Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Britta Loick, Geschäftsführerin des Spielzeugherstellers Playmais. Das Unternehmen stellt seit 25 Jahren Spielzeug aus Maisgrieß her.

Britta Loick (Foto: PR/Playmais)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Wir machen aus natürlichen Rohstoffen kreatives Spielmaterial, das Kinder fördert und die Umwelt schont.
Womit beginnt Ihr Tag?
Ich stehe um 6:30 Uhr auf, gehe im Wald joggen, frühstücke und starte bewusst ohne Handy oder Laptop in den Tag – mein Arbeitstag beginnt um 8:30 Uhr.
Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job
Ich beginne jeden Arbeitstag mit einer Runde durch die Büros, wünsche jedem guten Morgen. Mein rotes Notizbuch ist mein Erkennungsmerkmal. In Meetings und bei Telefonaten.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Wenn sie morgens nicht im Büro vorbeischaut, weiß jeder: Irgendetwas liegt in der Luft.
Tee oder Kaffee?
Kaffee – aber nur morgens einen Flat white, mehr nicht.
Ihr Spitzname ist…?
Maus, Briko, Schnüppi, Muttaaaa
Verraten Sie eine private Marotte.
Ich falte alle Handtücher auf dieselbe Art und Weise.
Was bringt Sie privat in Harnisch?
Wenn Handtücher irgendwie kreuz und quer gefaltet und einsortiert werden
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
… dass ich Miss Marple bin und alles herausfinde.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Mehr und länger reisen, zum Beispiel nach Italien oder Skandinavien: um den Alltag zu erleben, gute Gespräche zu führen, die Umgebung bewusst wahrzunehmen.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Wenn sie mir ehrlich widersprechen. Auch meine Kinder: Damit sie Haltung entwickeln. Mit Haltung entstehen Klarheit, Verlässlichkeit und die besseren Entscheidungen.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Blumen, Stift und Notizbuch, Schokolade

(Foto: Privat)
Was war Ihr peinlichster Moment?
Mein allererster Podcast. Ich hatte mich akribisch vorbereitet, einen schallarmen Raum organisiert, alles durchgeplant. Das Gespräch floss, es fühlte sich gut an. Und genau in diesem Moment, sah ich es: Der Akku meines Laptops war fast leer. Kein Ladegerät dabei. In dem Moment war klar: Die Aufnahme ist gleich vorbei, wenn ich nichts tue. Ich musste die Situation ansprechen. Die Aufnahme musste gestoppt werden und die Interviewerin musste erst mal warten, während ich händeringend nach einem Ladekabel suchte.
Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?
Meine erste und einzige Achterbahnfahrt: Ich hatte so viel Angst und Panik, dass ich mir beim Schreien den Kiefer ausgerenkt hatte.
Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?
Die Angewohnheit, Dinge direkt anzupacken, statt lange darüber zu reden.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Ich würde für einen Tag ein kleines Café führen wollen, mit guten, ehrlichen Produkten, klarer Handschrift und dem Anspruch, einen Ort zu schaffen, an dem Qualität wichtiger ist als Tempo und Menschen sich bewusst Zeit nehmen.
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