Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Rightmart-CEO Marco Klock, den die Angst vor Unpünktlichkeit zur Weißglut treibt

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Marco Klock, der CEO der die Legal-Tech-Kanzlei Rightmart Group 

 

Marco Klock (Foto: Rightmart/PR)

 

Erklären Sie in einem  Satz, was Ihr Unternehmen tut. 

Die Marke Rightmart hilft Verbrauchern, ihre Rechtsprobleme zu lösen, egal ob plötzliche Kündigung des Jobs, Knöllchen oder Verkehrsunfall.

 

Womit beginnt Ihr Tag?  

Der Wecker klingelt um 6.40 Uhr. Dann hole mir einen Kaffee ins Bett, schau auf die Webseite Reddit, die Tagesthemen und meine E-Mails. Um 7.20 Uhr stehe ich dann in der Dusche – kein Eisbaden.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Ich habe eine sehr schnelle Auffassungsgabe und in vielen Meetings versuche ich, die Geschwindigkeit hochzuhalten, obwohl ich weiß, dass Zuhören wichtig ist. Manchmal wird es absurd, weil ich die Themen unvermindert switche und mein Gegenüber Fragezeichen auf der Stirn hat. Ich habe keine Geduld für Dinge, die ich schon weiß. Ich kann auch keine Filme zweimal anschauen oder zweimal ein Gespräch über das gleiche führen.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Mehr Geduld in den Gesprächen bitte.

 

Tee oder Kaffee?

Kaffee, obwohl ich als Ostfriese mit Tee aufgewachsen bin.

 

Ihr Spitzname ist…?

Von meiner Frau werde ich häufig Achim genannt, weil ich anscheinend so typisch deutsch bin. Ich glaube, sie meint sowas wie Ordnung, Pünktlichkeit und meinen Hang zur Struktur, aber so richtig verstehe ich das nicht.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich mag keine Sonn- oder Feiertage, ohne eine Struktur. Mein Tag muss immer grob in Blöcke aufgeteilt sein. Einfach in den Tag hineinleben, funktioniert bei mir nicht. Dabei darf nie etwas Produktives oder Informatives fehlen, wie Lesen, Arbeiten oder Sport. Mittlerweile kann ich Treffen mit Freunden sehr gut priorisieren, aber das war ein langer Weg für mich. Es ist immer noch anstrengend für mich, nicht einfach chillen zu können.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn ich das Gefühl habe, zu spät zu sein. Ich bin oft irrational gestresst und dann auch sehr leicht reizbar, selbst wenn die Zeit nicht in Gefahr ist. Dann warte ich lieber und plane mit viel Puffer.

 

und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Meine Frau ist das komplette Gegenteil: Spontan, entspannt und sie lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. So treiben wir uns an Reisetagen gegenseitig regelmäßig zur Weißglut. Ich erinnere mich an den Anfang unserer Beziehung, länger als zehn Jahre her: Wir mussten in Miami vor dem Check-in die Koffer umpacken und mehr Klamotten anziehen, weil die Koffer zu schwer waren – da ist es eskaliert. Sie war total entspannt und ich war entsetzt, ob der Planung, die scheinbar fehlte.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Ich würde gerne nachhaltigen Content wie illustrierte Bücher kreieren, kleine, schön aufbereitete Videos produzieren wie von „Kurzgesagt“ bei Youtube, die Menschen helfen, die Angst vor der Komplexität des Lebens zu verlieren. Damit sie glücklicher  sind und sich nicht so viele Gedanken machen. Das ärgert mich ja auch an mir.  Ich glaube daran, dass komplexes Wissen einfacher vermittelt werden kann und bin überzeugt davon, dass die meisten Situationen gar nicht so komplex sind, wie sie wirken, wenn man das richtige Verständnis hat.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Wenn sie sich einfach mal darauf einlassen, ohne Plan und ohne, dass etwas entstehen oder herauskommen muss, oder ich etwas lernen muss. Einfach mal in den Tag hineinleben. Von meiner Frau habe ich zum Beispiel gelernt, auch mal den Urlaub oder einfach auch nur einen Sonntag zu genießen und nicht daran zu denken, noch ein bis zwei Kapitel im Buch lesen zu müssen. Mir fällt das aber immer noch schwer.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten? 

Lesen/Bücher, Stift und Notizblock. Das habe ich immer dabei.

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

Ein Foto meiner Konfirmation: Der Anzug saß überhaupt nicht, es fühlte sich an wie eine Presswurst.

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Alle richtigen Tiefpunkte im Leben haben mir sehr viel beigebracht – dieses liegt bald vor mir: Weisheitszähne entfernen lassen.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Olaf Scholz. Ich würde mit allen Ministern sprechen und mit ein paar relevanten Regierungschefs, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie schwer das Regieren wirklich ist. Ich würde gerne mal erfahren, was aus deren Sicht die wirklich wichtigen Themen sind.

 

(Foto: Privat)

 

„Ich liebe Lego. Mich beruhigt das Aufbauen ich habe immer ein Set zum Aufbauen am Arbeitsplatz,“ erzählt Marco Klock.

 

 

 

 

 

 

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