sichtbar bleibt und Verantwortung für die eigene Entwicklung übernimmt, wird die Zukunft aktiv mitgestalten.

 

Assig + Echter. Erfolgreich in der Top-Liga. Sie beraten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Beratung und Kultur an Wendepunkten ihrer Top-Liga-Karriere mit einem wissensbasierten Ansatz, der entschlüsselt, was jetzt über Ihren Erfolg entscheidet.

Lesetipp Dorothea Assig und Dorothee Echter – Buchauszug im Management-Blog: „Eines Tages werden Sie sehen, wie gut ich bin!“ Wie Karrieremythen Ihren Erfolg blockieren und Sie dennoch weiterkommen (Ariston Verlag).

 

 

 

 

 

 

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