Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Verena Gründel, Chefin der Dmexco, der Fachmesse für digitales Marketing und Werbung, die jährlich in Köln stattfindet

Verena Gründel (Foto: PR/Dmexco)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Wir veranstalten Messen, Konferenzen und andere Events in Köln und der Welt, unter anderem die Dmexco.
Womit beginnt Ihr Tag?
Um sechs Uhr mit einem Morgenlauf durch die Siedlung oder Krafttraining auf der Matte. Immer mit dabei: ein Hörbuch oder Lieblingspodcast: Reisen Reisen, Pioneer Briefing, Handelsblatt Morning Briefing, Pioneer Tech Briefing, Business Punk How to Hack – meist einer nach dem anderen.
Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job ?
Zu Terminen in der Stadt fahre ich normalerweise mit dem Rad. Und jeden Dezember gibt’s von mir mit rosa Zuckerguss, bunten Streuseln und Glitzer verzierte Einhornplätzchen für alle.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Die kennen mich erst seit Februar, freuen sich auf Nachfrage aber schon gaaanz doll auf die Einhornkekse.
Tee oder Kaffee?
Beides. Tee: rot und fruchtig. Kaffee: ein winziger Espresso mit viel aufgeschäumter Hafermilch – geht im Zweifel auch ohne Espresso
Ihr Spitzname ist…?
View – gesprochen Fju. Weil wir es in der fünften Klasse witzig fanden, unsere Vornamen englisch auszusprechen, wurde aus Verena Virina. Daraus machten meine Freundinnen Viri mit englischen R. Dann Fury. Und ab der zehnten Klasse blieb es bei View.
Verraten Sie eine Marotte.
Welche möchten Sie hören? Dass ich am Sonntag alle digitalen Supermarktprospekte nach Angeboten durchblättere? Dass ich Schranktüren halboffen stehen lasse? Dass ich mir Essen immer selbst auf den Teller fülle? Dass mein Aperol Spitz eine Olive braucht? Oder dass ich seitenlange detaillierteste To-Do-Listen führe?
Was bringt Sie in Harnisch?
Wenn Menschen langsam gehen. Und Sprachnachrichten, die faulste und egoistischste Kommunikationsform aller Zeiten. Wenn du willst, dass ich dir vor Weihnachten antworte, schick mir einen getippten Text.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Dass ich Dinge gern „mal schnell“ und „nur kurz“ mache. Vielleicht wirke ich gelegentlich hektisch.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Mit dem E-Motorrad um die Welt reisen und die Tour per Podcast begleiten.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Weltoffenheit. Ich mag es sehr, wenn Menschen anderem und anderen gegenüber neugierig, offen und unvoreingenommen gegenübertreten.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Mein iPhone, Laufschuhe, Kaffeebecher. Lippenpflege, Glätteisen, Feuchttücher.
Was war Ihr peinlichster Moment?
Ich habe die harte Scham-Schule durchlaufen, als mein Vater mich zu Schulzeiten jeden Morgen mit dem Auto zur Haltestelle des Schulbusses fuhr. Wir waren sehr oft zu spät, sodass der vollbesetzte Bus wegen mir warten, die Türen noch mal öffnen oder sogar wieder anhalten musste. Regelmäßig 60 Paar genervte Schüleraugen auf mich gerichtet zu haben, hat mich abgehärtet.
Auf welches Erlebnis hätten Sie lieber verzichtet?
Meine persönliche Gender-Paygap-Erfahrung. Das war die Gehaltsverhandlung, in der mir bewusst war, dass mein männlicher, gleichalter Kollege besser bezahlt wurde als ich, ich aber meinen damaligen Chef partout nicht überzeugen konnte, mir dasselbe Gehalt zu geben. Obwohl ich fest überzeugt bin, dass ich besser war und mehr leistete.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Winzerin in Südtirol

(Foto: Privat)
„Wenn ich konzentriert arbeiten oder kreativ sein will, hören ich oft die Spotify-Playlist „lofi beats“ über meinen Sonos One, der hinter dem Schreibtisch im Regal steht. Für mich ist das die beste Methode, um maximalen Fokus zu erreichen“, erzählt Verena Gründel.
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