Und in was müssen Sie sich so weiterbilden?

Der Branchenverband Bitkom verkündet es als frohe Botschaft, dabei ist die Botschaft gar nicht so froh. 57 Prozent der Mitarbeiter ohen Fach- und Führungskompetenz werden regelmässig zu Weiterbildungsmassnahmen geschickt, hat Forsa die Personalverantwortlichen gefragt. Weiterbildungsen sollen ja ein Asset sein, wenn es um das Aufhübschen der Firma für neue Bewerber von aussen geht. Tatsächlich ist es ja auch eins der Auswahlkriterien, ob eine Company etwas für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter springen lässt oder nicht. Grundsätzlich.

 

Weiterbildungsmaßnahmen als Benefit

Doch wer vorsichtig ist, nimmt schon im Arbeitsvertrag auf, wieviele und vor allem was für Weiterbildungen so im Jahr stattfinden sollen. Sonst ergeht es einem wie der jungen Absolventin, der Weiterbildungsmassnahmen zwar in schönsten Tönen versprochen wurden – dann aber entweder ausblieben, oder gar nicht ernsthaft ihren Marktwert steigern konnten. Weil es Fortbildungen waren, die ihrer persönlichen Vita nicht zugute kamen.

Zum Beispiel: Was interessiert es das Unternehmen, wenn ein Bewerber mehrmals geschult wurde in irgendeinem spezifischen Softwareprogramm  bei seinem früheren Arbeitgeber, das diese firma aber gar nicht hat. Wenn, konkret, die Frau viermal in drei Jahren geschult wurde, weil jedesmal Änderungen, Anpassungen, Updates der IT gegeben hatte – die nun auch die Mitarbeiter erlernen mussten. Nittigritti. Meist sollen an einer Stelle der Unternehmen mit Hilfe der IT Leute überflüssig gemacht werden, die dann der Coomputer übernimmt – den aber die anderen daraufhin bedienen können – lernen – müssen. Das als Fortbildung zu bezeichnen ist verwegen.

 

Weiterbildung in Sekretariatstechniken

Oder: Die Sekretariate wurden in vielen Unternehmen aufgelöst – was früher die Assistentin machte, darf der Akademiker heute selbst mitübernehmen: hier mal schnell eine Excel-Tabelle mit mehr als 50 Positionen in fünf Spalten, da mal rasch ein Rundschreiben an einen größeren Verteiler undsoweiter.

Da muss der Akademiker dann die Sekretatriatsaufgaben erlernen und bitteschön selbst ausführen. Der Betriebsrat schlägt vorher höchstens noch heraus, dass zuvor eine Schulung stattgefunden haben muss, bevor man ihm oder ihr solche Aufgaben überbürdet. Solche die ordentlich Zeit rauben und bei denen er den Zeitverlust selbst wieder hereinarbeiten muss, sprich abends. Ohne Überstunden aufschreiben zu können oder jedenfalls nicht zu sollen.

Um nicht missverstanden zu werden: Von mir aus kann jeder Akademiker diese Fertigkeiten erlernen. Jedenfalls wenn er mag. Aber sie ihm als seine eigene Weiterbildung zu verkaufen und in Wirklichkeit af seine Kosten Personal zu sparen, ist unverfroren. Und kein gutes Beispiel für transparente Unternehmensführung.

http://www.ils.de/presse.php

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Alle Kommentare [1]

  1. Interessanter Beitrag! Eine Weiterbildung sollte für den Arbeitnehmer sowie auch für den Arbeitgeber nützlich und von Vorteil sein. Es ist nicht gerade förderlich, wenn es nur einem von beiden etwas bringt.