Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Tim Seewöster, der Chef des Elektronik-Dienstleisters Asgoodasnew, der mit generalüberholten Smartphones, Tablets, Kameras oder Notebooks handelt

Tim Seewöster (Foto: PR/Asgoodasnew)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Asgoodasnew schenkt Geräten ein zweites Leben – wir kaufen Unterhaltungselektronik von Privathaushalten, bereiten sie wieder auf und verkaufen im Zustand „wie neu“ zu günstigen Preisen mit 30-monatiger Garantie.
Womit beginnt Ihr Tag?
Mein Tag beginnt um sieben Uhr: Duschen und eine Hunderunde mit Marlo, unserem Aussi-Labrador.
Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?
Ich verzichte auf ein Chefbüro und sitze mitten auf der Fläche. Und ich spreche unglaublich gerne in Metaphern und Bildern.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Sie antworten mit einem leichten Augenrollen: „Ah, schon wieder eine Metapher“.
Tee oder Kaffee?
Kaffee.
Ihr Spitzname ist…?
Tise (TIm Seewöster)
Verraten Sie eine Marotte.
Ich bin ein leidenschaftlicher Spieler von Multiplayer-Online-Games, im Moment „Hunt: Showdown“. Ein Spiel in einem Fantasy-Western-Szenario, bei dem man einer unbekannten Seuche auf den Grund geht.
Was bringt Sie in Harnisch?
Ich bin ein sehr geplanter und strukturierter Mensch, gleichzeitig ungeduldig, wenn da etwas nicht so läuft, wie ich es geplant habe, bringt mich das schnell auf die Palme.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Ich bin durch und durch direkt und spreche alles an, was mir nicht passt. Das stört öfter mal die gewollte Harmonie. Damit kann nicht jeder umgehen.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Ich sehe mich mit einem schönen Getränk auf einem Strandstuhl, Füße im Wasser in der Südsee.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Wenn sie nicht einfach nur reden, sondern machen – dabei müssen sie nicht alles ständig bis ins kleinste Detail mit mir absprechen. Im Job sind mir die kleinsten Ergebnisse wichtiger als der große Plan.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Mein Smartphone, Macbook und vor allem meine Brille.
Was war Ihr peinlichster Moment?
Mir ist in einer Vorlesung vor 50 Leuten die Anzugshose gerissen. Das war am Anfang meiner Lehrstuhltätigkeit bei einer Vorlesung für Investitionsrechnung an der VWA Münster. Ich habe noch nie so viel sitzend in der Vorlesung neben dem damals noch vorhandenen Tageslichtprojektor verbracht.
Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?
Ich stand mal mit Verdacht auf Krebs beim Arzt. Am Ende war es nicht bösartig, die drei Wochen Wartezeit auf die Diagnose brauche ich aber nicht noch einmal.
Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?
Ich würde sagen, meine kommunikativ, charmante Art. Und ich bin genau wie sie eine Rampensau
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Einen Tag Leuchtturmwärter, das wäre es. Nur ich, das Meer und sonst Ruhe.

(Foto: Privat)
„Diese Schneekugel hat mir mein Sohn vor einigen Jahren zum Geburtstag geschenkt und seitdem steht sie auf meinem Schreibtisch“, erzählt Tim Seewöster.
Copyright: @Claudia Tödtmann. Alle Rechte vorbehalten.
Möchten Sie einen Blog-Beitrag nutzen, um nicht von Links abhängig zu sein? Kontakt für Nutzungsrechte, um Inhalte dauerhaft zu sichern: claudia.toedtmann@wiwo.de
Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia Tödtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung.
Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die männliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleichermaßen mit gemeint.


