Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Krystian Pracz, der Vorstandsvorsitzende der DRF Luftrettung.

Krystian Pracz (Foto: Privat)
Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.
Wir retten in Noteinsätzen jeden Tag und über Landesgrenzen hinweg Menschenleben mit unseren Hubschraubern.
Womit beginnt Ihr Tag?
Meine Frau wirft mich um 6.30 Uhr aus dem Bett, einer von uns geht mit unserem Hund raus – fast immer meine Frau – und anschließend trinken wir zusammen eine Tasse Kaffee und lesen die Tageszeitung.
Was unterscheidet Sie im Auftreten und Behave von anderen?
Ich kann mich am besten konzentrieren, wenn ich abgelenkt bin. In Gesprächen spiele ich parallel auf dem Handy, was meinem Gegenüber respektlos vorkommen kann – aber das ist meine Art, mich gerade bei komplexeren Themen voll zu konzentrieren.
… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?
Er macht immer tausend Sachen gleichzeitig.
Tee oder Kaffee?
Kaffee (viel).
Ihr Spitzname ist…?
Kryssi.
Verraten Sie eine Marotte.
Süßigkeitensucht. Ich neige dazu, alle Vorräte recht schnell wegzuputzen – und beschwere mich dann bei meiner Familie, dass ich vor lauter Arbeit nicht zum Essen gekommen bin. Und ich schaue Filme, die ich mag, so oft, bis ich sie mitsprechen kann – und das auch tue. Das finden meine Frau und die Kinder nur bedingt unterhaltsam.
Was bringt Sie in Harnisch?
Fremdbestimmung in jeder Form. Ich hasse es, wenn ich nach einer langen Woche Samstagmorgens eine Liste mit To-dos präsentiert bekomme, auf der Rasenmähen, Einkaufen, Autowaschen undsoweiter steht.
…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Ich kann wegen Kleinigkeiten an die Decke gehen, komme aber schnell wieder runter. Und ich bin notorisch unpünktlich – aber immer nur wenige Minuten.
Was möchten Sie gerne in Rente machen?
Unser Haus in Italien renovieren und ein Buch schreiben.
Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Schwarzen Humor, weil vieles auf der Welt nicht anders erklärbar ist, und absolute Ehrlichkeit.
Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Multifunktionssportuhr, Radcomputer und meine Rennräder.
Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Spitzenradfahrer – und bei der Tour de France als Gesamtführender auf die Champs Elysee einbiegen.
(Foto: Privat)
„Diesen schrecklichen Weihnachtsbaum hat meine Frau mal beim Schrottwichteln bekommen. Ich fand ihn so herrlich kitschig, dass er das ganze Jahr auf dem Schreibtisch stand. Als er dann kaputt ging, musste meine ganze Familie online auf die Suche nach einem neuen gehen – und fand ihn in Vietnam. Der ist zwar auch schon wieder halb kaputt, aber steht immer noch auf meinem Schreibtisch.“


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