Studie: Finanzvorstände haben keine Zeit für strategische Aufgaben

Eine Weile hieß es, Controller seien wie geschaffen für die Rolle der Entscheider in der Unternehmen. Ob man das je geglaubt hat oder nicht: Die Personalberatung Robert Half hat eine Studie – befragt wurden hierfür 200 Finanzvorstände – herausgebracht, die belegt, dass deutsche Finanzvorstände keine Zeit bleibt für strategische Aufgaben. Ganze fünf Stunden bleiben ihnen pro Woche für unternehmensstrategische Aufgaben.

 

Die meiste CFO-Zeit geht fürs Reporting drauf

Die Studie im Detail: 23 Prozent ihrer Wochenarbeitszeit (gut neun Stunden) gelten der Teamführung, 15 Prozent der Einführung und Umsetzung ihrer Finanzstrategie, 14 Prozent der Zusammenarbeit mit dem Management und anderen Aufgaben und nur 13 Prozent (also gut fünf Stunden) der Unternehmensstrategie.

19 Prozent (knapp neun Stunden) verwenden sie fürs Finanzreporting, Audits und operative Aufgaben. Für Ad-hoc-Anfragen gehen elf Prozent der Finanzvorstands-Arbeitszeit drauf (4,4 Stunden). Das Fazit: Mehr als 21 Stunden – also über die Hälfte der regulären Wochenarbeitszeit – verbringen CFO´s mit Mitarbeiterführung und operativen Aufgaben.

 

Womit CFO´s ihre Arbeitszeit verbringen 

Gesamt
Teamführung 23 %
Operative Aufgaben – Finanzreporting, Buchhaltung, Audits etc. 19 %
Einführung/ Umsetzung der Finanzstrategie 15 %
Zusammenarbeit mit Interessensvertretern / Management / anderen Abteilungen 14 %
Unterstützen der Organisationsstrategie 13 %
Ad-hoc-Anfragen 11 %
Sonstiges 5 %

Quelle: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2015, Befragte: 200 CFOs in Deutschland

 

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Alle Kommentare [1]

  1. Dass Finanzvorstände keine Zeit für strategische Aufgaben haben sieht man auch immer mehr bei den Suchanzeigen von Executive Search Unternehmen. Die Headhunter dort suchen immer stressresistente und reisefreudige Personen. Ein Headhunter aus Bern hat kürzlich mit dem Recruitment für ein grosses Unternehmen begonnen und musste nach dem ersten Gespräch bereits zahlreiche Interessenten wegschicken.