Wenn die Unternehmenskultur bald den Erfolg der Company bestimmt

Was ist, wenn die Demografie und der Facharbeitermangel in den Unternehmen richtig ankommen? Dann müssen sie umso besser auf die vorhandenen Mitarbeiter achten, sie pflegen und deren Arbeitsfähigkeit erhalten. Nur wie ist die große Frage. 77 Prozent der führenden deutschen Personal- und Gesundheitsmanager sehen die Unternehmenskultur als wichtigsten Schlüssel. Das ist ein Ergebnis des Corporate Health Award 2010 von Handelsblatt, TÜV SÜD Life Service und dem Marktforscher EuPD Research aus Bonn – unterstützt von der Techniker Krankenkasse und der Commerzbank – der am 24. November in Berlin verliehen wird an diejenigen Unternehmen, die besonders vorbildliche betriebliche Gesundheitskonzepte haben. In Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung gibt es einen Sonderpreis für Unternehmen mit einer besonders guten Unternehmens- und Gesundheitskultur.

Im Detail: Auch in den richtigen Strategien im Umgang mit Stress und Präsentismus (dem Zwang, trotz Krankheit am Arbeitsplatz zu sein) sieht jeweils ein Drittel hohe wirtschaftliche Potenziale. Zum Vergleich: Nur 18 Prozent bewerten die Krankheitszeiten als sehr wichtig für die Steigerung der Unternehmensgewinne.

Was gute Unternehmenskultur ausmacht? Die befragten Personal- und Gesundheitsmanager machen dafür vor allem gute Führung und Wertschätzung der geleisteten Arbeit verantwortlich. Im Klartext: Der Umgang von Vorgesetzten mit ihren Mitarbeitern ist verbesserungsbedürftig.  68,1 Prozent der befragten Unternehmen warten deshalb mit Führungskräfteschulungen auf.

Die hohe Bedeutung der Unternehmenskultur betont der Sonderpreis „Kultur & Gesundheit“, der in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung vergeben wird. Nach Erhebungen der Bertelsmann Stiftung meinen viele Beschäftigte, dass sie vor einem Burnout stehen. Insofern stehen Führungskräfte besonders in der Pflicht: Mit ihrem Führungsstil verantworten sie die Motivation und Kreativität ihrer Leute – und damit auch den Unternehmenserfolg im globalen Wettbewerb.

Hinweis zur Organisation:

Die Konferenz und Preisverleihung zu Corporate Health Award findet am 24. November 2010 im Umweltforum Berlin statt. Die Moderation übernimmt Professor Bernhard Badura aus Münster. Am Vormittag gibt es von 9.15 Uhr bis 12.30 Uhr kostenlose Intensivworkshops. Das vollständige Konferenzprogramm und eine Möglichkeit zur Akkreditierung steht auf www.corporate-health-award.com/Pressebereich

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Alle Kommentare [3]

  1. Wieso bald? Die Unternehmenskultur bestimmt längst einen großen Teil des Erfolgs. In der Wissenschaft geht man von 30 Prozent Varianzerklärung des wirtschaftlichen Erfolgs durch Unternehmenskultur aus. Aber wie bewerte ich das Unsichtbare? Mit dem neuen VPX Werte-Erfolgs-Index wird ein Gradmesser für den Beitrag der Unternehmenskultur am betriebswirschaftlichen Erfolg und für die Attraktivität als (potenzieller) Arbeitgeber angeboten. Im Befragungsportal auf der Deep White Website http://www.deep-white.com können Sie kostenlos eine Test-Analyse der Werte-Erfolgsindikatoren Ihres Unternehmens durchführen. Das Ergebnis dieser Kulturanalyse wird als VPX-Grafik zusammengefasst und Ihnen als PDF zur Verfügung gestellt.

    Was der Index zeigt
    Die abgefragten Meinungen sind auf 12 Zielgrößen und fünf Verhaltensbereiche einer werteorientierten Führung verdichtet. Grüne Felder zeigen als Benchmark den Index ‚erfolgreicher Unternehmen’ und graue Felder zeigen den Index ‚nicht erfolgreicher Unternehmen’. Einzelunternehmen werden in den Profil-Vergleich zur Benchmark gestellt. Die Grafik zeigt das Profil der Unternehmenskultur im Einzelunternehmen und den Zusammenhang zum Unternehmenserfolg.

    Was den Unterschied zwischen Erfolg und Nicht-Erfolg ausmacht:
    Der VPX Werte-Erfolgs-Index zeigt erfolgsdifferenzierende Werte und Werthaltungen auf. Corporate Citizenship macht dabei den größten Unterschied zwischen Erfolg oder Nicht-Erfolg aus. Ausgeprägte Corporate Citizenship gehört zu einer ‚Erfolgs-Kultur’. Aktives Gesundheitsmanagement gehört ebenfalls zu den Erfolgstreibern. Macht und Formalisierung wirken gegensätzlich zu Erfolg, machen dagegen nur einen geringen Unterschied im Erfolgsvergleich aus.

  2. Dieser Artikel ist nun über 2 Jahre alt und inhaltlich gut, aber geändert hat sich leider nichts. Vor allem in profitorientierten Unternehmen werden die Zustände noch schlimmer, mit zunehmender Geschwindigkeit.
    Die Herrschaften der „Höheren Klassen“ haben noch nicht verstanden, dass sie nur durch die Produktivität ihrer niedrigsten Klassen bezahlt werden. Hier wäre endlich mehr Wertschätzung angebracht.
    Als Berater von einigen wenigen Unternehmern (ja, ich suche mir diese mittlerweile aus 😉 kann ich beobachten, dass es einen „leisen“ Wandel gibt, aber leider lehren die ganzen Management-Gurus nach wie vor nur theoretischen Blödsinn, der nicht mehr zeitgemäß ist.
    Mal sehen, was die nächsten 2 Jahre bringen 😉