Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Strafverteidiger Jürgen Wessing, der dieselbe Attitüde wie TV-Komissar Adrian Monk hat

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Jürgen Wessing, Top-Strafverteidiger aus Düsseldorf.

 

Wirtschaftsstrafverteidiger Jürgen Wessing (Foto: Wessing & Partner)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Ich verhindere als Strafverteidiger persönliche und Unternehmenskatastrophen – egal ob ich Unternehmen vor Straftaten bewahre, egal ob der Staatsanwalt schon Büros und Wohnung durchsucht oder ob ich jemand vor Gericht verteidige.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Um 5.20. Uhr mit dem Lesen der Lokalzeitung, der „Rheinischen Post“ bei einem doppelten Espresso zusammen mit meinem Hund – einem Podenko mit Namen Dobby. Dann ist eine Stunde Schwimmen und Hanteln mit dem Trainer angesagt, danach geht es ab ins Büro.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Je nach Wetter bringe ich öfter Kuchen und Eis mit. Ansonsten bin ich ein hilfsbereiter Chef, den man immer und alles fragen kann. Ich liebe es, junge Menschen auszubilden. Für mich musste Diversity nicht erfunden werden, ich habe auch schon seit vielen Jahren einen männlichen Sekretär.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Dass sie sich freuen, wenn einer mal ein Jackett zum Geburtstag bekommt und es selbst aussuchen darf. Und dass sie es gut finden, wenn sie – allein schon, weil ich keine Zeit habe – selbst wählen können, wie sie Aufgaben erledigen. Wenn sie stimmen, habe ich Widerworte ganz gern.

 

Tee oder Kaffee?

Kaffee aus meiner Jura-Maschine (was sonst? 😉 ) – jedenfalls zu viel. An hektischen Tagen kann es ein Dutzend werden.

 

Ihr Spitzname ist…?

Meine Family nennt mich Tigger, so wie der in Winnie the Pooh, Ständig in Bewegung, und schon mal tapsig.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Meine Liebe zu Symmetrie. Selbst die Hanteln morgens müssen parallel in der Hand liegen. Da geht es mir wie dem TV-Kommissar Adrian Monk. selbst meine Gartengeräte müssen grade im Schuppen hängen.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn Menschen andere Menschen oder auch Dingen nicht den nötigen Respekt und Wertschätzung entgegen bringen. Unfreundlichkeit und Arroganz hasse ich und schreite dann auch schon mal ein. Wer Assistentinnen mit eigener Meinung zum Weinen bringt, bekommt einen Assistenten verordnet, Das hilft.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Meine Aufschieberitis. Insbesondere wenn ich Abgabefristen für Veröffentlichungen versäume.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Elefanten schützen in Indien, ich liebe Elefanten und Nashörner. Oder: Mit einem Meeresforscher über die Meere schippern.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Empathie in einem klugen Kopf. So wie meine Frau: zwei Studien, zwei Berufe, drei Kinder und dann auch noch die Gabe, anderen die Welt erklären zu können, insbesondere mir.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Meine Brille. Meinen Hund (schon schwierig, als Ding zu bezeichnen). Meine Bücher, alle!

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Den des Dalai Lama. Ich wollte schon immer mal nach Tibet.

 

 

Diese spezielle Bierflasche bekam Jürgen Wessing – er ist auch Professor an der Uni Düsseldorf – von seinen Studenten geschenkt.

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