Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Familienunternehmerin Franziska Graef, deren Feel-Good-Manager ihr Dackel Rakete ist

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Franziska Graef von Gebr. Graef, dem Hersteller von Schneidemaschinen aus Arnsberg. Sie arbeitet im Familienunternehmen als Marketingchefin.

 

Franziska Graef (Foto: Privat)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Graef ist Premiumanbieter für Schneidetechnik und Küchengeräte.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Gegen 6.30 Uhr werde ich vom lieblichen Weckruf meiner Tochter aus dem Bett gescheucht. Für mich gibt es erstmal eine kleine Kaffeezeremonie mit perfektem Cappuccino. Meine dreijährige Tochter verdrückt ihr Leberwursttoast und wir lesen dabei ein Buch. Wenn mein Mann die Kleine in die Kita bringt, gehe ich mit unserem Zwergdackel Rakete in den Wald und höre Podcasts, bevor es dann ins Büro geht.

 

Was unterscheidet Sie  von anderen im Auftreten und im Behave im Job? 

Es ist mir besonders wichtig, dass wir regelmäßig gemeinsam frühstücken – die beste Mahlzeit, um sich in entspannter Atmosphäre auch über private Dinge zu unterhalten. Vor dem Wochenende bringe ich da auch gerne mal ein Fläschchen Sekt mit.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Unser wöchentliches Frühstück ist schon etwas Besonderes, ob das jetzt am Sekt liegt weiß ich nicht. Und man muss sagen, Rakete macht einen guten Job – er hat sich bereits den Titel Feel-Good-Manager erarbeitet.  

 

Tee oder Kaffee?

100 Prozent Kaffee

 

Ihr Spitzname ist…? 

Meine Schwester hat mir in der Kindheit den Spitznamen Franz verpasst, nachdem ich mit mir selbst Friseur gespielt habe. Der Spitzname ist dann leider geblieben…

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich trinke meinen Kaffee nie ganz leer. Das habe ich wohl von meinem Papa übernommen.

   

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn ich mich auf etwas Bestimmtes zu essen eingestellt habe und mein Mann spontan etwas anderes kocht oder mitbringt – oder noch schlimmer das Essen mit mir teilen möchte

 

… und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich bin im Privaten chaotisch. Nichts ist da, wo man es vielleicht vermuten würde. Wenn Freunde oder Familie zu Besuch sind und etwas aus der Küche holen wollen, könnte es sein, dass sie es im Schlafzimmer finden

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen? 

Mit meinem Mann in den Tag hineinleben… Gutes Essen, guter Wein. Als Aufgabe würden wir uns mit einem Gemüsegarten vergnügen und vielleicht ein paar Hühner, Hunde und Katzen halten. Ein wenig Bauernhofflair – das geht hier im Sauerland ganz wunderbar.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten? 

Hilfsbereitschaft und das Verständnis für schwierige Lebensphasen. Das erste Lebensjahr mit meiner kleinen Tochter war für uns nicht ganz einfach, sie hat sehr viel geschrien und schlecht geschlafen. Früher waren wir an den Wochenenden viel unterwegs. In der Zeit haben wir das Haus allerdings nur sehr selten verlassen. Also sind unsere Freunde an den Wochenenden einfach immer zu uns gekommen, haben Lebensmittel mitgebracht, bei uns gekocht und aufgeräumt. Das hat uns total gut getan und hat uns die Möglichkeit gegeben mal kurz durchzuatmen. Solche Freunde und deren Werte sind wirklich unbezahlbar.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Handy, Air Pods, mein Auto – ein Mercedes EQA

 

Was war Ihr peinlichster Moment? 

Mein wirklich unangenehmer Auftritt auf einer Hochzeit. Bei diesen Anlässen gibt es ja immer auch recht abenteuerliche Spiele. Gäste konnten verschiedene Aufgaben für die Trauzeugen abgeben – wurden diese erfüllt, bekam das Brautpaar Geld. Also konnte ich im Grunde zu keiner Aufgabe nein sagen. Die Schlimmste von allen: ein Sing-und-Tanz-Duett mit dem Trauzeugen. Und obwohl beides nicht meine Stärken sind, habe ich dem Brautpaar zuliebe alles gegeben und einen wirklich schlechten Auftritt vor mehr als 50 Gästen zu „The Time of my Life“ hingelegt.

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Neben allen negativen Effekten die Corona ja sowieso mitgebracht hat, hätte ich auch auf das Zwangs-Home Office gut verzichten können.

 

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?

Ich kann insbesondere im Privatleben sehr nachtragend sein und nehme Dinge oft schnell persönlich. Seit ich selbst Mama bin, versuche ich daran zu arbeiten und sehe manche Dinge mittlerweile entspannter. Aber genauso habe ich die Geselligkeit meiner Mama übernommen. Wir sind großartig darin, die Letzten des Abends zu sein.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Da kommen wir wieder auf den Bauernhof zurück. Ich denke Bäuerin. Ich liebe die Natur, ich liebe Tiere und stelle mir vor, dass einen dieser Beruf sehr zufrieden stellt. Allerdings würde mich das frühe Aufstehen etwas abschrecken.

 

Franziska Graefs Dackel und Feel-Good-Manager Rakete (Foto: Privat)

 

 

 

 

 

 

 

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