Buchauszug Tijen Onaran: „Die Netzwerkbibel – Zehn Gebote für erfolgreiches Networking“

Buchauszug aus Tijen Onarans „Die Netzwerkbibel – Zehn Gebote für erfolgreiches Networking“.

 

Tijen Onaran (Foto: Hendrik Lüders für Onaran)

 

Ich netzwerke, also bin ich… und wenn ja, wie viele?

Sage mir, wer in deinem Netzwerk ist, und ich sage dir, wer du bist

Zum Einstieg eine philosophische Frage: Wie werden wir zu der Person, die wir sind? Meine Antwort lautet: Sage mir, wer in deinem Netzwerk ist, und ich sage dir, wer du bist. Zur Erklärung: Netzwerke – im engsten wie im weitesten Sinne – spielen eine zentrale Rolle bei unserer Persönlichkeitsentwicklung. Netzwerke bestehen aus Menschen, die für unser Leben eine Bedeutung haben. Unser erstes Netzwerk bekommen wir quasi zur Geburt geschenkt – unsere Familien. Sie prägen uns, die Art, wie wir Beziehungen führen, unsere Werte, unsere Sprache, unsere Vorstellungen und unsere Gefühlswelt.

 

Die nächsten Netzwerke, die in unserem Leben entstehen, kommen durch mehr oder weniger zufällige Begegnungen zustande. Sie bestehen aus Menschen beispielsweise aus unserer Nachbarschaft, Kindergarten- und Schulfreunde oder Menschen, die man in Sportvereinen trifft. Aber auch sie prägen viele von den Eigenschaften, die unsere Persönlichkeit ausmachen.

 

Diese frühen Netzwerke entscheiden stark darüber, wie wir mit unseren ersten Misserfolgen umgehen, welche Bands wir gut finden oder welche Interessen und Hobbys wir verfolgen. Unser Netzwerk liefert uns sowohl Ideen als auch die entsprechende Anerkennung und Möglichkeit zur Identifikation.

 

Erst ab einem bestimmten Punkt im Leben müssen wir unser Netzwerkverhalten „professionalisieren“. Ab dann suchen wir uns gezielt diejenigen Menschen aus, mit denen wir privat oder beruflich Kontakt haben wollen. Neben unseren echten Verwandten, die einen großen Einfluss auf unsere Persönlichkeitsentwicklung haben, bieten diese „Wahlverwandtschaften“ einen tiefen Einblick in unsere Persönlichkeit.

 

Unser Netzwerk gibt Aufschluss darüber, woher wir kommen, wo wir uns gerade befinden, und es bietet auch einen Ausblick darauf, was oder wie wir vielleicht erst noch werden wollen. Jemand, der zahlreiche Politiker oder Tech-CEOs in seinem Netzwerk hat, will vielleicht entweder selbst noch weiter aufsteigen oder ist vielleicht bereits dabei, die Parteileiter hochzusteigen oder ein Unternehmen zu gründen. Dasselbe gilt für Schauspieler oder Regisseure, YouTube-Stars oder Sterne-Köche – you name it. Vorbilder und Mentoren sind wichtig für unsere Persönlichkeitsentwicklung und für unsere intrinsische Motivation und darum ein zentraler Bestandteil von Netzwerken. Wer wir sind und was wir machen, hängt also zu einem nicht unerheblichen Maß davon ab, wen wir kennen (wollen), mit wem wir in Kontakt sein und bleiben wollen – sprich: wem wir in unserem Leben eine Bedeutung geben.

 

 

Tijen Onaran: „Netzwerkbibel – Zehn Gebote für erfolgreiches Networking“. Springer Verlag, 19,99 Euro  https://www.springer.com/de/book/9783658237349#

 

Schaffe dir ein Netzwerk aus Talenten

Es gibt aber nicht nur positive Vorbilder und Motivatoren. Auch Neid kann uns motivieren, nach etwas zu streben, was andere haben. Solcher Zusammenhänge sollte man sich zwingend bewusst sein, da Neid im schlimmsten Fall sogar zum Karrierekiller werden kann. Das gilt insbesondere, wenn es um digitale Netzwerke geht. Denn dank der sozialen und beruflichen Netzwerke lässt sich heute jeder Aspekt unseres Lebens digital abbilden und miteinander vergleichen. Wer macht was mit wem? Wie viele Kontakte haben die Menschen in meinem Netzwerk? Wie viele Likes und Kommentare bekommen andere? Unsere Fantasie fügt noch das „Warum“ an und schon geht die Neidspirale los.

 

Dass dies nicht nur einzelne Nutzer betrifft, sondern im Funktionsprinzip angelegt ist, bestätigten bereits mehrere Studien zu dieser Fragestellung [1, 2]. War mein Essen heute genauso gesund oder genauso schön arrangiert? Das gleiche gilt für unser berufliches Leben. Wir teilen unseren Netzwerkkontakten stets mit, welchen neuen Kontakt wir haben, welchen neuen Karriereschritt wir geschafft haben oder welche Veranstaltung wir gerade besuchen. Das schafft täglich Raum für Assoziationen und Neidgedanken.

 

Wie kann man diese Gedanken, die ganz natürlich in uns, aber auch im System der digitalen Netzwerke verankert sind, in etwas Positives verwandeln? Ich selbst habe relativ früh gemerkt, worin ich richtig schlecht und worin ich richtig gut bin. Für mich besteht die Kunst dieser Erkenntnis darin, sich mit Menschen zu umgeben, die Talente mitbringen, die man selbst nicht hat. Ich würde niemals diese Menschen um ihre Gaben, ihr Wissen oder ihre Fähigkeiten beneiden, weil ich genau weiß, dass sie für mich unerreichbar sind. Darum kann ich mich für ihre Erfolge freuen, oder Motivation für mein eigenes Tun daraus ziehen, ohne dass daraus Neid entsteht.

 

Und selbst wenn zwei Menschen eine ähnliche Sache gut machen, machen sie sie doch auf ihre ganz bestimmte Art und Weise. Jeder hat einen anderen Fokus, eine andere Perspektive oder einen anderen Blickwinkel. Es muss nicht immer alles unter dem Aspekt bewertet werden „Was kann die oder der andere besser?“ oder „Was haben die anderen mehr?“. Wem es gelingt, die negativen Vergleiche in eine konstruktive Vergleichbarkeit zu verwandeln, wird nicht mit Neid zu kämpfen haben, sondern erntet Motivation, schafft gegenseitige Anerkennung und Erfolg.

 

Neide nicht, schaffe dir Vorbilder

Es gibt noch eine weitere Methode, um Neid in eine positive Kraft zu verwandeln. Neid lässt sich auf die einfache Formel bringen: Das haben zu wollen, was andere bereits haben – das trifft nicht nur auf materielle Güter zu, sondern auch auf persönliche und berufliche Anerkennung und Erfolg. Sich mit anderen zu vergleichen und das anzustreben, was andere wollen, muss allerdings nicht immer etwas Schlechtes sein. Auch Vorbilder verkörpern etwas, das wir anstreben und ebenfalls haben wollen. Allerdings ist der Umgang, den wir mit Vorbildern haben, ein gänzlich anderer als der, den wir mit Personen pflegen, die wir beneiden. Ein Vorbild zu haben bedeutet für mich, dass ich meine Energie darauf verwende, um irgendwann meine Erfolge ebenfalls erreichen zu können.

 

Neid wirkt im Gegensatz dazu aber nicht produktiv, sondern destruktiv. Für mich war es beispielsweise immer schwierig, positives Feedback dort zu bekommen, wo dies ganz normal sein sollte: im Unterricht. Das führte dazu, dass ich viele Interessen außerhalb der Schule gesucht habe. Da ich von meinen Lehrern kaum unterstützt wurde, habe ich meine Motivation immer aus meinem persönlichen Umfeld gezogen. Wer extrem an mich geglaubt, mich inspiriert und motiviert hat, waren meine Eltern. Sie haben mir wiederholt versichert, dass ich meine Ziele erreichen werde, wenn ich an mich glaube und mir selbst vertraue. Genau das haben sie mir auch selbst vorgelebt und darum waren sie immer ein wichtiges Vorbild für mich. Das Mantra „Du schaffst das“ ist eine Grundvoraussetzung, die ich gerne anderen weitergeben möchte. Der Selbstglaube an sich, immer zu wissen, dass man alle Situationen meistert – mal mehr, mal weniger, aber es geht immer irgendwie weiter.

 

Probieren geht über studieren

Selbstvertrauen und das Mantra „Du schaffst das“ sind natürlich kein Garant dafür, dass immer alles klappt. Auch dafür liefert meine Biografie ein eindrucksvolles Zeugnis. Im Grunde war die Lektion meiner Eltern der Startschuss für viele Brüche in meinem Lebenslauf. Nach einer kurzen, aber verhängnisvollen Liaison mit VWL studierte ich das, wofür mein Herz eigentlich schlug: Politikwissenschaft. Und siehe da: Es klappte!

Das Studium finanzierte ich mir durch Nebenjobs. Und zwar durch einige; eher noch durch viele. Es gab eigentlich keinen Nebenjob, den ich nicht ausprobierte. Gastronomie, Verkauf, Spedition – auch den Part „als Mobiltelefon auf der Fußgängerzone Flyer verteilen“ habe ich durch. Tschakka! Du schaffst das! Auch nach meiner Studienzeit habe ich in unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet: Politik, Verband, Automobilbranche, Digitalbranche, Hochschule. Wenn es einen roten Faden in meinem Leben gibt, dann hatte er sich bei mir verlaufen! Oder er versuchte eine kunstvolle Figur zu formen. Was unterm Strich blieb war die Erkenntnis, dass ich von allem etwas konnte, aber keine Fachexpertin war und auch sein wollte. Wenn ich heute also meinem jüngeren Ich Tipps geben müsste, die es weiterbringen würde, ich würde immer sagen: ausprobieren, testen, hinfallen, aufstehen und wieder weitermachen!

Kaminkarrieren, also das geradlinige und stetige Aufsteigen in ein – und demselben Unternehmen, gehören ohnehin der Vergangenheit an. Die Halbwertszeit von Wissen ist heute in etwa so stabil wie ein Kartenhaus. Zwar ist ein durchgestylter Lebenslauf nach wie vor der Traum von vielen. Ich glaube aber, dass wir einfach bessere Storytelling-Skills brauchen, um die neuen Narrative, die die neuen Karriereverläufe in unserer Generation hervorbringen, spannend erzählbar zu machen.

 

Wer kann schon so eine Geschichte erzählen: „Meine erste berufliche Station prägte mein Leben über einen langen Zeitraum hinweg und dann bot sich mir eine interessante Entwicklungsperspektive nach oben, die ich schließlich nutzen konnte.“ Die klassische Kaminkarriere ist aber nun mal Seltenheit. Stattdessen sind heute Generalisten gefragt – diejenigen, die gestalten können, sich neuen Situationen und Herausforderungen stellen, und einfach machen. Schaue ich mir heute rückblickend mein Streben nach einer perfekten Jura- oder Medizinlaufbahn an, so weiß ich heute: Ich wäre nicht glücklich geworden. Denn als freiheitsliebender Mensch ist für mich eine feste, nicht veränderbare Struktur eher eine Bremse und Perfektion der „Show-Stopper“. In unserer heutigen neuen Arbeitswelt braucht es Vordenker, mutige Macher und aktive Mitgestalter.

 

Perfektion ist die Karrierebremse

Wer sich wie ich ab und zu den Spaß macht und in der Zeitung (ja, die gibt es immer noch!) die Stellenanzeigen (ja, auch die gibt es immer noch!) liest, bekommt schnell den Eindruck, dass es nach wie vor den Standardlebensverlauf gibt oder vielmehr: dass es ihn sogar mehrheitlich geben muss. Er wird nämlich überall gesucht. Kein Wunder also, dass es auch immer noch viele Menschen gibt, die all ihre Kräfte darauf verwenden, ihr Leben auf eben einen solchen perfekten Lebenslauf hin zu optimieren. Menschen, die diese Anstrengung auf die Spitze treiben, nenne ich die Perfektions-Junkies. Das sind diejenigen, die erst dann wirken und gestalten können, wenn alles seinen Platz hat. Jedes Wort wird gewägt, jede Tat dreimal durchdacht. Bloß kein Risiko eingehen.

 

Das Bild auch mal schief hängen lassen

Doch Karrieren leben nun mal von Auf und Abs. Vom Unvorhersehbaren, Zufälligen und von Spontaneitäten! Wer nicht in der Lage ist, das Bild auch einmal schief hängen zu lassen, wird auf Dauer nicht erfolgreich sein. Denn Karriere lebt von Engagement, Leidenschaft, Fleiß und einer großen Portion Glück. Das „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ kann aber nur entstehen, wenn nicht nach Schema F gehandelt wird, sondern Platz für Ungeplantes ist!

Es gibt aber eine Sache, die jeder tun kann, um die Wahrscheinlichkeit enorm zu steigern, zum richtigen Moment in seiner Karriere, die richtige Person zu treffen: Und das ist Netzwerken. Damit du es schaffst, diesen Moment dann auch in etwas umzusetzen, was dich deinem großen Ziel ein Stück weit näher bringt, brauchst du nicht Perfektion, sondern Vorbereitung.

 

Wie willst du anderen in Erinnerung bleiben?

Dazu musst du dir zunächst die Frage stellen, wie du anderen in Erinnerung bleiben willst. Der erste Teil der Antwort auf diese Frage bestimmt die Wahl des Kommunikationskanals. Denn: „The medium is the message!“ Der Kontext, in dem eine Botschaft wahrgenommen wird, prägt ebenso die Nachhaltigkeit, wie etwas erinnert wird, wie der Inhalt der Nachricht selbst.

Ganz allgemein gesagt gilt: Wenn du dich über soziale Netzwerke mit beruflichen Kontakten vernetzen möchtest, dann frage dich:

• Was erwartest du von dem jeweiligen digitalen Kanal?
• Willst du mit Themen spielen und Sichtbarkeit für dich generieren?
• Oder geht es dir vielmehr darum, dein Netzwerk auszubauen und Leute kennen zu lernen, die du analog nicht triffst?

 

Xing und LinkedIn

Xing und LinkedIn können dabei als digitale Adressbücher fungieren, die du dazu nutzen kannst, um Treffen anzubahnen. Dabei lohnt es sich, vorab zu schauen, ob du gemeinsame Kontakte mit diesem Kontakt hast. Wenn ja, kann dieser gemeinsame Kontakt dir ein Intro zu der neuen Person machen. Auch hier ist der Nachhaltigkeitsgedanke die Grundlage für den Erfolg. Klopfe nicht erst bei den Leuten an, wenn du ein dringendes Anliegen hast!

 

Viel wichtiger ist es, den Kontakt zu halten und bei den Leuten im Gedächtnis zu bleiben. Dazu solltest du die Social Networks auch als Content-Kanäle und nicht nur als digitale Adressbücher sehen. Frage dich dabei immer, wie du den anderen in Erinnerung bleiben willst. Mit diesem Leitmotiv erledigen sich viele Netiquetten, weil der kategorische Imperativ seine Wirkung entfaltet.

 

Analog und digital greifen ineinander

Wenn du die digitalen Kanäle wie Xing oder LinkedIn nutzt, um neue Kontakte zu generieren und mit bestehenden in Kontakt zu bleiben, solltest du immer daran denken, dass sich analoge und digitale Kanäle ergänzen sollten. In den seltensten Fällen genügt es, Networking ausschließlich digital zu betreiben. Ich nutze die sozialen Netzwerke oft, um Kontakte mit Menschen anzubahnen, mit denen ich mich dann aber beispielsweise zum Lunch treffe, um eine persönliche Verbindung herzustellen. Das gelingt umso einfacher, wenn sich diese Person zuvor mit ihren Themen präsentiert hat. Dann ist es umso leichter, ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Themen oder Anknüpfungspunkte für zukünftige Projekte zu finden.

 

Bei Xing und LinkedIn kannst du zum Beispiel selbst Artikel schreiben oder Artikel teilen, die du gut oder kontrovers findest. Auch hier gilt die Frage: Wie willst du anderen in Erinnerung bleiben? Wirfst du ihnen den Artikel, den du gut findest, einfach vor die Füße bzw. in die Timeline in der Hoffnung, dass sie nach der Lektüre schon wissen, warum du diesen Artikel geteilt hast und ob du ihn gut oder schlecht findest? Du hilfst deinen Kontakten, dich und deine Intentionen leichter einzuschätzen, wenn du Inhalte nicht nur teilst, sondern auch kurz kommentierst.

 

Mit Expertise positionieren

Mit der Zeit kannst du dich somit mit deiner Expertise auf den Kanälen positionieren. Je öfter und je echter du das machst, umso einfacher ist es für andere, Kontakt mit dir aufzunehmen oder auf lange Sicht Kontakt mit dir zu halten, weil sie so immer auf dem Laufenden sind. Denn indem du deine Kanäle mit Inhalten ausstattest, signalisierst du deinen Kontakten, mit welchen Themen du dich beschäftigst, wo du aktuell stehst und wo sie anknüpfen können. Verstehe all deine Anstrengungen aber nicht nur als Mittel zum Zweck – dein Ziel ist nicht, all deine Profile mit Content auszustatten.

Der Content ist das Tool, mit dem du Networking betreibst. Es geht darum, sich mit Menschen auszutauschen, sich zu treffen, sich zu vernetzen, sich zu helfen und in Kontakt zu bleiben, Allianzen zu schmieden oder darum, strategische Netzwerke aufzubauen. In den meisten digitalen Netzwerken kannst du deine Kontakte beispielsweise nach Städten filtern. Triff dich mit deinen Kontakten vor Ort, denn dadurch bleibst du up to date und pflegst dein Netzwerk auch analog.

 

Das analoge Networking funktioniert nach dem Motto „Never lunch alone!

Funktionen wie die Filterfunktion helfen auch dabei, deine wertvollen Netzwerkkontakte vor unnützen Informationen oder Spam zu bewahren. Nutze also diese Möglichkeit nicht nur, wenn du beruflich unterwegs bist und in einer bestimmten Stadt jemanden für dein Lunch-Date suchst, sondern auch dann, wenn es um die Organisation von Events geht. Kommuniziere dabei so gezielt wie möglich, denn genau das ermöglichen diese Tools. Schließlich willst du, dass relevante Informationen bei den Menschen ankommen und wahrgenommen werden, die sie angehen. Wenn du ein konkretes Anliegen hast, schreibe eine E-Mail und vernetze dich gleichzeitig bei Xing.

 

Auf diese Weise hast du einen Aufhänger und dein digitales Adressbuch mit einem relevanten Kontakt bestückt. Dieser Weg ist sehr effektiv, da du in der Ansprache Bezug zum persönlichen Treffen nimmst, wodurch dich dein Gegenüber einordnen kann. Eine kurze Aufhängernachricht zur Vernetzung zu schreiben, gehört zum Einmaleins beim guten Networking. Jedes Treffen in der echten Welt, jeder ehrliche Austausch über ein wichtiges Thema und jedes Vorbild in unserem Netzwerk bringen uns als Person und auch in der Karriere mehr voran als Neid, Perfektion oder die Angst, auch mal zu scheitern.

 

Challenge Nummer 2: Dabei sein ist alles

Für Anfänger: Bestimmte Netzwerke sind für berufliches Networking unerlässlich. Du hast noch kein LinkedIn-Profil, keinen Xing-Account und bist noch nicht bei Twitter? Na dann: Los geht’s! Die Basismitgliedschaften sind kostenlos und du wirst sehen, dass Networking sich langfristig auszahlt.

Für Fortgeschrittene: Du hast bereits überall einen Account? Dann schreib doch mal wieder den einen oder anderen Kontakt persönlich an, bei dem du dich schon lange mal wieder melden wolltest, aber nie dazu kommst. Denn Netzwerken heißt auch: in Kontakt bleiben. Alternativ kannst du auch den nächsten Artikel oder das nächste Buch, das du besonders gut findest, mit deinem Netzwerk teilen. Sag dabei auch, was deine Gedanken beim Lesen waren und biete Raum für eine Diskussion.

 

 

 

Der neue Blogger-Relevanz-Index 2018

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Alle Kommentare [1]

  1. Top, auf den Punkt! Insbesondere „Ich selbst habe relativ früh gemerkt, worin ich richtig schlecht und worin ich richtig gut bin. Für mich besteht die Kunst dieser Erkenntnis darin, sich mit Menschen zu umgeben, die Talente mitbringen, die man selbst nicht hat. Ich würde niemals diese Menschen um ihre Gaben, ihr Wissen oder ihre Fähigkeiten beneiden, weil ich genau weiß, dass sie für mich unerreichbar sind. Darum kann ich mich für ihre Erfolge freuen, oder Motivation für mein eigenes Tun daraus ziehen, ohne dass daraus Neid entsteht.“