Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Faktenkontor-Gründer Jörg Forthmann mit dem Spitznamen Teilchen-Forthmann

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Jörg Forthmann, Co-Günder und Chef der Agenturgruppe Faktenkontor, die zu den Top-Ten der PR-Agenturen in Deutschland gehört mit zuletzt gut 16 Millionen Euro Umsatz und 150 Mitarbeitern. Zu den Referenzkunden zählen Signal Iduna, Hapag-Lloyd oder die Asklepios Kliniken.

 

Jörg Forthmann (Foto: C.Tödtmann)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Wir sorgen mit kluger Kommunikation dafür, dass Unternehmen als Marktführer wahrgenommen werden – selbst wenn sie es in Wahrheit nicht sind.

 

Womit beginnt Ihr Tag? 

Mein Bio-Rhythmus sagt mir, dass ich nicht vor zehn Uhr aufstehen soll. Ich höre nicht auf ihn und stehe um sieben Uhr auf. Im Büro gibt es dann gegen acht Uhr den ersten Kaffee, in Ruhe und nur zusammen mit dem Kollegen Computer. Am Wochenende gibt es richtiges Frühstück und unbedingt mit Nutella – und nur Nutella.

 

Was unterscheidet Sie im Auftreten, in Gewohnheiten, im Behave, von anderen?

Ich mag keine Verschwendung, auch nicht im Kleinen. Wenn in der Mitarbeiter-Sitzecke das Licht brennt, obwohl niemand mehr da ist, schalte ich es aus. Das offene Fenster schließe ich wieder, damit nicht für draußen geheizt wird. Und bevor der teure Flug gebucht wird, fahre ich lieber mit der Bahn. Das ist wahrscheinlich eine Spätfolge, dass ich aus bescheidenen Verhältnissen komme.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Dass sie mir ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift „Qualitätsmonster“ geschenkt haben, weil ich hartnäckig Mängel und fehlende Kundenorientierung anmahne – auch wenn sie nur ganz klein sind. Egal ob es falsch gesetzte Kommata sind, ob sie zu wenig auf den Punkt schreiben oder zu wenig an den Kunden und seine Situation denken.

 

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Tee oder Kaffee?

Kaffee, Kaffee, Kaffee. Ich bin leidenschaftlicher Kaffeetrinker und habe überall, wo ich bin, Nespresso-Maschinen aufgestellt. Wegen der Crema auf dem Kaffee.

 

Ihr Spitzname ist…?

Teilchen-Forthmann, den gab mir eine Kollegin in meiner Zeit beim „Hamburger Abendblatt“, weil ich wahnsinnig gerne Kuchen mag und gerne backe. Ein paar Jahre später habe ich bei meinem späteren Arbeitgeber, der Unternehmensberatung Mummert Consulting einen Kuchenkreis gegründet: Jeden Freitag hat jemand einen Kuchen mitgebracht und wir haben nachmittags die Woche ausklingen lassen.

 

Verraten Sie eine private Marotte.

Abends nehme ich die „Tagesschau“ auf, weil ich es meistens nicht schaffe, sie mir um acht Uhr abends anzusehen. Wenn ich sie dann später am Abend sehe und dann danach das „Heute Journal“ läuft, sehe ich mir gleich die nächste Nachrichtensendung an. Ich bin ein Nachrichten-Junkie und meine meine Frau muss dann ganz tapfer sein.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Unehrlichkeit. Als Wahl-Hamburger liebe ich den hanseatischen Handschlag unter Kaufleuten. Das ist klar, direkt, ehrlich – und macht das Leben so viel leichter.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Pedanterie. Auch wenn ich dafür dann ein „Qualitätsmonster“-T-Shirt kassiere.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Ich möchte wahnsinnig gerne mit dem Segelschiff „Sea Cloud“ nach Mittel- oder Südamerika verreisen. Unter Segeln auf einem Viermaster – das muss toll sein.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Ehrliche Herzlichkeit. Also nichts Aufgesetztes. Im Sommer standen eine Bekannte und ich im Flur ihres Hauses und wir beide wussten nicht recht, ob wir uns zur Begrüßung herzlich umarmen sollen oder nicht. Wegen Corona, trotz Impfung. Und dann war da dieser Impuls, diese Umarmung doch zuzulassen – und es tat gut nach so langer Pandemie.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Meine Nespresso-Maschine. Dann Manschettenknöpfe, weil Manschetten am Hemd ein schöner, unauffälliger Schmuck für Herren ist. Und schließlich der Block mit Post-it’s, weil ich immer noch gerne mit Papier arbeite und mir an allen möglichen Stellen Notizen hin klebe.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Ich wäre gerne Aale-Dieter auf dem Hamburger Fischmarkt. Mit Menschen interagieren, um ihnen etwas zu verkaufen, ist eine hohe Kunst. Auf dem Verkaufswagen von Aale-Dieter – das würde mir gefallen.

 

 

„Diese Spielzeugpistole haben mir mal meine Vertriebsmitarbeiter geschenkt, damit ich schießen kann, wenn der Umsatz nicht stimmt“, erzählt Jörg Forthmann.

 

 

 

 

 

 

 

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