Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Signify-CEO Rada Rodriguez, die Neugier super findet

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Rada Rodriguez, CEO vom Beleuchtungsunternehmen Signify, früher Philips

 

Rada Rodriguez (Foto: PR/Signify)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Signify ist Weltmarktführer für Licht und Beleuchtung und ist den meisten Menschen mit seiner Beleuchtungsmarke Philips ein Begriff.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Ich habe feste Rituale. Mein Mann lebt zuhause in unserer Wahlheimat Schweden – bin ich bin meist über viele Wochen allein in Hamburg und kann meinen Tag flexibel gestalten. Aufstehen um 5.30 Uhr – danach eine Runde laufen oder Morgengymnastik mit dreiminütiger Plank-Session. Einen Morgenkaffee beim Fertigmachen. Um acht Uhr bin ich meist im Büro.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Ich rufe Kolleginnen und Kollegen lieber an, als ihnen eine Mail oder eine Nachricht zu schreiben.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Dass ihnen am Anfang manchen fast der Hörer aus der Hand gefallen ist… aber jetzt haben sich alle längst dran gewöhnt, dass es ganz normal ist, wenn das Telefon klingelt und die Chefin ist dran.

 

Tee oder Kaffee?

Ganz klar Kaffee. Mein Mann stammt aus Lateinamerika und dank eines gewissen Nationalstolzes gibt es bei uns natürlich nur kräftige Arabica-Bohne aus dem Hochland von Peru.

 

Ihr Spitzname ist…?

Rada 🙂 Das ist so kurz, da konnte sich nie ein Spitzname durchsetzen.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich esse jeden Tag einen Apfel samt Kerngehäuse.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn mich Leute fragen, ob ich über meine Rente nachdenke.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich war früher Leistungsschwimmerin und das steckt immer noch in mir. Mir sind Struktur, Disziplin und feste Rituale sehr wichtig. Das kann für andere anstrengend sein… ich gebe zu, manchmal wären ein bisschen mehr Spontaneität und Leichtigkeit nicht verkehrt.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Ich habe keine Ambitionen, den Job in nächster Zeit an den Nagel zu hängen. Aber es ist ein schöner Gedanke, zu wissen, dass ich irgendwann wieder mehr Zeit für meine Familie und Reisen habe.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Neugier. Mit neugierigen Menschen wird es nicht langweilig, man kann viel mit ihnen erleben, interessante Gespräche führen und selbst Neues entdecken. Im Deutschen wird „Du bist zu neugierig!“ ja oft als Kritik genutzt – das kann ich gar nicht nachvollziehen. Ich finde Neugier super.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Auf mein Notizbuch, mein iPhone und meinen Shake – ich esse nur einmal am Tag warm und ansonsten meinen Shake.

 

(Foto: Privat)

 

Was war Ihr peinlichster Moment?

Mit meinem früheren Chef am Flughafen. Die Stimmung war schon angespannt und zu allem Überfluss nahm der Parkautomat nur Kleingeld an. Sein Besuch begann also damit, dass ich ihn um zwei Euro für die Parkgebühr bitten musste.

 

Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?

Definitiv auf die Corona-Pandemie. Der Kontakt zu Kollegen und der Familie hat mir sehr gefehlt, gerade weil ich ja so viel reise. Ich bin heilfroh, dass wir uns jetzt wieder persönlich treffen und Kontakte pflegen können.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Annalena Baerbock, ich würde gerne mal für einen Tag in die Rolle der Außenministerin. Ich engagiere mich in unterschiedlichen Branchenverbänden und interessiere mich sehr für Politik im In- und Ausland:

 

 

 

 

 

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