Nicht die Chefs dopen, sondern deren Mitarbeiter

Chefs dopen kaum. Wer aber dopt – und sich mit Stimmungsaufhellern oder leistungsstärkende Medikamente über den Arbeits-Tag bringt – sind Menschen, die viele Kontakte mit anderen Menschen haben, besagt der DAK-Gesundheitsreport 2015. http://www.dak.de/dak/bundesweite_themen/Gesundheitsreport_2015-1585966.html

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Je mehr Kontakte, umso mehr Doping

Da stellt sich doch die Frage, ob die zunehmende Zahl der Großraumbüros damit zu tun hat. Denn dort haben die Menschen ja unablässig viele Kontakte, sind nie unbeobachtet, nie allein, wie auf dem Präsentierteller, von morgens bis abends.

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Und was dazu passt: dass Führungskräfte weniger Aufputschmittel nehmen. Die haben ja stets ihre Einzelbüros behalten.

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Frauen dopen fürs Durchhalten…

Die Motive fürs Dopen sind unterschiedlich – je nach Geschlecht: Frauen wollen mit den Tabletten Ängste und Nervosität abbauen. Frauen nehmen Tabletten, damit sie die Arbeit leichter schaffen und sie emotional stabil genug sind.

…Männer vor besonderen Herausforderungen

Männer möchten dagegen mit den Tabletten eher wach bleiben, leistungsfähig und stark. Deren Motiv: Berufliche Ziele noch besser zu erreichen und auch nach der Arbeit noch Energie für Freizeit und Privates zu haben.

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Drei Millionen Beschäftigte dopen

Insgesamt kommt die DAK auf eine Summe von drei Millionen Beschäftigten, die dopen. Aber zu denen gehören nicht die Führungskräfte, sondern ehe rumgekehrt: Je unsicherer der Arbeitsplatz eines Arbeitnehmers und je einfacher die Arbeit selbst, desto höher ist das Doping-Risiko laut DAK (8,5 Prozent). Unter den Gelernten oder Qualifizierten sind es nur 6,7 Prozent, bei hochqualifizierten Mitarbeitern waren es 5,1 Prozent. Dopende Manager seien hingegen nur ein Klischee.

Die Untersuchung ist repräsentativ. Die DAK-Gesundheit hat dafür Arzneimitteldaten von 2,6 Millionen berufstätigen Kassenpatienten analysiert und obendrein über 5 000 Berufstätige von 20 bis 50 Jahren befragt.

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Hoher Leistungsdruck und Stress als Auslöser

Hoher Leistungsdruck sowie Stress und Überlastung sind die Auslöser für das Doping. Vier von zehn dopenden Beschäftigten sagen, vor allem bei bevorstehenden Präsentationen oder wichtigen Verhandlungen Medikamente einzunehmen.

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