Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Glassdoor-Chef Russell, der seinen Mops-Mischling Vinny gerne auch in Europa mit ins Büro nähme

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ hat Diarmuid Russell, weltweiter Chefstratege des Karriereportals Glassdoor International – außerhalb der USA -, beantwortet:

Diarmuid Russel, Glassdoor

Diarmuid Russel, Glassdoor

 

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut?

Glassdoor gibt Einblicke in die Arbeitsbedingungen von mehr als 500.000 Unternehmen auf der ganzen Welt und hilft Menschen damit dabei, bessere Karriereentscheidungen zu treffen und einen Job zu finden, den sie lieben.

 

Womit beginnt Ihr Arbeitstag und wann?

Das hängt davon ab, wo ich gerade bin: Ein normaler Arbeitstag beginnt bei mir damit, dass ich die E-Mails checke, die über Nacht hereingekommen sind und auf wichtige Nachrichten direkt antworte. Wenn ich in San Francisco bin, starte ich in der Regel direkt mit Telefonkonferenzen mit dem Team in Europa – meist noch am Frühstückstisch. Wenn ich in Europa bin, ist mein Start in den Tag entspannter, da es bei dem US-Team noch Nacht ist. Dann versuche ich, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen, bevor ich ins Büro gehe.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben? 

Unser Team in Europa wird immer größer, dadurch ist es schwer, immer alles mitzubekommen und alle Details zu kennen. Deshalb versuche ich als Veteran bei Glassdoor, den neuen Mitarbeitern Kontinuität, eine klare Vision und unsere Kultur näher zu bringen. Das schafft einen guten Rahmen für die Zusammenarbeit und hilft ihnen dabei, ihr Bestes zu geben.

 

…und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Ich denke, sie würden sagen, dass ich lustig bin und offen für alle Fragen; aber auch einen gewissen intellektuellen Anspruch habe. Ich finde großen Gefallen an interessanten Debatten, die mit Daten – und davon haben wir eine Menge – unterfüttert sind. Dabei kann es schon einmal zu herausfordernden Diskussionen über strategische Fragen kommen. Die Intention dahinter ist, Mitarbeiter dahin zu bringen, bessere Entscheidungen zu treffen und ich hoffe, dass sie dies wertschätzen.

 

Tee oder Kaffee?

Kaffee.

 

Ihr Spitzname ist…?

Früher wurde ich häufig Kermit genannt, weil es sich auf meinen Vornamen reimt. Eigentlich hat es mich nie interessiert, mittlerweile passt der Name aber ganz gut, schließlich ist Kermit grün, genauso wie unsere Unternehmensfarbe bei Glassdoor.

 

Verraten Sie eine Marotte?

Ich liebe meinen Hund Vinny. Er ist zur Hälfte Mops und Französische Bulldogge und begleitet mich, wohin ich auch gehe. Als ich in San Francisco gelebt habe, kam er jeden Tag mit ins Büro – und das über drei Jahre. Er ist also ein richtiger Teil des Teams geworden. In Europa kann er leider nicht mit ins Büro kommen, dafür genießt er es, mit mir Mittagessen zu gehen. In London hat er sogar mit dem Team und mir den St. Patrick’s Day gefeiert.

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Was kann Sie in Harnisch bringen?

Tatsächlich sehr wenig. Wut ist einfach nicht produktiv. Allerdings frustriert es mich, wenn Menschen mit Ideen und Vorschlägen zu mir kommen, die sich nicht auf Logik oder Daten stützen.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich schätze mal, dass es mein Zögern bei der Suche nach der richtigen Antwort ist. Ich mag es einfach, Sachen über- zu analysieren.

 

Was möchten Sie gerne im Ruhestand machen?

Ich habe das Glück, bereits in tollen Städten gewohnt zu haben (San Francisco, London, Brüssel, um nur ein paar zu nennen). Meine absolute Lieblingsstadt war allerdings Melbourne. Als wir dort weggezogen sind, hat mir meine Frau versprochen, dass wir eines Tages zurückkehren werden – auf unser eigenes Weingut. Also wird die Suche nach einem Weingut, das hoch in den Bergen von Mornington Peninsula liegt, zumindest schon einmal einen Teil meines Ruhestandes ausmachen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Ich liebe das Team, das wir gerade aufbauen. Denn wir sind alle zusammengekommen, weil wir für eine Idee brennen: Die Art und Weise, wie Menschen ihren Beruf finden, so zu verändern, dass sie mit ihrer Karriere glücklicher sind. Dabei entsteht eine Energie, die ansteckend ist.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Der Job des Britischen America’s Cup Seglers Ben Ainslie. Die Komplexität dieser Sportart ist einfach faszinierend – und ich dürfte eines der mächtigsten Segelboote der Welt fahren! Das sind einfach Meisterwerke der Technik.

 

 

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