PR: Wir veröffentlichen eine Studie – aber Details gibt’s nicht, ätsch

„Glauben Sie uns einfach.“ Das könnte die Großkanzlei auch gleich wortwörtlich in ihre Pressemitteilung über eine eigene Studie hineinschreiben, wenn sie ein Gesamtergebnis berichtet – aber die Einzelposten unter Verschluss hält.

So, als bringe der Kellner nach einem Essen mit zehn Leuten und vier Gängen die Rechnung mit einer Gesamtsumme und dem fröhlichen Hinweis: Wenn man unbedingt wissen wolle, was wie viel ausmache, könne man ja selbst in die Menükarte schauen und neu rechnen.

Worum es geht? Ein Unternehmensvergleich mit Zahlen am Ende – und deren Addition ergibt die Nachricht. Soundsoviel Prozent der Unternehmen machen dies oder das Interessante.

Meine dreimaligen Nachfragen und die Bitte um die Liste mit der Gesamtübersicht, ging dann aus wie´s Hornberger Schießen. Obwohl es sogar um veröffentlichungspfichtige Unternehmensdaten ging, und keineswegs Betriebsgeheimnisse der Kanzlei. Es kam nämlich eine Namensliste von DAX-Unternehmen – aber ohne Zahlen.

Meine Frage, ob´s ein Irrtum sei, ergab: Die könne ich mir ja selbst raussuchen. Dabei hatte ich jetzt glatt angenommen, die Kanzlei wolle sich mit einer Studie gegenüber der Wirtschaftsöffentlichkeit mit harten Fakten und schlauer Analyse in die Presse bringen. Authentisch, nachvollziehbar, ehrlich – kurz transparent. Pustekuchen.

Ob die Anwälte damit vor Gericht Erfolg hätten? Nach dem Motto „Wir plädieren, aber die Begründung suchen sie sich bitte selbst aus, Eurer Ehren.“

 

 

 

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