Den „Nahaufnahme“-Fragebogen beantwortet Carl Otto Schill, Vermögensverwalter und Geschäftsführer des Unternehmerfonds Value Partnership. Mit dem Selection Value Partnership Fonds verwaltet Schill nach eigenen Angaben 35 Millionen Euro Anlagevermögen, mit der Fondsboutique Selection Asset Management über 400 Millionen Euro.
Carl-Otto Schill (Foto: Privat)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Wir verwalten eigenes Vermögen in unserer Unternehmensholding und sind Fondsadvisor (Fondmanager) für einen europäischen Small-Midcap-Unternehmerfonds.
Womit beginnt Ihr Tag?
Ich stehe um sechs Uhr auf, füttere die Katze, ziehe mir einen Cappuccino und lese die Regionalzeitung, die „FAZ“ und die „Financial Times“ auf meinem iPad.
Was unterscheidet Sie von anderen im Auftreten und im Behave im Job?
Vielleicht ist das mein Pfälzer Erbe: Ich bleibe in jeder Situation gelassen, auch wenn es hoch her geht. Das kann auf andere durchaus zu stoisch oder gar unflexibel wirken, besonders, weil ich ein eher zurückhaltender Mensch bin.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Der ist zu kurz angebunden und möchte immer schnell auf den Punkt kommen. Leider kommt da das persönliche Gespräch zu kurz.
Tee oder Kaffee?
Kaffee
Ihr Spitzname ist…?
Carlos, aus dem Internat – und Abkürzung meines Namens.
Verraten Sie eine Marotte.
Ich habe von meinem Vater eine Überpünktlichkeit geerbt, ich bin regelmäßig zu früh am Flughafen oder bei einem Meeting.
Was bringt Sie in Harnisch?
Unzuverlässigkeit und voreiliges Gerede ohne Substanz. Endlose Meetings, die ich heute allerdings kaum mehr habe.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Dass ich zu kurz angebunden bin und vielleicht meine Überpünktlichkeit.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Viel Zeit auf Mallorca verbringen. Nach vielen Jahren als geschäftsführender Gesellschafter einer mittelständischen Unternehmensgruppe habe ich vor zehn Jahren mein Hobby zum Beruf gemacht, diese Tätigkeit möchte ich möglichst lange wahrnehmen – auch von da aus.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Menschlichkeit, Zuverlässigkeit, Fähigkeit, Einsatzbereitschaft.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Leider heute das iPad, auf dem ich auch gerne Schach spiele. Auf unsere Kunst, ich bin ein Sammler von Grafiken Wolfgang Mattheuers auf unser Gründerzeithaus, in dem schon meine Großeltern gewohnt haben.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
An einem Tag kann man selber kaum was bewirken. Deshalb ein einmaliges Erlebnis: Zum Beispiel der deutsche Segler Boris Herrmann beim Vendée Globe, allerdings vor seinem Mastbruch.
(Foto: Privat)
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