„Europe 2020“ (Gast-Serie) – CNN-Korrespondentin Melissa Bell: Solar-Straßen für Frankreich (Folge 5)

„Europe 2020“ – Frankreich (Gastserie, Teil 5)

In den nächsten Wochen gibt es einmal pro Woche einen Beitrag in „CNN Money with Nina dos Santos“ unter dem Namen „Europe 2020“. Den ersten Teil hat Richard Quest, CNN-Kultmoderator der TV-Serie „Business Traveller“, bestritten. Jetzt folgt Teil 5 mit CNN-Korrespondentin Melissa Bell über Solar-Straßen, die die Franzosen verlegen wollen.

 

CNN-Korrespondentin Melissa Bell (Foto: CNN International)

CNN-Korrespondentin Melissa Bell (Foto: CNN International)

 

Mit einer Länge von rund einer Million Kilometern hat Frankreich das längste Straßennetz Europas. Die französische Energieministerin Ségolène Royal plant nun, diese Fläche in Zukunft als Energiequelle zusätzlich nutzbar zu machen, indem in den nächsten fünf Jahren ungefähr tausend Kilometer Solar-Straßen verlegt werden sollen. Als Vorbild dienen dabei niederländische Fahrradwege, die aus kleinen Solarpanels zusammengesetzt sind und bis zu 90 Prozent des Tageslichts aufnehmen können. Die daraus gewonnene Energie wird dann ins Stromnetz eingeleitet.

 

Solarradweg in den Niederlanden (Foto: CNN International)

Solarradweg in den Niederlanden (Foto: CNN International)

 

Dieses Konzept will Ministerin Ségolène Royal nun im großen Rahmen in Frankreich umsetzen. „Dies ist ein sehr innovatives Vorhaben, die Zukunft des Verkehrs und der Energiegewinnung. Ein Kilometer Straße erzeugt genügend Strom, um 5.000 Häuser zu versorgen“, sagt die Minsiterin im Gespräch mit CNN-Korrespondentin Melissa Bell.

 

Royal und CNN-Moderatorin Bell

Französische Energieministerin Ségolène Royal (l.) und CNN-Moderatorin Melissa Bell (r.)

 

Die Panels können direkt auf bereits bestehende Starßen verlegt werden, was deren Einsatz vergleichsweise günstig machen soll. Dennoch bleibt der Strom, den sie erzeugen, teuer. Mit sechs Euro pro Watt ist er sechsmal so teuer wie der aus regulären Solarpanels. Dennoch glaubt Ministerin Royal, dass sich die Straßen wegen des produzierten Stroms rechnen werden und Investoren anlocken.

 

„Frankreich will eine grüne Revolution vollziehen und unterstützt alle Bürger und Unternehmen dabei“, so Royal. Die Energieministerin war federführend an der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens beteiligt und will schon allein wegen der symbolsichen Wirkung einen Wandel vollziehen. „Wir wurden gerade von den Terroranschlägen getroffen und trotzdem schafften wir es, die UN-Klimakonferenz in Paris zu einem Erfolg zu machen. Wir waren das erste Land, das dieses Abkommen auch umgesetzt hat.“ Die Solarstraßen sollen nun ein weiteres Symbol für Frankreichs erfolgreiche grüne Revolution werden.

 

Video: http://cnnmon.ie/2g5sFV9

 

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