CSD 2019: Wichtiges Signal vom Top-Management beim Christopher Street Day – Solidarität zeigen

Hashtag: #tklovesdiversity

Wenn 1,2 Millionen Menschen beim Kölner Umzug zum Christopher Street Day am Straßenrand stehen, ist es eine gute Gelegenheit für Unternehmen, für sich als Arbeitgeber zu werben: Konzerne wie Bayer, Ford, Thyssenkrupp oder die Zurich-Versicherung nutzen die Chance jedenfalls.

Der Essener Stahlkonzern war mit eigenem Umzugswagen und 300 Mitarbeitern samt Freunden und Familie dabei – allesamt blau gewandet mit weißen Strohhüten. Der Hashtag: #thlovesdiversity.

 

Top-Manager, die mitfeiern, statt fernzubleiben, überzeugen 

Verstanden, dass Signale vom Management genauestens beobachtet werden, hat es insbesondere der Dax-Konzern Thyssenkrupp. In den beiden Vorjahren fuhr der Vorstand Oliver Burkhard auf dem Wagen aus Solidarität mit – und um zu zeigen, wie ernst es der Company mit dem Thema Diversity ist. So ernst, dass sie ihren Sonntag opfern und sich mal wirklich unters Volk mischen. Vergangenen Sonntag vertrat ihn dieses Mal die Top-Managerin Kerstin Ney, Personalvorständin von Business Area Components Technology (BA CT), der Automotive-Tochtergesellschaft von Thyssenkrupp.

 

Zum Fenster hinaus geworfene Werbegelder

Schade, dass nicht mehr Unternehmen bedenken, dass nur gelebte Beispiele wirklich überzeugen. Denn die meist austauschbaren Wertetafeln am Eingang – die ohnehin vom Marketing oder der Werbeagentur aufgesetzt sind und keineswegs ernst gemeint sind – tun es nicht. Für gelebte Vorbilder sind – eigentlich nichts Neues, nur immer noch nicht praktiziert – die Manager und Führungskräfte da. Solange die die verkündeten Botschaften der Unternehmensleitung im Alltag konterkarieren, sind die Werbegelder quasi zum Fenster hinaus geworfen.

Wo man ansetze muss? Beim Zugucken. Wenn Zugucken und Geschehen-Lassen der Verstöße gegen die Unternehmenswerte abgestraft würde, dann wäre es mit der Unternehmenskultur gar nicht mehr so schwer.

 

 

Kerstin Ney, Personalvorständin der Thyssenkrupp-Tochter Business Area Components Technology (BA CT). (Foto: Thyssenkrupp)

 

 

 

Kerstin Ney auf dem Wagen (Mitte), (Foto: Thyssenkrupp)

 

 

(Foto: Thyssenkrupp)

 

 

 

(Foto: Thyssenkrupp)

 

PS vom 27.7.2019:

Beim CSD in München ist auch die Top-Managerin Janina Kugel – Noch-Personalvorständin von Siemens –  selbst auf dem Siemens-Truck mitgefahren.

 

PPS: Hier eine Ergänzung von heute (28.7.19) via Twitter von der Charta der Vielfalt ( @ChartaVielfalt ), welche Top-Manager noch so mitzogen:  Für die Telekom in Köln Thomas Kremer – und gestern in München für die Deutsche Bahn CEO Richard Lutz und von Bayer Stefan Oelrich, besten Dank!

 

13h

Antwort auf @Toedtmann

Wir haben neben Janina Kugel gestern auch Richard Lutz von der Deutschen Bahn & Stefan Oelrich von der Bayer AG getroffen. In Köln war Thomas Kremer bei der Telekom dabei – und die Liste ist sicher nicht vollständig.😉

 

 

 

 

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Alle Kommentare [1]

  1. Schade, dass Unternhmen sich immer nur dann solidarisch verhalten, wenn sich das gesellschaftliche Klima schon längst in eine bestimmte Richtung entwickelt hat. Sich jetzt mit dem CSD solidarisch zu zeigen ist eine gute Sache. Aber viele machen das nur, weil es schlecht fürs Geschäft wäre es nicht zu tun. Sich mit der LGBT Bewegung im Jahr 1980 solidarisch zu zeigen hätte von wahrer Größe gezeugt.