Die alljährliche WiWo-Umfrage für Unternehmen nach den besten Headhuntern ist angelaufen. Ein erster Ausblick

Die alljährliche Unternehmens-Umfrage für das Personalberater-Ranking 2024 läuft derzeit zum achten Mal: survey 01 – Personalberater Index

Die verantwortliche Wissenschaftlerin Christel Gade gibt einen Ausblick:

 

Christel Gade (Foto: C.Tödtmann)

 

Frau Gade, die Befragung der Unternehmen führen Sie mit der WirtschaftsWoche dieses Jahr zum achten Mal seit 2016 durch, immer im Dezember erscheint das daraus resultierende Ranking für mittlerweile zehn Branchen beziehungsweise Spezialmärkte. Was ist in diesem Jahr besonders auffällig?

Ich orientiere mich stets an der Kundensicht. Der Beratungsbedarf der Unternehmen und wie stark sie Personalberatungsdienstleistungen nutzen, ist deutlich gestiegen. Das verändert die Beziehung und Erwartung der Kunden. Die meisten waren vor Jahren noch zufrieden mit der reinen Besetzung ihrer offenen Stellen. Sie waren sogar irritiert, wenn Berater dachten, dass ihre Rolle darüber hinaus ging. Heute schätzen die Geschäftsführer und Topmanager die durchaus weitergehende Beratung ihrer Headhunter auf Augenhöhe.

 

Was sagen die Unternehmen selbst?

Interessanterweise sagen Unternehmen oft, dass es ihnen nicht mehr nur um Köpfe geht, sondern um Lösungen für ihren Betrieb. Einer der Gründe ist, dass in Zeiten des Fachkräftemangels kreative Lösungen sie eher zum Ziel führen. Da geht es etwa um Zusammenstellung von Teams, was eher eine Geschäftsentwicklungsmaßnahme ist, wenn jemand vielleicht einen neuen Markt erschließen will.

 

Hat sich an der Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und ihren Personalberatern etwas geändert?

Zunächst einmal wollen Kunden noch immer den Berater ihrer Wahl haben, an dem sie bestimmte Leistungen und Haltungen schätzen. Allerdings ist parallel zu Wachstum und Differenzierung auch die Vielfalt der Kundenbeziehungen gewachsen, die Honorare sind – unter der Oberfläche – flexibler geworden. Die vorübergehend gesunkenen Honorare haben sich erholt und sind auf dem Vor-Corona Niveau angekommen oder sogar höher gestiegen. Kunden berichten auch auf Top-Management-Ebenen von tatsächlich individuellen und neuen Honorarvereinbarungen.

 

Welche Leistungen fragen Unternehmen verstärkt nach?

Die Professionalisierung der firmeninternen Recruitingprozesse, aber sie übernehmen auch mehr Leistungen im Recruitingprozess zum Ausgleich von Kapazitätsengpässen in der Personalabteilung. Aber auch wegen des Fachkräftemangels kaufen Unternehmen öfter externe Unterstützung ein. Das ist ein Mengenthema, in dem der Kandidatenmarkt anders bearbeitet werden muss, als in der Einzelbesetzung von Führungspositionen. Zudem besetzen Firmen immer mehr Positionen im Spezialistenbereich und mittleren Management mit Headhunter-Hilfe. Hier konnten sie noch vor Jahren aus den eigenen Reihen befördern oder sich im Markt direkt Leute suchen.

Schlussendlich ist Nachfolge insbesondere im Mittelstand ein brennendes Thema, das viel mehr erfordert als reine Besetzung. In der Regel gehen damit sehr geschäftsbezogene Beratungsleistungen einher, insbesondere, wenn die Nachfolge für den Gründer gesucht wird. Hier kommen Organisationsdiagnose und Kommunikationsstrategien ins Spiel.

 

In welchen Branchen sehen Sie Veränderungen?

Durchaus, neuerdings suchen beispielsweise Krankenhäuser und Medizinische Versorgungszentren Führungskräfte, Ärzte und Pflegekräfte mit Headhuntern.

 

 

Hier geht´s für Geschäftsführer, Vorstände und Personalchefs zur alljährlichen Umfrage für den Personalberater Index 2024, der im Dezember in der WirtschaftsWoche erscheint.

Wählen Sie Deutschlands beste Personalberater! (wiwo.de)

survey 01 – Personalberater Index

 

Hier geht´s zum Ranking von 2023…. Exklusives Personalberater-Ranking in der WirtschaftsWoche heute: Welche Headhunter die Unternehmen am liebsten beauftragen | Management-Blog (wiwo.de)

 

 

 

 

 

Copyright: @Claudia Tödtmann. Alle Rechte vorbehalten. 

Möchten Sie einen Blog-Beitrag nutzen, um nicht von Links abhängig zu sein? Kontakt für Nutzungsrechte, um Inhalte dauerhaft zu sichern: claudia.toedtmann@wiwo.de

Alle inhaltlichen Rechte des Management-Blogs von Claudia Tödtmann liegen bei der Blog-Inhaberin. Jegliche Nutzung der Inhalte bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung.

Um den Lesefluss nicht zu behindern, wird in Management-Blog-Texten nur die männliche Form genannt, aber immer sind die weibliche und andere Formen gleichermaßen mit gemeint.  

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*