Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Stefan Hoff, dem Chef der EMG Studios, der immer schwarze Hemden trägt

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Stefan Hoff, CEO der EMG Studios (Euro Media Group) in Deutschland, die „Wer wird Millionär“ oder „stern TV“ produzieren.  

 

Stefan Hoff (Foto: syh/EMG)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Wir sind ein technisches Fernsehdienstleistungsunternehmen mit eigenen Fernsehstudios in Hürth bei Köln.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Der Tag beginnt immer mit einem Caffè. Typisch italienisch: Caffè hat immer Vorrang. Egal, wie bedeutend eine Sache ist, der Caffè ist für den Moment in jedem Fall wichtiger. Aber diesen Luxus kann ich mir tatsächlich nur morgens zwischen sechs und sieben Uhr früh direkt nach dem Aufstehen erlauben.

 

Was unterscheidet Sie  von anderen im Auftreten und im Behave im Job?

Ich trage seit mindestens zehn Jahren im Berufsleben ausnahmslos schwarze Hemden und werde von meinen internationalen Kollegen auch schon liebevoll „Man in black“ genannt. Zudem essen ich über den Bürotag verteilt wirklich jeden Tag immer zwei Laugenbrezeln.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Als hätte ich es geahnt. Meine MitarbeiterInnen sagen, ich … sei nahbar, … habe ein selbstbewusstes Auftreten, … bin direkt, … bin ehrlich, … bin anders/eckig, … bin authentisch, … bin persönlich und bin verlässlich. Was der Flurfunk ungefiltert hinter meinem Rücken sagt, weiß ich natürlich nicht.

 

Tee oder Kaffee?

Caffè. Sempre.  …. mit zwei Tütchen Sweet’n Low.

 

Ihr Spitzname ist…?

syh – Dieser Name ist weniger ein Spitzname, aber er ist als eingetragene Marke seit vielen Jahren unverwechselbar mit mir verbunden. Gleichzeitig sind es meine Initialen mit einer kleinen Spielerei rund um meinen zweiten Vornamen…

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich knöpfe bei meinen Hemden immer mit jeweils einer Hand zwei Knöpfe gleichzeitig auf. Warum? Weil ich es kann.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wer mein Vertrauen missbraucht, dem kündige ich die Freundschaft. So ist meine älteste Freundschaft zu Ende gegangen.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich denke, nichts ist ab und an so aufreizend und vielleicht auch provozierend wie meine äußere und innere Gelassenheit – zumindest an manchen Tagen.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Tatsächlich möchte ich reisen. Mein Ziel ist es, irgendwann 100 Länder und mehr bereist zu haben. Corona hat mich in diesem Vorhaben jäh gestoppt. Aktuell habe ich bereits 96 verschiedene Länder besucht. Wenn ich in Rente bin, habe ich dann hoffentlich mehr Zeit für diese Leidenschaft und bin auch noch ein paar Jahre fit genug dafür. Einen Trip nach Auckland, Neuseeland in 99 Stunden hin und zurück würde ich dann nicht noch mal machen wollen… schon aus ökologischen Gründen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Ich schätze es, wenn Menschen aufrichtig und echt sind. Ich bin ein sehr offener Menschen und liebe es Menschen zu begegnen. Ich merke ganz schnell, bei wem der Funke überspringt und bei wem das Verhalten vielleicht aufgesetzt ist?!

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Mein iPhone, aber auch, weil es meine Kamera und meinen mp3 Player ersetzt. Ein Zahlungsmittel. Meinen Ausweis.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Die Antwort ist fiktiv und Freddie bereits verstorben – aber: Ich würde gerne den Part von Freddie Mercury beim „Live Aid“-Auftritt von Queen übernehmen…

 

 

(Foto: Privat)

 

Stefan Hoff erzählt: „Als kleiner Junge wurde ich groß mit Eishockey spielen auf zugefrorenen Baggerseen. Sätze wie ´Wenn ich noch mal auf die Welt komme, dann…` habe ich nie gemocht, aber wenn, dann würde ich gerne noch mal in Kanada auf Schlittschuhen und mit Hockeystock aufwachsen.

Wayne Gretzky spielte von 1978 – 1988 sehr erfolgreich für die Edmonton Oilers, für die heute der deutsche Wayne Gretzky und gebürtige Kölner, Leon Draisaitl in der National Hockey League (NHL) spielt. Gretzky war damals mein absolutes Sportidol. Bei einer USA-Kanada-Rundreise habe ich alles gegeben, um einmal in Ottawa ein NHL-Spiel besuchen zu können. In der Drittelpausen-Auktion habe ich für mich damals hohen finanziellen Einsatz dieses Bild von Gretzkys Abschiedsspiel ersteigert. Mit seiner Original-Unterschrift und er war dabei in der Eishalle.

Die restliche Reise und auf dem Heimflug habe ich das gerahmte und schwere Bild nicht mehr aus der Hand gegeben. Seitdem ist es nun über 15 Jahre lang ein Bestandteil meines Lebens. Es hängt in meinem Büro an der Wand gegenüber vom Schreibtisch. Auf kaum etwas anderes gucke ich öfter.“

 

 

 

 

 

 

 

 

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