Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Experimenta-Chefin Bärbel Renner: „Längere Redepausen sind nicht mein Ding“

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Bärbel Renner, die neue Chefin der Experimenta in Heilbronn, Deutschlands größtem Science Center. Es nennt sich selbst ein Mitmachmuseum: Dazu gehören ein Planetarium und Wissenschaftstheater, eine Sternwarte und ein Laborbereich samt  Schülerforschungszentrum.

 

Bärbel Renner (Foto: Experimenta/PR)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

In der experimenta vermitteln wir unseren Besuchern interaktiv, wie spannend Wissenschaft sein kann und motivieren sie, die Welt neu zu entdecken.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Gefühlt muss ich jeden Tag zu früh raus; ich bin eher ein Abendmensch. Der Griff zum Handy ist leider nach dem Weckerklingeln die erste Tätigkeit. Danach brauche ich ein gutes Frühstück – und los geht’s: Ich empfinde es als besonderes Glück, dass ich zu Fuß ins Büro gehen kann.

 

Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Meine Leidenschaft für Kunst, Literatur, klassische Musik sorgt dafür, dass viele Gespräche mit aktuellen Kulturtipps enden. Und bei meinen Geschenken ist oft im Vorfeld schon klar, dass die Beschenkten ein Buch erwartet. Dazu kommt meine Neigung, dass ich in Gesprächsrunden mit Schwaben schnell in den Dialekt verfalle. Das würde ich positiv als Heimatliebe bezeichnen.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Sie trägt gerne leuchtende Farben. Inoffiziellen Gerüchten zufolge werde ich im Kollegenkreis als „Lady in Red“ bezeichnet. Das Experimenta-Team würde mich außerdem vermutlich als sehr kommunikativ beschreiben: Längere Redepausen und das Heft aus der Hand geben sind eher nicht mein Ding. Und ich lache sehr gerne.

 

Tee oder Kaffee?

Zum Start in den Tag Tee, tagsüber bin ich doch eher der Kaffeetrinker.

 

Ihr Spitzname ist…?

Aktuell gibt es keinen – zumindest, soweit ich weiß. In der Schulzeit war es Butterfly – wohl wegen meiner farbenfrohen Kleidung und weil ich immer in Bewegung bin.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich esse sehr gerne Kuchen und backe auch, um zu entspannen.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Es ärgert mich, wenn sich Entscheidungen verzögern. Da werde ich schnell ungeduldig.

 

 … und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Vermutlich meine Ungeduld. Ich fürchte, ich kann manchmal sehr fordernd sein – findet besonders mein Sohn.
 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Was ich jetzt auch schon zur Entspannung genieße: in die Oper gehen, ins Theater, in klassische Konzerte. Ich würde sicher noch mehr Städtereisen machen und mir längere Wanderurlaube gönnen; Südtirol ist eines meiner Lieblingsziele. Und ich würde lesen, lesen, lesen …

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Neben Kompetenz vor allem Offenheit, Herzlichkeit und Demut. Vor allem letzteres ist ja leider sehr aus der Mode gekommen. Und ich schätze achtsame Menschen.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Bücher, die mich inspirieren oder auch einfach vom Alltag ablenken. An zweiter Stelle meine Sportschuhe: ich brauche Bewegung, um den Kopf freizubekommen. Und dann mein Smartphone, ohne dass ich mir mein Leben einfach nicht mehr vorstellen kann.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich würde gerne in eine Kultureinrichtung gehen: Intendantin der Oper in Wien.

 

Bärbel Renner (Foto: PR/Experimenta)

 

Mein Lieblingsgegenstand hängt in meinem Büro an der Wand: Es ist ein Kalender, der mich seit vielen Jahren begleitet – mit einer jährlich neuen, immer besonderen Auswahl an Lyrik, handgeschrieben von einem sehr guten Freund, der Verleger ist.

 

 

 

Lesetipp aus 2019 mit Bärbel Renners Vorgänger: Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet mit Experimenta-Chef Wolfgang Hansch, den Respektlosigkeit ärgert | Management-Blog (wiwo.de)

 

 

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