Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Hewlett-Packard-Enterprise-Chef Marc Fischer: Wenn er „Hey, Leute“ sagt, ist ihm der Geduldsfaden schon gerissen

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Marc Fischer, Chef des Technologieunternehmens Hewlett Packard Enterprise (HPE), das weltweit über 60.000 Mitarbeiter beschäftigt und seinen Deutschland-Sitz in Böblingen hat.

 

Marc Fischer (Foto: Hewlett Packard Enterprise)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Wir entwickeln intelligente IT-Lösungen, mit denen Kunden ihre Daten erfassen, analysieren und für ihre Wertschöpfung nutzen können.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Mein Tag beginnt um 6.15 Uhr mit der Versorgung unseres Siam-Katers Belize. Er hängt an mir, weil ich der zuverlässige Erstversorger bin. Dann stelle ich die Kaffeemaschine an und wecke unsere jüngste Tochter, die zur Schule muss. Je nach Terminkalender setze ich mich – mit oder ohne Frühstück – ins Auto und fahre los ins Büro oder zu einem Kunden oder Partner.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job ?

Früher habe ich mich mit heller Kleidung von der grau-blauen Männermasse abgehoben. Heute bin ich schrecklich normal und unterscheide mich im Stil nicht von den Mitarbeitern. Jeans und Hemd im Büro ist okay. Ich finde es gut, dass sich vieles gelockert hat. Als Gegengewicht zu unseren vielfach digitalen Meetings und Mails sind mir persönliche Gespräche wichtig – möglichst wenig E-Mails.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Er ist ein Macher und braucht nicht die große Bühne. Chefallüren sind ihm fremd, fragt oft: Kann ich dir einen Kaffee mitbringen? Selbst nach einem langen und voll gepackten Arbeitstag hat er am andern Morgen die neuesten Updates parat.

Viele schätzen an ihm, dass er nahbar ist, nicht nur ein Geschäfts-, sondern auch Familienmensch. Bei digitalen Konferenzen kann schon mal ein Kind ins Zimmer kommen oder der Kater auf den Schreibtisch springen.

 

Tee oder Kaffee?

Beides

 

Ihr Spitzname ist…?

Nö, hatte nie einen.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Wenn ich sage „Hey, Leute …“ dann wissen die Mitarbeiter, dass mir der Geduldsfaden reißt.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn meine Sachen verschwinden oder ich sie an anderer Stelle wiederfinde. Welches Kleidungsstück regelmäßig meine Söhne entwenden, will ich hier nicht ausführen.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Wenn die Rockmusik, die ich liebe, zu laut ist – im Haus oder im Auto.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Zeitweise in Portugal leben, der Heimat meiner Ehefrau und zu beginnen, die Sprache zu erlernen

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Egal ob beruflich oder privat: wenn Menschen ehrlich und authentisch sind und ihr Fähnchen nicht in den Wind hängen, weil es gerade en vogue ist.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Nur eines: mein Smartphone. An Materiellem hänge ich nicht so sehr.

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

Als die Windel meines drei Monate alten Sohns überlief, meine Hose dementsprechend aussah und ich damit durch das vollbesetzte Restaurant laufen musste.

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Auf den Tod meines besten Freundes aus der Grundschulzeit, der mit 18 Jahren gestorben ist.

 

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?

Meine Mutter war schwerlich aus der Fassung zu bringen. Wahrscheinlich habe ich von ihr gelernt, auch in kritischen Situationen besonnen zu reagieren und verfüge über eine ausgeprägte Frustrationstoleranz .

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich würde gerne für einen Tag in die Rolle eines begnadeten Rock-Gitarristen als Teil einer großen Band schlüpfen.

 

 

 

 

 

 

 

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