Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Nobilis-Chef Udo Heuser, der Fan vom akademischen Viertel ist

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Udo Heuser, Inhaber und CEO des Beauty-Unternehmens Nobilis Group, dem Distributeur für Luxus-, Prestige- und Lifestyle-Düfte und Parfum in Deutschland und Österreich.

 

Udo Heuser (Foto: C.Tödtmann)

 

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Die Nobilis Group vertreibt rund 60 international bekannte Duft- und Beautymarken wie Versace, Lagerfeld oder Creed in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Der Tag startet lebhaft gegen sieben Uhr und einem Tischgebet beim Frühstück mit unseren drei – noch jungen – Kindern, die pünktlich zur Schule müssen. 

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Ich räume oft selbst die Spülmaschine in der Teeküche aus. Manchmal muss ich das Team mit Handyfotos an Ordnung erinnern. Was auf dem Boden liegt, hebe ich auf – und wenn´s ein Papierschnipsel ist. 

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Dass auch jeder Neuankömmling weiß, dass hier Ordnung und Sauberkeit vorgelebt wird.

 

Tee oder Kaffee?
Kaffee mit Milch und Zucker.

 

Ihr Spitzname ist…?
Fux – bei meinen Motorradfreunden. Der Name kommt von meinen Bikerjungs und entspringt bei einer Story an der Schweizer Grenze. Sie verpassten ihn mir, als ich den Schweizer Zöllnern binnen einen Minute den Zahn ziehen konnte, dass wir keine Rocker sind und ihnen sehr direkt aufzählte, dass wir Geschäftsleute wir sind.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich liebe Ordnung und das kann auf andere etwas anstrengend wirken.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Rücksichtslose Menschen von Dränglern im Flieger bis hin zu Autofahrern, die gleich zwei Fahrpuren blockieren.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Dass ich ein Fan bin vom akademischen Viertel und oft 15 Minuten später auftauche. Für manche bin ich dann unpünktlich, dabei bin ich Rheinländer, eine Kölsche Frohnatur, die sehen das nicht so eng.

Wenn man ungefragt Bilder mit mir von privaten Einladungen in den sozialen Netzen postet.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Ich wünsche mir mehr Zeit für meine Familie, meine Freunde, für das Reisen und Motorradfahren. Erst mal möchte ich mit meinen drei Kumpels vier Wochen nach USA und über die Route 66 fahren und den Highway Number One.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Ich bin ein Steh-auf-Männchen und finde es nur eine Schande liegenzubleiben, aber nicht, wieder aufzustehen. Ich umgebe mich am liebsten mit positiv denkenden Leuten – und die sollen normal sein, statt abgehoben. Ich sage meinen Kindern immer „wir sind nichts Besonderes“.

 

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Mein Handy, auf mein Motorrad und: eine bequeme Relax-Liege! Generell habe ich wenig Zeit zum Ausruhen – aber wenn ich nach der Arbeit mal „herunterfahren“ und entspannen möchte, ist mein Lieblingsort eine Liege.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich wäre gerne mal einen Tag Bundeskanzler, das wollte ich schon als Kind sein. Ich würde dann die klaren Ansagen machen, die heute im Politikbetrieb fehlen. Und ich würde unser Steuersystem vereinfachen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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