Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Tecis-Chef Sönke Mißfeldt, der nie auf seine englische Gartenschere verzichten könnte

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Sönke Mißfeldt, Vorstand der Tecis Finanzdienstleistzungen, der Tochtergesellschaft der Versicherung Swiss Life.

 

Sönke Mißfeldt (Foto: PR)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Wir bei tecis ermöglichen unseren Kunden eine positivere finanzielle Perspektive und helfen insbesondere der Generation Y und Z dabei, mehr Netto vom Brutto zu haben, schneller vom Mieter zum Eigentümer zu werden und durch eine individuelle Vorteilsberatung alle passenden Förderungen, Steuervorteile und Zulagen zu erhalten.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Mein Tag beginnt in der Regel um 6.30 Uhr mit der Versorgung unserer Haustiere. Wir halten südamerikanische Pfeilgiftfrösche und japanische Koi Karpfen, denen ich so früh erstmal meine volle Aufmerksamkeit widme. Für mich ein Ritual, das mich entspannt in den Tag starten lässt.

 

Was unterscheidet Sie als Chef von anderen Chefs im Auftreten und im Behave?

Ich versende immer handgeschriebene Geburtstagsgrüße.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Ist ein echter Kümmerer, nach dem Motto: der Sönke macht das schon!

 

Tee oder Kaffee?

Espresso! Und manchmal auch eine große Tasse Filterkaffee zum Wohlfühlen.

 

Ihr Spitzname ist…?

Söni

 

Verraten Sie eine Marotte.

Mein Garten! Noch bevor das Auto am Ferienhaus ganz ausgeladen ist, werke ich schon mit Handschuhen und Gartenschere bewaffnet in den Beeten oder modelliere die verschiedenen Gewächse. Ich arbeite an einer 2,30 Meter hohen Hortensie – da werde ich wie besessen.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn Leute sich in unserer Solidargemeinschaft über andere erheben, die Rechte anderer beugen und die eigenen Pflichten dabei vernachlässigen. Das beginnt bei der Missachtung von Verkehrsregeln und geht bis zur Übervorteilung anderer. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.

 

… und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Wenn ich von einer Idee beseelt bin und sie als chancenreich erachte, dann lasse ich nicht davon ab und gebe nicht auf, bis es irgendwie möglich ist. Damit gehe ich bestimmt einigen Leuten auf die Nerven.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Denen weiter dienen, die da folgen, ob in der Familie, bei Tecis oder in unseren sozialen Projekten, die wir fördern. Ich möchte dann noch mehr Zeit für das Projekt „Childaid“ für junge Menschen ohne Bildungszugang aufbringen und mit den jungen Menschen in Verbindung bleiben. Und in jedem Fall stelle ich mir vor, die großen Schauspielhäuser und Opern auf der Welt zu bereisen, um unseren Durst nach schönen Aufführungen und Konzerten zu stillen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Vor Menschen, die in schwersten Situationen unbequeme oder unpopuläre Positionen gegen die breite Masse einnehmen und diese auch unter Inkaufnahme persönlicher Risiken durchhalten, wenn es beispielsweise um den Einsatz von Rechtstaatlichkeit und Menschenrechten geht, wie wir es aktuell gerade in Hongkong erleben oder auch bei den vielen inhaftierten Journalisten in bestimmten Gebieten, habe ich tiefen Respekt. Das finde ich wirklich mutig.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

·        Meine englische Gartenschere

·        Die Sammlung meiner 30 wichtigsten Bücher

·        Das iPad

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Angela Merkel. Mich interessiert, was sich dem außenstehenden Betrachter verschließt: die Komplexität, in einer europäischen Staatengemeinschaft sowie einer föderalen Bundesrepublik Politik zu machen. Gerade auch in diesen besonders herausfordernden Zeiten bewundere ich die Professionalität und Beherrschung.

 

 

 

„Diesen alten englischen Maßstab hat mir unser Firmengründer Udo Keller geschenkt. Der Anlass war meine Beförderung in sehr jungen Jahren zum Divisionalmanager. Er hat mir sehr früh viel Verantwortung gegeben und so wurde ich schon mit 30 Jahren Vorstand. Sein Gedanke dabei war, dass er mehr von mir verlangen kann und dass er an mich andere Maßstäbe setzt,“ erzählt Sönke Mißfeldt.

 

 

 

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