Fast jeder Dritte tut Verbotenes, um seine Boni zu bekommen, zeigt eine Gallup-Umfrage

 

Boni-Betrüger sind unter uns, Sie sind „Klassiker“, sagen Experten. Im Klartext: Es passiert dauernd. Die Täter haben offenbar nicht nur leichtes Spiel, sondern werden von den Betrogenen lieber gedeckt, als dass sie sie enttarnen. Im Gegenteil, den Golden Handshake bekommen sie meistens obendrauf. Irgendwie als Belohnung für die Untat.

Das kommt ihnen unwirklich vor? Ist es aber nicht.

Das Beratungs- und Marktforscher Gallup hat bei seiner großen Umfrage jetzt die Leute gefragt, ob und wie oft sie in den vergangenen zwölf Monaten für ihre Boni gemogelt haben. Die genaue Frage lautete: Wie oft haben Sie in den letzten zwölf Monaten etwas Unerlaubtes getan, um Ihre Ziele (Boni, vorgegebene Zahlen) zu erreichen?

 

Das Ergebnis ist erschreckend: 28 Prozent der Befragten haben genau das getan, manche sogar schon dreimal. Im Detail: 14 Prozent haben einmal Unerlaubtes getan, neun Prozent schon zweimal und fünf Prozent sogar dreimal.

 

Warum? Weil sich die Unternehmenslenker nicht die Blöße geben wollen, von eigenen Mitarbeitern betrogen worden zu sein. Weil sie ihr Firmenimage rein halten wollen. Um keinen Preis der Welt wollen sie damit in der Lokalpresse oder den Wirtschaftsmedien landen. Strafanzeige erstatten? Auf keinen Fall, dann würde es womöglich öffentlich samt Gerichtsverhandlung undsoweiter.

 

 

Lesehinweise:

Lesetipp wiwo.de: Boni-Betrug – worüber Unternehmen nie reden und die Täter umso leichteres Spiel haben | Management-Blog

Wenn Mitarbeiter wüßten, wofür ihre Chefs oder die Personaler so alles Boni kassieren, wäre der Betriebsfrieden oft hinüber | Management-Blog (wiwo.de)

 

 

 

 

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