Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Rentokil-Initial-Chef Frank Reisgies, der bei Meetings kühle Temperaturen braucht

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Frank Reisgies, Geschäftsführer bei dem Schädlingsbekämpfungsunternehmen Rentokil Initial mit rund 900 Mitarbeitern

 

Reisgies (Foto: PR/Rentokil)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Menschen schützen. Leben verbessern. Unsere Erde bewahren. Wir sind Dienstleister mit Leidenschaft im Bereich Schädlingsbekämpfung und Hygiene.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Um 5:30 Uhr geht es auf den Ergometer, danach eine kurze Yoga-Einheit. Nach Dusche, Kaffee und ein bisschen Social Media geht es um 7:30 Uhr Richtung Köln. Dort startet der Bürotag um 8:15 Uhr mit dem nächsten Kaffee.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

In Meetingräumen möchte ich niedrige Temperaturen haben. Im Gegensatz zu einigen meiner früheren Chefs lasse ich meine Mitarbeiter nicht “bei mir antreten”, sondern bewege mich zu ihnen hin, wenn ich ein Thema besprechen möchte. Außerdem ist meine Tür – abgesehen von Videokonferenzen und vertraulichen Besprechungen – immer offen.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

“Stimmt” würden sie sagen. Und manchmal ist die Temperatur – nicht die Atmosphäre – in Meetingräumen etwas zu frisch. Einer meiner besten Mitarbeiter hat noch ergänzt:  deine, zumindest äußerlich, angenehm unaufgeregte Art bei Themen, die einen eigentlich ausrasten lassen müssten, trotzdem sachlich und lösungsorientiert zu sein. Und deine Haribo Colorado Sucht – ist voll ansteckend.

 

Tee oder Kaffee?

In der Woche Kaffee, am Wochenende zuerst Tee.

 

Ihr Spitzname ist…?

Meine Töchter nennen mich gerne mal Daddy, wenn sie ein Anliegen haben.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich liebe einen gut gepflegten Familienkalender, was leider nicht von allen Familienmitgliedern geteilt wird.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Meine Trigger Points sind vor allem Unzuverlässigkeit und Unehrlichkeit.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Mein Hang zu perfekter Planung und Organisation überfordert meine Umwelt schon mal, was vor allem im privaten Bereich zu gewissen Resistenzen führt.


Was möchten Sie gerne in Rente machen?

In der Rente  – das hört sich trotz meiner 60 Jahre noch komisch an –  will ich gerne Yoga-Unterricht für Männer 55+ geben. Die Herausforderungen dieser Zielgruppe kenne ich gut aus eigener Erfahrung. Das würde mich geistig und körperlich fit halten und Spaß machen. Weiterhin: Ein wenig Unternehmensberatung und Coaching, um meine Erfahrungen weiterzugeben. Und dann gibt es da noch die Bucket List mit Reisezielen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

An anderen Menschen schätze ich vor allem Offenheit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Loyalität. Ich habe das große Glück, eine wunderbare Familie zu haben, die diese Werte lebt und zahlreiche alte Freunde, die zum Teil seit der Schulzeit an meiner Seite sind. Meinen ältesten Freund kenne ich seit dem Kindergarten.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Zur Not kann man sicher auf so gut wie alle Gegenstände verzichten. Besonders ungern jedoch würde ich auf mein iPhone, mein Auto und meine Yogamatte verzichten.

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

Ich habe bei einem der ersten Dates mit meiner Frau mit viel Schwung den vermeintlichen Rest Rotwein aus einer Tonkaraffe in ihr Glas gegossen. Die Karaffe war leider noch ziemlich voll und der Rotwein ergoss sich über den ganzen Tisch. Sie hat es mit Fassung getragen und mich trotzdem später geheiratet.

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Da gibt es einige. Besonders in Erinnerung ist mir ein Trennungsgespräch mit einem Mitarbeiter, dem ich sehr verbunden war. Das war uns beide schmerzhaft, auch wenn wir es gut hinbekommen haben.

 

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?

Zum Glück nicht viele.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich wäre gerne für einen einzigen Tag der Assistent von Donald Trump, um diesen Wahnsinn einmal live zu erleben.

 

 

 

(Foto: Privat)

 

 

 

 

 

 

 

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