Lesetipp Tina Groll auf „zeit.de“: „Arbeiten wie ein König, äh, Chef“

Lesetipp Tina Groll auf „zeit.de“ über  „Arbeiten wie ein König, äh, Chef – Einzelbüro, neueste Technik und freie Zeiteinteilung: Die Arbeitsbedingungen von Führungskräften unterscheiden sich deutlich von denen ihrer Mitarbeiter. Das hat Folgen.“

http://www.zeit.de/karriere/beruf/2017-04/arbeitsplatz-ausstattung-fuehrungskraft-mitarbeiter-unterschiede

Die Zweiklassengesellschaft in deutschen Büros in angeblich flachen Hierarchien entscheidet über Burnout – oder nicht, gestresst oder weniger gestresst, gesund oder krank und schlimmstenfalls überlebensgefährdet: Die einen werden laufend aus ihrer Arbeit gerissen, ihre Gesundheit wird beschädigt, sie müssen manchmal sogar täglich vagabundieren, ohne festenSitzplatz, sind permanent gestresst und haben nur unzureichende technische Hilfsmittel.

Die anderen – die Vorgesetzten –  haben ihre Einzelzimmer, genießen konzentriertes Arbeiten, weniger Ablenkung und Stress, mithin deutlich bessere Voraussetzungen für ihre Arbeit und ihre Gesundheit.

Das Übelste daran: Bei der Mitarbeiter-Umfrage werden die Stimmen der Einzelzimmer-Besitzer ebenso gezählt wie die von denen in den Legebatterien. Diese Vorgesetzten sagen dann, wie zufrieden sie mit ihren viel besseren Arbeitsbedingungen sind und sorgen für ein falsches Bild. Dass „nur“ 70 Prozent oder so unzufrieden sind mit ihrer nicht-artgerechten Haltung in Großraumbüros. Die eher eng als groß sind, um der Firma Mietkosten zu ersparen.

Und das sind nur die Stimmen von denen, die überhaupt mit wählen. Denn über diejenigen, die es nicht tun, gibt´s zwei Sichtweisen: Sie selbst sagen, Fragebögen der Company ausfüllen sei verschwendete Zeit, es ändere sich eh´ nichts. Das habe ihr Unternehmen in den vergangenen Jahren bewiesen.

Die Unternehmenslenker sagen dagegen: Wer nicht abstimmt, ist zufrieden. So einfach ist das mit der Deutungshoheit.

 

 

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