Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Fabian Fischer, Gründer und CEO der Etribes Group, einer Digitalberatung mit rund 300 Mitarbeitern und Referenzkunden wie Melitta, Hapag-Lloyd oder Otto

Fabian Fischer (Foto: PR/Etribes Group)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Unternehmen, die schon lange existieren und die zum Lebensmittel oder Autos oder Baustoffe verkaufen, baue ich neue Plattformen, Benutzeroberflächen und digitale Vertriebskanäle, damit sie auch in in Zukunft damit erfolgreich sein können.
Womit beginnt Ihr Tag?
Wenn der Wecker um 5.45 Uhr klingelt, gibt’s den ersten Kaffee, ehe ich um sieben Uhr zum Sport aufbreche: Unter der Woche gehe ich an vier Tagen zum HIIT (High-intensity interval training) bei Urban Heroes, mache Cross Training mit einem Personal Coach oder gehe einfach Laufen.
Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?
In Meetings sind mir zu Beginn persönliche Updates wichtig, um zu verstehen, wo mein Gegenüber gerade gefühlsmäßig steht. Für viele ist das erstmal merkwürdig, hat aber einen enormen Einfluss auf das Miteinander und die Gesprächsführung.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Dass ich mir gern Zeit für Spaziergänge und „Walk-and-Talk“-Meetings nehme, am liebsten an der Alster in Hamburg. Das schafft den Raum für eine ganz andere Art von Gesprächen.
Tee oder Kaffee?
Kaffee, und vermutlich zu viel davon.
Ihr Spitzname ist…?
Fabi.
Verraten Sie eine Marotte.
Ich bin um keine Fußball-Anekdote oder -Analogie verlegen. Oft trage ich auch Insignien meiner Leidenschaft – Sport-Caps. Die sind Super Gesprächsöffner! Und ich freue mich jedes Mal, wenn ich mit meinem Brieföffner im Stil eines altrömischen Schwerts Briefe öffnen kann.
Was bringt Sie in Harnisch?
Wenn der HSV mal wieder stümperhaft verliert. Und Mikromanagement, egal in welchem Lebensbereich.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Meine Frau ist genervt, wenn ich zu viel Fußball schaue, darüber spreche und/oder meine Stimmung darunter leidet.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Mit meinen Kindern und Enkelkindern viel Zeit verbringen – am besten in den berühmtesten Fußballstadien der Welt, um Stars und Spielkultur gemeinsam zu erleben. Und, nachdem ich zu Studienzeiten bereits einen Fußballverein mitgegründet habe: Ich würde gern eine Jugendfußballmannschaft trainieren.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Loyalität. Vor allem, wenn die Dinge einmal nicht so laufen, wie geplant oder erhofft. Dann zeigt sich, welche Mitmenschen wirklich zu einem stehen. Das ist keine Einbahnstraße – ich messe mich auch selbst an diesem Anspruch.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Mein Handy. Andere materielle Dinge sind mir nicht so wichtig, als dass ich nicht darauf verzichten könnte. Wobei: Auf meine Blackroll und mein Blackroll-Nackenkissen will ich auch nicht mehr verzichten.
Was war Ihr peinlichster Moment?
Für Fremdscham hat seinerzeit der eine oder andere Auftritt von mir als „junger Digitalberater mit Hoodie“ gesorgt.
Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?
Dass der HSV in die Zweite Bundesliga absteigt. Und seitdem immer wieder den Wiederaufstieg verspielt.
Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter übernommen?
Ein gutes Gespür für Farbe und Inneneinrichtung.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Der Job des Bundeswirtschaftsministers. Um tiefere Einblicke zu gewinnen in die politischen Herausforderungen und um dem Politikbetrieb ein paar Impulse in Sachen unternehmerischem, lösungsorientiertem Denken mitzugeben. Diese Fähigkeit macht so viele Entscheider und Unternehmerfamilien unglaublich stark und Deutschland braucht mehr davon, um wieder voranzukommen.

(Foto: Privat)
„Gemeinsam mit Freunden habe ich als Student den FC Winterhude Hamburg 04 gegründet – und unglaublich viel gelernt. Der Wimpel unseres Vereins hängt auf meinem Schreibtisch zu Hause und erinnert mich immer an erkämpfte Erfolge und viele großartige Feiern…“
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