Bargeld oder ein Geschenk zu Weihnachten? Das Unheil mit den Gutscheinen

 

Gleich zwei Umfragen zum Thema Geld bringen erstaunlich Nüchternes zutage – und erklären damit den merkwürdigen Hang zu Gutscheinen von Läden oder Filialisten. Dass Händler diese zinslosen Kredite schätzen, ist klar, werden doch viele von ihnen nicht mal eingelöst und sind damit für sie Geschenke.

 

Gutscheine als Last für Beschenkte – oder Geschenk für Händler

Der Beschenkte dagegen wird gebunden an einen Laden.Man halst ihm Wege auf und nötigt ihn, genau genommen. Doch vor allem: Kaum hat jemand den Gutschein bezahlt und will ihn jemand später einlösen, ist derjenige dann ein Kunde zweiter Klasse. Hat der Händler das Geld doch längst auf dem Konto und braucht niemand mehr umwerben. Ganz abgesehen davon, dass Gutscheine auch gerne mal verloren gehen oder ablaufen – und dem so Beschenkten nur neue Arbeit veurursachen.

 

Frei nach dem Motto „Bares ist Wahres“ wünschen sich mehr als die Hälfte der Deutschen Bargeld unterm Tannenbaum: 50 Euro cash sind ihnen lieber als Geschenke im gleichen Wert. Zumindest den Beschenkten, denn Schenker sind jedenfalls in diesem Jahr weniger für Geldgeschenke, ergab eine Umfrage vom Meinungsforscher Wakefield im Auftrag von dem Geldtransfer-Anbieter Western Union  www.westernunion.de in diesem Herbst.

Und weiter: Acht von zehn Befragten haben schon mal Bargeld verschenkt und überreichen das auch am liebsten selbst. Rund 42 Prozent der Befragten haben sich ein festes Budget für die Geldgeschenke vorgenommen. Im Schnitt gibt ein Deutscher rund 354 Euro für seine Weihnachtsgeschenke aus. Auch wenn viele insgeheim erwarten, dass sie letztendlich doch mehr springen lassen. Die Umfrage wurde von Western Union in Deutschland und in sieben weiteren Ländern durchgeführt.

Eine andere Umfrage zu Geldgeschenken kommt von der Commerzbank: „Fast jeder zweite Erwachsene schenkt Kindern Geld zu Weihnachten, und am großzügigsten sind dabei die Großeltern“, heißt es da. 44 Prozent der Erwachsenen legen Bargeld unter den Weihnachtsbaum – entweder alleine oder in Kombination mit einem Sachgeschenk. „48 Prozent der Befragten geben bis zu 50 Euro und weitere 36 Prozent bis zu 100 Euro pro Kind zum Fest aus“, so die Studie weiter. Am großzügigsten sind Leute über 60 Jahre, also Großpapas: Sie schenken am teuersten, 100 bis 200 Euro je Kind. Bei den unter 29-Jährigen tun das nur fünf Prozent und selbst bei den 30- bis 39-Jährigen tun das nur neun Prozent.

Allein Bargeld überreichen nur zwölf Prozent der Schenkenden, 32 Pozent entscheiden sich für Geld plus Sachgeschenk. Doch immer noch 56 Prozent halten die Fahnen hoch, machen sich Gedanken über den zu-Beschenkenden und nehmen Wege fürs Einkaufen-gehen in Kauf. Sie packen immer noch Spielzeug, Bücher oder Computerspiele in Weihnachtspapier ein.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*