Gehälter und Chancen: Welche Branche zahlt gut? Welche nicht? Und welche ist ein Sprungbrett? Eine Analyse von Advyce & Company

Gehälter und Chancen: Welche Branche gut zahlt, welche eher nicht und welche ein Sprungbrett ist, analysieren die Profis der Unternehmensberatung Advyce & Company 

 

(Foto: PR/Maybach)

Automobil – Stefan Hecht und Maik Kirwa 

Gehaltsspanne: Absolventen: 60.000 bis 75.000 Euro, Gehaltsentwicklung im tarif- und außertariflichen Bereich bis zu 150.000 Euro.

Lage der Branche: Das über Jahrzehnte zuverlässige Zugpferd des industriellen Wachstums in Deutschland, die Automobil- und Zulieferindustrie, durchläuft eine tiefgreifende Transformation und erlebt zudem eine Absatzkrise. Das schlägt auf die Beschäftigungschancen durch. Die digitale Transformation und der Siegeszug der KI machen auch vor dem Auto nicht Halt, das sich zum Software-Defined-Vehicle entwickelt und trotz der schwierigen Branchensituation spannende Betätigungsfelder im Hochtechnologieumfeld bietet. Vorausgesetzt, dass sich Hersteller und Zulieferer erfolgreich auf den Paradigmenwechsel in der deutschen Schlüsselindustrie einstellen, der zunehmend auch neue Akteure auf den Plan ruft.

Chancen und Risiken: Das Branchenumfeld ist für Berufseinsteiger schwierig. Insbesondere die klassischen Fachrichtungen wie beispielsweise der Maschinenbau müssen Offenheit jenseits der eigenen Fachbereichsgrenzen mitbringen. Für IT-affine Absolventen, die das Software-Defined-Vehicle der Zukunft mit entwickeln wollen, wird es auch künftig zunehmenden Bedarf geben. Der derzeitigen Lage entsprechend gibt es auch für Betriebswirte Einstiegsmöglichkeiten. Ob die Automobil- und Zulieferindustrie in Deutschland die Kraft aufbringt, sich selbst neu zu erfinden und in die Erfolgsspur zurückzufinden, ist jedoch noch keineswegs ausgemacht.

 

DFB-Teambank (Foto: PR/Commerzbank)

Banken und Finanzdienstleister – Jan Birnbaum

Gehaltsspanne: Einsteiger: 54.000 Euro (Master), 75.000 Euro (Promotion). Management circa 45 Jahre alt: 120.000 bis 200.000 Euro für Abteilungsleiter.

Lage der Branche: Die Finanzbranche steht vor einem Spannungsfeld aus Digitalisierung, Kostendruck und steigenden Kundenbedürfnissen. Während FinTechs und rein digitale Anbieter den Markt disruptiv prägen, bleibt der persönliche Kontakt für viele Kunden unerlässlich – besonders bei komplexen Finanzentscheidungen. Eine sichtbare Folge aus Digitalisierung und Kostendruck ist der Rückbau der Filialen mit negativen Auswirkungen auf Themen, bei denen der persönliche Kontakt unverzichtbar bleibt.

Ergänzt um Technologie als Treiber der Effizienzsteigerung (Self-Service Terminals für einfache Aufgaben, KI für Personalisierung und Chat-Bots) sowie Mixed-Reality-Technologien (AR/VR, um Finanzprodukte interaktiv und erlebbar zu machen) entsteht ein rundes Bild.

 

Chancen und Risiken:

Chance 1: Kundennähe durch hybride Filialen: Die Kombination aus digitaler Effizienz und persönlicher Beratung schafft neue Kundenerlebnisse.

Chance 2: Technologische Innovationen: KI, AR/VR und Self-Service-Technologien erhöhen Effizienz und Kundenbindung.

Chance 3: Neue Zielgruppen erreichen: Modernisierte Filialkonzepte sprechen gezielt jüngere Kunden an und stärken die Marktposition.

Chance 4: Umsatzsteigerung durch bessere Beratung: Personalisierte, technologiegestützte Beratung erhöht den Umsatz pro Kunde.

 

Risiko 1: Hoher Investitionsbedarf: Technologie, Infrastruktur und Mitarbeiterschulung erfordern erhebliche finanzielle Mittel.

Risiko 2: Wettbewerb durch digitale Anbieter: FinTechs bieten oft kostengünstigere und einfachere Alternativen.

Risiko 3: Kundenerwartungen: Kunden fordern Effizienz und persönliche Betreuung – ein schwieriger Balanceakt.

Risiko 4: Technologische Abhängigkeit: Hohe Digitalisierung kann bei technischen Problemen oder Sicherheitslücken zu Vertrauensverlust führen.

 

 

Energie – Fabian Dawin

Gehaltsspanne: Berufseinsteiger: 45.000-70.000 Euro, Führungskräfte: 90.000 Euro bis 150.000 Euro

Lage der Branche: Die Energiewirtschaft steht vor einer beispiellosen Transformation: Klimaneutralität, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Digitalisierung stellen enorme Herausforderungen dar, während geopolitische Unsicherheiten und volatile Märkte den Druck auf die Branche erhöhen. Die enormen Investitionsbedarf, der schleppende Netzausbau und Fachkräftemangel belasten die Branche und haben weitreichende Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Energieintensive Industrien sehen sich wachsendem Wettbewerb und Standortrisiken ausgesetzt, während steigende Preise Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen treffen. Die Energiewende der Energiewirtschaft)ist somit Symbol und Chance für Innovationen, nachhaltiges Wachstum und den Aufbau neuer Geschäftsmodelle in Deutschland.

Chancen und Risiken: Die Branche sucht Berufseinsteiger in technischen, wirtschaftlichen, digitalen und nachhaltigkeitsbezogenen Feldern. Insbesondere für den Infrastrukturumbau (Strom, Gas, Wasserstoff) werden ausgebildete Fachkräfte und Ingenieure gesucht. Die Nachfrage nach digitalen und Daten-Experten ist ungebrochen. Geprägt von hohem Innovationsdruck, regulatorischen Unsicherheiten und teilweise volatilen Märkten, erfordern zudem Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Die Energiewirtschaft bietet somit spannende Herausforderungen und Karriereperspektiven, insbesondere für Einsteiger, die bereit sind, in einer sich wandelnden Branche Verantwortung zu übernehmen.

 

(Foto: C. Tödtmann)

 

Gesundheitswesen und Pharma – Roland Mönikes und Rolf Friedrich

Gehaltsspanne: Absolventen: 50.000 bis 65.000 Euro, Gehaltsentwicklung im tariflichen und außertariflichen Bereich bis zu 120.000 Euro.

Lage der Branche: Das Gesundheitswesen und die Pharmaindustrie zählen zu den stabilsten und wachstumsstärksten Branchen. Der demografische Wandel, die zunehmende Bedeutung der Präzisionsmedizin sowie die wachsende Nachfrage nach innovativen Therapien und digitalen Gesundheitslösungen sorgen für eine konstant hohe Nachfrage nach Fachkräften. Gleichzeitig steht die Branche vor Herausforderungen: Kostensteigerungen, regulatorische Anforderungen und der zunehmende Wettbewerbsdruck durch internationale Akteure. Der technologische Fortschritt, insbesondere durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, eröffnet jedoch immense Potenziale, um Effizienz und Qualität in der Versorgung zu steigern und neue Medikamente schneller auf den Markt zu bringen.

Chancen und Risiken: Die Berufsaussichten in der Branche sind gut. Absolventen aus Medizin, Pharmazie, Biotechnologie und Gesundheitsökonomie finden ein breites Spektrum an Karrieremöglichkeiten. Besonders gefragt sind Kompetenzen in der Digitalisierung, Datenanalyse und im Projektmanagement. Die Transformation hin zu digitalen Gesundheitslösungen erfordert interdisziplinäre Ansätze, was auch Informatikern, Ingenieuren und Betriebswirten spannende Einstiegsmöglichkeiten bietet. Gleichzeitig bleibt die Branche stark reguliert, was den Markteintritt neuer Akteure erschwert, aber auch Stabilität bietet. Wer in diesem Umfeld erfolgreich sein will, sollte nicht nur Fachwissen mitbringen, sondern auch ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Innovationsgeist.

 

 

(Foto: C. Tödtmann)

Handel – Roland Mönikes 

Gehaltsspanne: Absolventen: 45.000 bis 60.000 Euro, Gehaltsentwicklung im Management bis zu 120.000 Euro und mehr.

Lage der Branche: Der Handel steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Der zunehmende Einfluss des E-Commerce, verändertes Konsumentenverhalten und die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit prägen die Branche. Traditionelle Handelskonzepte geraten zunehmend unter Druck, während digitale Plattformen und datengetriebene Geschäftsmodelle an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig steigen die Herausforderungen durch steigende Kosten, Lieferkettenprobleme und den globalen Wettbewerbsdruck. Dennoch bleibt der Handel einer der größten Arbeitgeber in Deutschland und mit einer Vielzahl von Möglichkeiten in Vertrieb, Marketing, Logistik und IT. Besonders zukunftsweisend sind Entwicklungen in der Automatisierung, personalisierten Kundenansprache und der Etablierung von Omnichannel-Strategien.


Chancen und Risiken:
Die Einstiegsmöglichkeiten sind vielfältig, die Anforderungen an Berufseinsteiger aber wachsen. Insbesondere Absolventen mit Know-how in digitalem Marketing, Datenanalyse oder Supply-Chain-Management finden dennoch hervorragende Perspektiven. Gleichzeitig bleibt der Druck auf klassische Handelsberufe hoch, da Automatisierung und Künstliche Intelligenz viele Prozesse verändern. Betriebswirte und Wirtschaftsinformatiker, die sowohl technisches als auch wirtschaftliches Verständnis mitbringen, sind besonders gefragt. Der stationäre Handel muss sich neu erfinden, um im Wettbewerb mit Online-Händlern bestehen zu können, was auch für Berufseinsteiger Herausforderungen, aber ebenso spannende Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Anpassungsfähigkeit und Innovationsfreude sind entscheidende Erfolgsfaktoren in dieser dynamischen Branche.

 

(Foto: C. Tödtmann)

 

Immobilienwirtschaft – Martin Geißler

Gehaltsspanne: Absolventen: 40.000 bis 65.000 Euro; Abteilungsleiter (“Head of”): 90.000 bis 150.000 Euro Bereichsleiter (Director): 120.000 bis 200.000 EUR, je nach Unternehmensgröße.

Lage der Branche: Die Immobilienwirtschaft steckt in einer tiefen Krise. Die schnellen Zinsanstiege haben viele Unternehmen kollabieren, und die Nachfrage auf dem Markt zusammenbrechen lassen. Das gilt insbesondere für Gewerbeimmobilien, die auch noch unter dem Konjunkturabschwung leiden. Die Weigerung deutscher Eigentümer, hohe Abschreibungen zu realisieren, haben den Markt gelähmt und die Neubautätigkeit zum Erliegen gebracht. Gleichwohl ist die Nachfrage nach Wohnraum ungebrochen, und sinkende Zinsen sowie die wachsenden Anforderungen an klimaneutrale Gebäude werden den Markt 2025 Schritt für Schritt wiederbeleben.

Chancen und Risiken: Angesichts der aktuellen Krise stellen sich die Arbeitsmarkt-Chancen kurzfristig eingeschränkt dar. Abgesehen von Experten für Projekt-Controlling und erfahrene Bauleiter, die Aufgrund der knappen Mittel sehr gefragt sind um Kosten laufender Projekte zu senken, sind die Aussichten derzeit nicht ideal. Mittel- bis langfristig dürfte sich das Jobklima allerdings wieder deutlich verbessern: In den nächsten Jahren werden dann besonders Nachhaltigkeits- und Energieberater, Städteplaner und Infrastrukturexperten sowie IT-Spezialisten für Bautechnologie wie BIM sehr gefragt sein.

 

(Foto: C.Tödtmann)

 

IT und Telekommunikation – Martin Geißler

Gehaltsspanne: Absolventen: 65.000 bis 80.000 EUR; Spezialisten wie zum Beispiel  Cloud Entwickler auch bis zu 120.000 Euro Führungskräfte: 150.000 Euro – 250.000 Euro je nach Verantwortung und Unternehmensgröße.

Lage der Branche: Die IT-, Software- und Telekommunikationsbranche ist der Fels in der Brandung der deutschen Wirtschaftskrise. Der Digitalisierungs-Druck auf anderen Branchen löst hier einen starken Pull-Effekt aus, der auch nach 2025 erhalten bleiben wird. Das beschert der ganzen Branche einen starken Wachstumstrend. Auch der Telekommunikationssektor wird weiter ein stabiles Wachstum erleben. Wachstumstreiber sind der steigende Datenverkehr und die zunehmende Verbreitung von 5G-Technologien. Zukünftige Trends umfassen die Integration von KI und IoT-Lösungen, die Entwicklung von Smart Cities und die Verbesserung der Cybersecurity im Zuge der Digitalisierung.

Chancen und Risiken: Mit mehr als 150.000 unbesetzten IT-Stellen gibt es für alle Bewerber in der Branche sehr gute Jobchancen. KI hatte zudem bisher keine negative Auswirkung auf den Bedarf an IT Fachkräften wie zum Beispiel Programmierern, sondern hat die Nachfrage noch verstärkt: Insbesondere in IT-Security, KI-Entwicklung, Cloud-Computing, Data-Analytics und Netzwerkmanagement sind Fachkräfte äußerst gefragt. Zudem fördern Initiativen zur Weiterbildung und Umschulung in diesen Technologiefeldern die Berufschancen auch für Quereinsteiger.

(Foto: PR / Mercedes Benz)


Logistik –
Christian Böhm

Gehaltsspanne: Absolventen: 45.000 bis 65.000 Euro, Gehaltsentwicklung im Management bis zu 120.000 Euro und mehr.

Lage der Branche: Die Logistikbranche ist das Rückgrat der globalen Wirtschaft und bleibt auch in Deutschland ein zentraler Motor für Wachstum und Beschäftigung. Getrieben von der boomenden E-Commerce-Branche, der Internationalisierung des Handels und den Anforderungen an immer schnellere und effizientere Lieferketten, steht die Logistik gleichzeitig vor großen Herausforderungen. Themen wie Nachhaltigkeit, der Fachkräftemangel und die zunehmende Automatisierung prägen die Branche. Die digitale Transformation, von Echtzeit-Tracking bis hin zu KI-gestützter Routenoptimierung, schafft dabei neue Möglichkeiten, Prozesse effizienter zu gestalten. Zugleich steht die Branche durch geopolitische Spannungen und Lieferkettenstörungen unter erheblichem Druck.

Chancen und Risiken: Die Berufsaussichten sind für Absolventen vielseitig, da die Branche breit aufgestellt ist und Fachkräfte in den Bereichen Supply-Chain-Management, IT, Verkehrsplanung und Lagerlogistik dringend benötigt werden. Besonders gefragt sind Kenntnisse in der Digitalisierung von Logistikprozessen, Datenanalyse und der Implementierung nachhaltiger Logistiklösungen. Die steigende Automatisierung bedeutet, dass klassische operative Tätigkeiten zurückgehen, während die Nachfrage nach Spezialisten für technische und strategische Aufgaben wächst. Absolventen, die Flexibilität, internationale Erfahrung und Innovationsgeist mitbringen, können in der Logistik spannende Karrierewege einschlagen – von Start-ups bis hin zu globalen Logistikkonzernen. Jedoch wird die Branche zunehmend von äußeren Faktoren wie Energiepreisen und regulatorischen Vorgaben beeinflusst, was ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit erfordert.

 

 

Maschinen- und Anlagenbau – Steffen Schuckmann 

Gehaltsspanne: Absolventen: 60.000 bis 75.000 Euro; 85.000 Euro (Promotion); Gehaltsentwicklung im tariflichen Bereich bis zu 115.000 Euro; Management circa 45 Jahre alt: 125.000 bis 145.000 Euro für Abteilungsleiter.

Lage der Branche: Der Maschinenbau steckt in einer handfesten Krise. 2024 war kein gutes Jahr für die Branche. Für 2025 erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) einen weiteren Produktionsrückgang sowie Stellenabbau. Ausschlaggebend hierfür sind verschiedenste Faktoren. Die Nachfrage der Automobilbauer und Zulieferer nach Investitionsgütern hat spürbar nachgelassen und somit leeren sich die Auftragsbücher. Der chinesische Markt ist und die zweite Präsidentschaft von Donald Trump kann die Branche vor zusätzliche Herausforderungen stellen.

Chancen und Risiken: Das Branchenumfeld ist in 2025 herausfordernd für Berufseinsteiger. So bieten sich zwar für hochqualifizierte Absolventen nach wie vor gute Chancen bei Software-, Technologie- und Produktentwicklung. Produktionsnahe Stellen werden jedoch nur selektiv nachbesetzt, da deutsche Fertigungsstandorte  hinterfragt werden. Erfahrene Experten und Führungskräfte aus dem Mittelbau  wie Abteilungsleiter werden bei der Ausweitung des Auslandsgeschäfts eine tragende Rolle spielen können. Bei entsprechender Reisebereitschaft bietet sich Entwicklungspotenzial.

 

 

Versicherungen –  Thomas Zwack

Thomas Zwack (Foto: PR/Advyce)

Gehaltsspanne: Einsteiger: 27.000 Euro (ohne Studium), 48.000 Euro (Hochschulabschluss), 54.000 Euro (Master), 68.000 Euro (Promotion). Management circa 45 Jahre alt: 120.000 bis 150.000 Euro für Abteilungsleiter.

Lage der Branche: Die Versicherungswirtschaft in Deutschland ist im ständigen Wandel und erfordert kontinuierlich innovative Lösungen. Mit der Digitalisierung eröffnen sich neue Möglichkeiten, Risiken besser zu bewerten und personalisierte Produkte anzubieten. Zudem wächst die Bedeutung von Cyberversicherung und Versicherungslösungen für erneuerbare Energien. Die Branche spielt eine zentrale Rolle in der Altersvorsorge und im Gesundheitswesen, was angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger wird. Darüber hinaus bieten Versicherungen Chancen für nachhaltige Investments. Diese Dynamik und Innovationskraft machen die deutsche Versicherungswirtschaft zu einem außerordentlich faszinierenden Feld für Experten, die diesen Wandel mitgestalten möchten.

Chancen und Risiken: Die Versicherungswirtschaft in Deutschland bietet Berufseinsteigern und erfahrenen Kräften vielfältige Chancen. Mit der fortschreitenden Digitalisierung entstehen neue Möglichkeiten in der Risikobewertung und der Entwicklung personalisierter Produkte. Die schrittweise Einführung von künstlicher Intelligenz, insbesondere bei den mittelständischen Versicherern, nimmt massiv Fahrt auf. Cyberversicherungen und Lösungen für erneuerbare Energien gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Berufseinsteiger mit IT-Affinität finden zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten, während erfahrene Fachkräfte von der Dynamik und Innovationskraft der Branche profitieren können, insbesondere in den Bereichen neue Produkte und Märkte, innovative Versicherungslösungen, Internationalisierung sowie schrittweise Ablösung der Altsysteme.

 

Wissenschaft und Bildung – Burkhard Wagner 

Gehaltsspanne: PostDoc (nach Promotion): 54.000 bis 60.000 Euro. Forschungsgruppenleiter: 78.000 bis 82.000 Euro.

Lage der Branche: Die Branche Wissenschaft und Bildung ist im Wandel. Die fortschreitende Digitalisierung hat zu umfassenden Veränderungen in den Lehr- und Lernmethoden geführt, die sowohl eine Modernisierung der Infrastruktur als auch eine Anpassung der Lehrpläne an Schulen und Hochschulen erfordern.

Der Schwerpunkt liegt zunehmend auf lebenslangem Lernen und der Integration neuer Technologien in den Bildungsprozess. Die Wissenschaft bleibt ein angesehenes Berufsfeld, das in den letzten Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Forscher und Wissenschaftler widmen sich den globalen Herausforderungen, für deren Bewältigung neue Erkenntnisse essenziell sind. Um Deutschland auch zukünftig wettbewerbsfähig zu halten, ist die Weiterentwicklung der Branche von entscheidender Bedeutung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat auf die Herausforderungen reagiert und im Jahr 2024 das Startchancen-Programm initiiert. Man erwartet, dass dieses Programm ab dem Jahr 2025 umgesetzt wird, um Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schüler gezielt zu unterstützen. Die duale Ausbildung genießt weiterhin hohes Ansehen und dient als Exportprodukt. Forschung und Entwicklung gewinnt international an Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum. Die internationale Zusammenarbeit wird weiter intensiviert, was zu einer globalen Angleichung der Bildungsstandards führen könnte. Dies könnte die Mobilität der Fachkräfte weltweit verbessern und gleichzeitig den Wettbewerb auf dem globalen Arbeitsmarkt intensivieren.

Chancen und Risiken: Forschung und Entwicklung gewinnt international an Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum. Die internationale Zusammenarbeit wird weiter intensiviert, was zu einer globalen Angleichung der Bildungsstandards führen könnte. Dies könnte die Mobilität der Fachkräfte weltweit verbessern und gleichzeitig den Wettbewerb auf dem globalen Arbeitsmarkt intensivieren.

Der demografische Wandel, der Fachkräftemangel sowie die digitale Transformation bieten gleichzeitig Chancen und Risiken. Unternehmen haben die steigende Bedeutung einer kontinuierlichen Mitarbeiterqualifizierung erkannt und erhöhen ihre Investitionen in diesem Bereich. Neue Bildungsplattformen und E-Learnings, die KI-basierte Lerninhalte individuell auf den Bedarf des Lernenden anpassen, werden auch im Jahr 2025 ein ein spannendes Entwicklungsfeld darstellen. Eine Tätigkeit in der Wissenschaft bietet zahlreiche Chancen für Personen, die gerne im Team arbeiten und internationale Zusammenarbeit schätzen.

Besonders für Visionäre, die etwas bewirken wollen und eine hohe Flexibilität in der Gestaltung ihrer Arbeit schätzen, bietet der Beruf im wissenschaftlichen Umfeld viele Vorteile. Risiken bestehen vor allem im stark kompetitiven Arbeitsumfeld, in dem Bereitschaft erforderlich ist, die extra Meile zu gehen, um erfolgreich zu sein. Zudem ist eine langfristige Lebens- und Familienplanung schwierig, da kurze befristete Verträge die Norm sind. Eine Anstellung in der Forschung bei wirtschaftlichen Unternehmen kann hier attraktiver sein, da diese oftmals eine bessere Bezahlung und unbefristete Verträge bieten.

 

 

 

 

 

 

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