Wie frustriert man Mitarbeiter am besten? Und nachhaltig? Man lässt sie dumm dastehen und behandelt sie wie Trottel

Dumm dazustehen, ärgert Mitarbeiter am meisten. Oder so ausgedrückt, wie es die Studienverantwortlichen der Umfrage von Haufe bevorzugen: „Fehlendes Wissen demotiviert Mitarbeiter.“

Denn das glauben 81 Prozent der deutschen Personaler. Insgesamt befragten Haufe und das Marktforschungsinstitut mifm München 400 Personalexperten aus allen Branchen.

 

Bedeutendste Motivationskiller: Wissen wird zurückgehalten…

Das Ergebnis: 28 Prozent der Befragten „bemängeln Informationsfluss und Kommunikation in ihrer Firma“. Aus diversen Gründen: 46 Prozent sagen, dass die Kollegen ihr Wissen nicht weitergeben. 32 Prozent meinen, es gebe keine Tools für den internen Austausch. 31 Prozent denken, dass „Wissenstransfer kein Bestandteil der Unternehmenskultur“ ist.

 

… und Mitarbeiter nicht wertgeschätzt

 

Und weiter: Rund 80 Prozent der Befragten beklagen „mangelnde Wertschätzung für die eigene Arbeit und fehlendes Wissen“ als bedeutendsten Motivationskiller. Diese Kombination ist fatal. Damit vernachlässigen Firmen die beiden größten Stellschrauben, mit denen sich eine engagierte Belegschaft erreichen lässt:

 

Das Ende vom Lied: Die Arbeitsqualität leidet

Rund 60 Prozent der befragten Personaler meinen, dass die Arbeitsleistung der Mitarbeiter sinkt, „wenn notwendiges Wissen nicht vorhanden, nicht einfach zugänglich ist oder nicht alle Beteiligten auf dem gleichen Wissensstand sind“.

Außer der Motivation der Mitarbeiter, leidet auch die Qualität der Arbeit unter mangelhafter Informationsweitergabe und schlechter Kommunikation.

 

Zumal „motivierte Mitarbeiter nicht nur leistungsfähiger sind, sondern auch länger im Unternehmen bleiben“, so Barbara Pöggeler, Product Manager bei der Haufe Gruppe. Insbesondere sehr gesuchte Spezialisten. Auf lange Sicht riskieren die Verantwortlichen den Verlust von Leistungsträgern und setzen den Unternehmenserfolg aufs Spiel.

Barbara Pöggeler, Haufe
Barbara Pöggeler, Product Managerin der Haufe Gruppe
Deshalb sollte es im Interesse von HR sein, alle Ursachen für Demotivation zu beheben“, betont Barbara Pöggeler, Product Managerin bei der Haufe Gruppe . „Dazu gehört auch, dass Personaler alle Möglichkeiten des Wissensmanagements konsequent ausschöpfen. Gemeinsam mit den Führungskräften aus der Linie sollten sie ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeiter bei der täglichen Wissensarbeit bestmöglich unterstützt werden. Ansonsten laufen sie nicht nur Gefahr, Leistungsträger wegen beruflichem Frust zu verlieren, sondern setzen auch den Unternehmenserfolg aufs Spiel.“
 

Der Ausweg: Personalchefs können Motivation und Produktivität der Mitarbeiter verbessern, indem sie den Mitarbeitern optimalen Zugang zum Wissen besorgen und für gute interne Kommunikation sorgen.

 

Weniger Fehler, keine Mehrarbeit, keine falschen Entschiedungen

Das Ziel: Mehrarbeit, Fehler und falsche Entscheidungen sollen so stark reduziert werden. Rund 60 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Arbeitsleistung der Belegschaft sinkt, wenn notwendiges Wissen nicht vorhanden, nicht einfach zugänglich ist oder nicht alle Beteiligten auf dem gleichen Wissensstand sind.

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