Buchauszug Florian Schwinn: „Die Klima-Kuh. Von der Umweltsünderin zur Weltenretterin“
„Die Kuh ist ein Klimakiller, weil sie das hochwirksame Treibhausgas Methan ausstößt. Bei der Produktion eines Kilos Rindfleisch werden 15.000 Liter Wasser verbraucht. „Wirklich? Ist das so?“, fragt der Journalist Florian Schwinn und unternimmt mit seinem Buch „Die Klima-Kuh“ den Versuch der Ehrenrettung unseres wichtigsten Nutztieres. Denn es gibt viele Narrative über die Landwirtschaft, die schlicht falsch sind, oder die gerne mal falsch verstanden werden. Das bisweilen auch absichtlich: Gezieltes Missverstehen ist eine Form der politischen Auseinandersetzung. Entsprechend schwer sind solche Erzählungen als Märchen zu entlarven oder gar aus der Welt zu schaffen. Aber es geht auch andersherum: Wir können mit Kühen die Klimakrise aufhalten, die Biodiversität wiederherstellen, die Kulturlandschaft retten und den Naturschutz stärken. Nebenbei lichten wir die Wälder auf und schaffen neue, vernetzte Lebensräume für Wildpflanzen und Wildtiere und Erholungsgebiete für gestresste Städter. So wie die Kuh der Nukleus unserer ganzen Kultur ist, weil wir unsere Zivilisation auf dem Rücken der Rinder aufgebaut haben, so kann die „Kuhwende“ der Nukleus einer umfassenden Agrarwende werden. Mit der sichern wir unsere Zukunft – die Landwirtschaft.“

Florian Schwinn (Foto PR/Sebastian Reimold)
Die Kuh-Klima-Lüge
»Ein Narrativ«, sagt Wikipedia, sei »eine sinnstiftende Erzählung, die Einfluss auf die Art hat, wie die Umwelt wahrgenommen wird. Es transportiert Werte und Emotionen, ist in der Regel auf einen Nationalstaat oder ein bestimmtes Kulturareal bezogen und unterliegt dem zeitlichen Wandel. In diesem Sinne sind Narrative keine beliebigen Geschichten, sondern etablierte Erzählungen, die mit einer Legitimität versehen sind.«
Hier geht es um ein solches Narrativ. Allerdings um eines, das eher Unsinn stiftet und eher keine Legitimität besitzt. Ganz so wie das, was der hessische Biobauer Dieter Euler mir einmal gesagt hat und was ich hier noch einmal zitiere: »Neunzig Prozent der sogenannten Narrative über die Landwirtschaft stimmen nicht, oder sie stimmen so nicht. Der Fakt als solcher stimmt, aber die Schlüsse, die daraus gezogen werden, sind falsch oder unsinnig.«
Der Fakt wäre in unserem Fall, dass Wiederkäuer das Treibhausgas Methan ausstoßen. Das produzieren die Mikroorganismen in ihrem Verdauungstrakt, wenn sie dabei helfen, den schwer verdaulichen Zellstoffbrei zu zersetzen. Fakt ist auch, dass Methan um ein Vielfaches klimawirksamer ist als Kohlendioxid. Um wie viel mehr genau, das ist allerdings schon wieder strittig, zumindest gibt es dazu unterschiedliche Angaben. Und was das bedeutet, ist auch nicht ganz klar, denn Methan zerfällt schnell und ist also rasch wieder weg aus der Atmosphäre. Wenn es deshalb nur kurze Zeit klimawirksamer als Kohlendioxid ist, was besagt dann die höhere Klimawirksamkeit überhaupt?
Wegen des Methanausstoßes die Wiederkäuer generell und die Rindviecher insbesondere zu Klimasündern oder gar Klimakillern zu stilisieren, ist jedenfalls einer jener falschen und unsinnigen Schlüsse, die aus den Fakten gezogen werden. Warum das so ist, wird im Folgenden hoffentlich ausreichend erklärt. Wer hier weiterliest, wird womöglich am Ende einer liebgewonnenen Erzählung beraubt sein – was natürlich nicht bedeutet, dass diese aus der Welt geschafft wäre.
Denn das zugehörige Narrativ ist nun einmal in die mediale Welt gesetzt und aus ihr wahrscheinlich auch nie wieder zu entfernen. Selbst wenn es sich bei genauerem Hinschauen wissenschaftlich nicht halten lässt. Dass solche Narrative ein hohes Beharrungsvermögen haben, liegt daran, dass sie plausibel klingen und auch deshalb immer wiederholt werden. Durch hohe Penetranz erlangen sie schließlich den Status des Allgemeinwissens. Und dann werden sie, wie eine Sage in früheren Zeiten, von Mund zu Mund weitergegeben.
Es gibt eine eigene Forschungsrichtung, die sich mit solchen Überlieferungen beschäftigt. Der Volkskundler Rolf Wilhelm Brednich gehört zu den Wissenschaftlern, die den Begriff der »Modernen Sage« eingeführt haben. In den 1990er-Jahren legte er mehrere Sammlungen moderner Mythen vor, die im letzten Jahrzehnt ohne Internet dennoch um die Welt gegangen sind. So die Erzählung von der giftigen »Spinne in der Yuccapalme«, die dann auch Titelgeschichte eines seiner Bücher wurde.3 Rolf Wilhelm Brednich versuchte bei den modernen Sagen nachzuvollziehen, wie sie jeweils entstanden waren, wo sie zuerst erzählt wurden, welche Funktion sie hatten und wem sie vielleicht nützten.
Cui bono? Das wäre auch die Frage beim Mythos vom Klimakiller Kuh. Die Tierärztin Anita Idel, Lead-Autorin des Weltagrarberichts,4 hat schon ihre Dissertation zur Rinderhaltung geschrieben und 2010 mit ihrem Buch Die Kuh ist kein Klima-Killer! die Weiderinder der fossil betriebenen Agrarindustrie gegenübergestellt. Ähnlich wie der Volkskundler Rolf Wilhelm Brednich suchte auch Anita Idel nach dem Ursprung der modernen Sage, in diesem Fall der von der Klimakillerin Kuh. Fündig wurde sie bei der von der Welternährungsorganisation FAO 2006 veröffentlichten Studie »Livestock’s Long Shadow«.5 Die sei wenigstens dafür verantwortlich, den Mythos beschleunigt um die Welt getragen zu haben. Anita Idels Einordnung:
»Zwar war es überfällig, den Finger auf die Wunden zu legen, die der lange Schatten der Tierhaltung mit der Produktion und dem Konsum von Fleisch, Milch und Eiern immer weiter aufreißt. Aber die Autoren hatten ihre Untersuchungen nicht auf unterschiedliche Produktionssysteme und -intensitäten ausgerichtet, obwohl sinnvolle Schlussfolgerungen nur möglich sind, wenn bekannt ist, welcher Aufwand an Ressourcen für welches Ergebnis aufgebracht werden musste. Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, hätten die Daten getrennt erhoben werden müssen:
für unterschiedliche Produktionsysteme – von nachhaltiger bis zu intensiver Produktion;
für unterschiedliche Produktionsrichtungen: zum Beispiel für die Tierhaltung auf der Weide und im Stall.
Die Studie ›Livestocks’ Long Shadow‹ provoziert nicht nur hinsichtlich mangelnder Informationen zur Weidehaltung Irritationen. Problematisch ist die Interpretation von Ergebnissen zudem immer dann, wenn sich die Autoren hinsichtlich des Klimawandels auch bei ihren Schlussfolgerungen auf Emissionen beschränken und dadurch die Potenziale nachhaltiger Kreislaufwirtschaft weitgehend ignorieren.«6
Die Geschichte funktioniert also nach dem altbekannten Märchenmuster: »Es war einmal …« Ein Setting wird behauptet, in diesem Fall: Es war einmal eine Studie. Und die Frage »Cui bono« – wem nützt das? Im Gespräch sagt Anita Idel, der Mythos von der klimaschädigenden Kuh sei eine perfekt gezündete Nebelkerze: »Ich halte es für einen der größten Erfolge der Ölkonzerne, erreicht zu haben, dass tatsächlich die meisten Menschen an die Kuh denken, wenn die Rede vom Klima und von Methan ist. Und das auf allen Kontinenten.« Dieser Scheinzusammenhang, dann auch noch von einer Studie der FAO abgesegnet, also von einer Organisation der Vereinten Nationen, lenke wunderbar ab von der Tatsache, dass seit Jahrzehnten der Zuwachs an Methan in der Atmosphäre nachweislich aus fossilen Quellen stammt.
»Klimaexperten gehen davon aus, dass das Fracking die Ursache für die Zunahme des Methans in der Atmosphäre ist«, sagt sie: »In den Köpfen ist aber, dass das Methan etwas mit der Kuh zu tun hat.« Daran, dass das weiter so funktioniert, habe nicht nur die Öl- und Gasindustrie ein Interesse. »Natürlich ist das auch ganz im Sinne derer, die an der Industrialisierung der Landwirtschaft verdienen, denn mit dieser Industrialisierung und Intensivierung ist immer fossile Energie verbunden.«
Hinzu kommt, dass man mit der Begründung der Methan-Reduktion die Kühe von der Weide in den Stall treiben kann, und damit in den Zugriff der Agrarindustrie. Eine Hochleistungskuh, die zwölftausend Kilo Milch im Jahr gibt, muss schon deshalb mit einer großen Menge Kraftfutter versorgt werden. Sie steht im Stall, weil sie auf der Weide gar nicht satt würde. Und weil sie im Stall entsprechend weniger kuhtypisches Raufutter aufschließen muss, produziert sie pro Liter Milch weniger Methan als eine Weidekuh, die weniger Milch gibt, weil sie ja weniger Kraftfutter bekommt. Klingt doch logisch, oder?

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Lässt sich auch wunderbar mit Studien nachweisen. Vor allem, wenn man es unterlässt, die Produktionssysteme zu vergleichen und deren unterschiedlichen Einfluss auf Biodiversität und Klima, wie schon von der maßgeblichen FAO-Studie vorgeführt. Wenn es allerdings nicht mehr um die Produktionsoptimierung geht, also um die schiere Menge produzierter Milch, sondern um den Methanausstoß pro Liter Milch, dann sind die Weidekühe sogar besser als die Hochleistungsstallkühe. Auch das ist schon nachgewiesen und wird hier gleich behandelt.
Zuvor aber noch ein anderer Aspekt zum Narrativ von der klimaschädigenden Kuh und dessen Herkunft oder dessen Verstärkung. Dieter Euler vom Demeter-Hofgut Lindenberg im hessischen Kinzigtal macht weder die Agrarindustrie noch die Ölkonzerne dafür verantwortlich, dass der Mythos von der Klimakillerin Kuh gerade bei uns so viel Fahrt aufgenommen hat. Für ihn sind es die Nichtregierungsorganisationen, die das Narrativ dankbar aufgegriffen haben. »Irgendwann haben wir gemerkt, dass die Kuh Methan rülpst«, sagt Dieter Euler. »Das ist aber schon sehr lange her. In der Vorlesung Tierernährung wurde uns Studenten das als Tatsache vorgestellt. Das war in den 1970er-Jahren, und ich erinnere mich noch, dass wir damals staunend erfahren haben, dass man mit dem Methan, was eine Herde von vierzig Rindern am Tag ausstößt, den ganzen Betrieb heizen könnte. Es weiß nur niemand, wie man das Methan auffangen soll.« Zumindest noch nicht.7
So weit, so normal, so bekannt. Dann aber kam die besagte FAO-Studie. »Und dann hat Thilo Bode von Foodwatch erfahren, dass die Kuh Methan rülpst. Für ihn war das etwas Neues und er machte einen Skandal daraus.« Vielleicht hatte sich auch eine andere Umweltorganisation noch früher um die Beförderung des Narrativs durch Skandalisierung bemüht. In Dieter Eulers Erinnerung war es jedenfalls Foodwatch. Was aber bleibt: »Die Menschen, die durch die Skandalisierung aufgerüttelt wurden, kennen die Zusammenhänge gar nicht. Früher hätte ich gesagt: Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Heute sage ich: Herr vergib ihnen nicht! Sie sollen sich gefälligst mal schlau machen.«
Dann machen wir uns mal schlau. Methan ist CH4, besteht also, wie die Formel beschreibt, aus vier Teilen Wasserstoff und einem Teil Kohlenstoff. Fossiles Methan holen wir aus der Erde, um es zu verbrennen. Dann nennen wir es Erdgas. Wenn uns Wladimir Putin den Gashahn zudreht, nennen wir das Energiekrise, weil wir das Methan teurer anderswo einkaufen müssen. Zum Beispiel da, wo es via Fracking aus dem Boden gelöst wird, wobei erhebliche Methanverluste entstehen. Auch bei der Förderung von Erdöl entweicht fossiles Methan. Die Ölindustrie nennt das Operational Losses, ebenso wie bei Öl, das ins Meer oder sonst wohin fließt. Zudem entweicht aus undichten Bohrlöchern und Gasleitungen Methan, zumal, wenn diese gesprengt werden, wie 2022 die Nordstream-Pipelines. Da strömte tagelang Methan aus. So wie auch aus den russischen Förderanlagen, die wegen des Boykotts in Folge des Angriffs auf die Ukraine ihr Erdgas nicht mehr losgeworden sind.
In der Atmosphäre ist Methan laut Umweltbundesamt 25-fach klimawirksamer als Kohlendioxid.8 Auch 28-fach ist zu lesen, zum Beispiel auf dem Bildungsserver einer Informationsseite für Lehrerinnen und Lehrer.9 Bei der Max-Planck-Gesellschaft ist Methan dagegen nur 21-mal klimawirksamer als CO2.10 Doch egal wievielmal stärker Methan wirkt, jedenfalls bleibt es nicht lange in der Atmosphäre. Während das von uns heute emittierte Kohlendioxid laut Weltklimarat noch mindestens dreißig, teilweise aber über tausend Jahre die Erde aufheizen kann,11 zerfällt das Methan nach nur relativ kurzen elf oder auch zwölf Jahren. Es kommt allerdings immer neues nach. Was nicht so schlimm wäre, wenn es zum natürlichen Methankreislauf gehören würde. Dann bliebe die Gesamtmenge in der Atmosphäre nämlich konstant. Das ist aber nicht der Fall.
Die US-amerikanischen Earth System Research Laboratories, also die Labore für Erdsystemforschung, messen für die Klimawissenschaft weltweit die Treibhausgase in der Atmosphäre. Die vom ESRL erstellte Statistik für Methan verzeichnet in den letzten Jahrzehnten einen steilen Anstieg: Von rund 1 600 Parts per Billion, also Milliardstel Anteilen im Jahr 1985, ging es steil nach oben bis fast 1 800 ppb Anfang der 2000er-Jahre. Dann blieb der Anteil des Methans in der Atmosphäre etwa gleich, bis 2006 erneut ein Anstieg um weitere 100 ppb bis heute einsetzte.
Hat das irgendetwas mit der Population der Rinder auf der Erde zu tun? Könnten sie für den Anstieg des Methans in der Atmosphäre verantwortlich sein? Im Gegenteil: Die weltweite Rinder-Statistik zeigt seit 1990 steil nach unten. Bis 2016 nahm der globale Bestand um hundert Millionen Tiere auf dann nur noch 963 Millionen ab. Inzwischen werden wieder etwas über eine Milliarde Rinder auf der Erde gehalten. Klar ist jedenfalls, dass die beiden Statistiken nichts miteinander zu tun haben. Der Zuwachs an Methan muss woanders herkommen.
»Und die eine Milliarde Rinder auf der Erde heizen das Klima auch nicht zusätzlich an, schon gar nicht, wenn der Rinderbestand gleichbleibt oder sogar sinkt«, sagt Wilhelm Windisch, emeritierter Professor für Tierernährung an der Technischen Universität München. Es gibt eben einen natürlichen Methankreislauf, in dem auch die Wiederkäuer leben. Sie schicken weiteres Methan in die Atmosphäre, aber nicht mehr, als dort abgebaut wird. »Wir müssten schon sehr viele Rinder zusätzlich halten, um den natürlichen Methankreislauf zu beeinflussen.« Tun wir aber nicht, weshalb dieses Argument in Sachen klimaschädlicher Kuh schon mal ausfällt. Es gibt auch keinen spontanen, exorbitanten Anstieg an wilden Wiederkäuern, denen man die Klimakrise in die Hufe schieben könnte. Gut, wir haben in Deutschland mehr Wild als je zuvor, was an der Landwirtschaft liegt, die es in ebenfalls nie dagewesener Üppigkeit füttert, mit Raps und Mais zum Beispiel. Und zu diesem Wild gehören auch Wiederkäuer wie Hirsche und Rehe. Aber das ist eine lokale Erscheinung. Weltweit nimmt auch die Zahl der wilden Wiederkäuer eher ab.
Bis hierhin ist schon mal klar: Die Kuh, das Rind, das Vieh ist es nicht, was unser Klima schädigt; nicht via Methan und erst recht nicht, wenn es schlicht naturnah und nachhaltig auf der Weide leben darf. Die Rinder sind Teil des natürlichen Methankreislaufes, so wie das die Millionen wilder Wiederkäuer, die wir dezimiert oder ausgerottet haben, vor unseren Nutztieren auch waren. Das zusätzliche Methan in der Atmosphäre stammt aus fossilen Quellen, die wir Menschen anbohren.
Fussnoten:
- 3 Rolf Wilhelm Brednich: Die Spinne in der Yuccapalme. Sagenhafte Geschichten von heute.
4 Der Weltagrarbericht wurde 2009 vom Weltagrarrat vorgelegt. Der IAASTD, International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development, ist eine ähnliche Organisation wie der Weltklimarat IPCC. Er wurde 2002 von Weltbank und
Vereinten Nationen gegründet, um Unterernährung und Armut zu bekämpfen.
5 Siehe Steinfeld et al.: »Livestock’s long shadow«.
6 Idel: Die Kuh ist kein Klima-Killer! S. 64 f.
7 Das gemeinsame Forschungsprojekt »MethAnLand« des Karlsruher Instituts für Technologie und des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie in Dummerstorf soll klären, ob es machbar und sinnvoll ist, das Methan aus der Stallluft herauszufiltern, um damit Maschinen betreiben oder heizen zu können.
8 Siehe: https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft/umweltbelastungen-der-landwirtschaft/lachgas-methan; abgerufen im September 2023.
9 Siehe: https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Treib hausgase#cite_note-8; abgerufen im September 2023.
10 Siehe: https://www.mpg.de/405362/forschungsSchwerpunkt; abgerufen im September 2023.
11 Der Weltklimarat IPCC schreibt dazu: »Eine bestimmte Verweilzeit für Kohlendioxid in der Atmosphäre anzugeben ist nicht möglich. Einzelne Moleküle verbleiben nur wenige Jahre in der Atmosphäre und treten dann in komplizierte Austauschprozesse mit dem Ozean und der Vegetation ein. Von diesen Reservoiren wird ein Teil des CO2 wieder in die Atmosphäre emittiert, auch in Anhängigkeit von der Temperatur. Ein höherer CO2-Gehalt (zum Beispiel durch anthropogene Aktivitäten) hält sich daher deutlich länger in der Atmosphäre. Circa die Hälfte ist nach dreißig Jahren nachweisbar und zwanzig Prozent können noch einige Jahrtausende vorhanden sein. Über diese Zeiträume herrscht in der Forschung keine Einigkeit.« International Panel on Climate Change: »Climate Change 2007, Working Group I, 7.3.1.2«.
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