Ungerechter Lohn macht krank:Herzinfarkt und Depressionen

Unternehmen, denen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter wichtig ist – vielleicht weil sie einem Personal-Engpass wegen der Demographie entgegen sehen oder weil es ihnen am Ende mit dem Thema Fairness ernst ist – sollten sich um die Lohngerechtigkeit in ihrer Firma kümmern. Und dafür sorgen, dass Ungerechtigkeiten abgeschafft werden. Denn Lohngerechtigkeit wirkt sich positiv auf die Mitarbeitergesundheit aus, so das „Deutsche Ärzteblatt“  http://aerzteblatt.de/news/46171.htm

„Menschen, die ihre Bezahlung als unfair empfinden, bekommen eher Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Deperessionen“, sagt Wissenschafter Armin Falk, Ökonomieprofessor in Bonn, der dies zusammen mit dem Düsseldorfer Soziologen Johannes Siegrist erforscht hat. Zugrunde lag zum einen eine Langzeitstudie, bei der über 20 000 Arbeitnehmer in 11 000 Haushalten jährlich von TNS Infratest für das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seit 1984 befragt wurden – es sind immer dieselben Personen – über Verdienst, Bildung, Beruf und Gesundheit. Andererseits führten die Wissenschaftler Versuche mit je 80 Probanden durch. Das Resultat: Kamen sich die Leute ungerecht bezahlt vor, gerieten sie in Stress – und der war wegen der Herzfrequenz auch messbar. Je höher die verspürte Ungerechtigkeit war, umso mehr variierte die Herzfrequenz.

Laut Falk ist eine verringerte Herzfrequenz ein Frühindikator für Herzerkrankungen. Seine Resultate: Befragte, die ihr Gehalt als unfair und zu niedrig ansahen, bewerteten auch ihren Gesundheitszustand schlechter als die anderen. Sie hatten öfter Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Depressionen.

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Alle Kommentare [3]

  1. Es wird jährlich schlimmer, was die Entlohnung in Verbindung mit der Arbeitszeit angeht. Auch sind Mitarbeiter so stark in der Arbeit eingebunden, dass sie Überstunden lieber abbezahlt bekommen möchten, statt ihre freie LEBENSzeit zu genießen. Ich hoffe, dass sich dieser Wandel so früh wie möglich ändert.
    Danke für den interessanten Artikel!

  2. Ein interessanter Zusammenhang. Daran hätte ich nicht gedacht. Dass aber die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz oft etwas mit der Depression zu tun hat, das war mir schon klar.