Lesetipp wiwo.de: Wenn Whistleblower andere retten wollen und am Ende selbst nur draufzahlen

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Whistleblower:  Verzweifelt und in die Enge getrieben

Der Tod des Qualitätsmanagers von Boeing zeigt einmal mehr: #Whistleblower mögen anderen Menschen das Leben retten, sie selbst aber nehmen dafür eine enorme psychische Belastung auf sich. Wie sich diese lindern lässt, zeigt ein Blick nach Belgien. @wiwo https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/whistleblower-verzweifelt-und-in-die-enge-getrieben-/29705494.html

32 Jahre lang hatte John Barnett als Qualitätsmanager beim amerikanischen Flugzeughersteller Boeing gearbeitet. 2019 enthüllte er, dass es bei dem Flugzeug des Typs 787 gravierende Sicherheitsmängel gebe. Die Arbeiten würden unter hohem Zeitdruck stattfinden, es würden minderwertige Teile eingebaut, die Sauerstoffmasken hätten eine Fehlerquote von 25 Prozent. Doch Boeing habe nichts dagegen unternommen. In der vergangenen Woche sagte der 62-Jährige vor Gericht in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina aus. Die Anwälte  des Unternehmens nahmen Barnett ins Kreuzverhör. Als er Samstag vergangener Woche nicht mehr im Gericht auftauchte, wo er weitere Aussagen hätte machen sollen, suchte man ihn und fand ihn in seinem Auto auf dem Hotelparkplatz. Laut Gerichtsmedizin war er an „einer selbst zugefügten Schusswunde“ gestorben.

Barnett mag mit seinen Hinweisen anderen Menschen das Leben gerettet haben – er selbst hat die Aufklärung mit seinem Leben bezahlt. Und er ist kein Einzelfall. Whistleblower haben meist ein tragisches Schicksal. „Fast alle verloren bisher ihren Job, nachdem sie ihren Arbeitgeber öffentlich kritisierten oder anzeigten“, sagt Compliance-Anwältin Karin Holloch. „Viele gerieten in finanzielle Schwierigkeiten daraufhin und bekommen fast immer psychische Probleme.“ …….

weiter bei wiwo.de Whistleblower: Boeing und der Fall Barnett (wiwo.de)

 

(Foto: wiwo.de)

 

 

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