Lesetipp Kroker´s Look @ IT: 21 Prozent der Mitarbeiter werden am Arbeitsplatz überwacht – für 30 Prozent Kündigungsgrund

Lesetipp Kroker`s Look @ IT auf wiwo.de, mein geschätzter WiWo-Kollege Michael Kroker: 21 Prozent der Mitarbeiter am Arbeitsplatz überwacht – für 30 Prozent Kündigungsgrund 

„Insgesamt zeigt die Befragung, dass Mitarbeiter geringes Vertrauen in das eigene Unternehmen haben: So traut fast jeder zweite Beschäftigte seiner Firma zu, gegen Gesetze zu verstoßen, um Angestellte am Arbeitsplatz zu überwachen (47 Prozent). Umgekehrt erleben Arbeitgeber durch die Krise vermehrt Druck, ihr Personal im Home-Office zu kontrollieren. Das ist jedoch gar nicht notwendig…..“

 

Michael Kroker (Foto: wiwo)

 

By the way, mal quer gefragt: 

Wenn die Mitarbeiterüberwachungssoftware für die Behörden ein gefundenes Fressen ist – 1a-Beweise frei Haus

Mit Hilfe solcher Mitarbeiterüberwachungssoftware sollten die Behörden doch 1a-Beweise frei Haus bekommen, ob Unternehmen gegen Arbeitszeitgesetze verstoßen (lassen)? Also falls mal der Zoll eine Razzia macht, um zu gucken, ob der Arbeitsschutz beachtet wird oder Scheinselbständige an Bord sind? Braucht der nicht nur – wie bei Durchsuchungen üblich – sich ein paar Kopien vom Server ziehen, in Ruhe alles nachsehen und anschließend hohe Bußgeld-Bescheide verschicken?

Plus Strafanzeigen gegen die Manager, die dann schnell fünf- bis sechsstellige Strafen aus dem Privatvermögen zahlen müssen, vielleicht Bewährungsstrafen bekommen oder – der Super-Gau – ins Gefängnis kommen? Arbeitsrechtler kennen solche Fälle und sprechen nicht öffentlich darüber, geben tut es sie dennoch.

Ich frage mich seit langem, warum der Zoll und die Staatsanwaltschaft nicht viel öfter  auf die Server der Unternehmen schauen. Dann sehen sie schon, ob es tatsächlich Kurzarbeit gab – oder ob es die nur auf den händisch ausgefüllten Formularen gab, aber nicht in der Realität.

So gesehen würde es vermutlich lohnen, ein paar IT-Profis auszubilden oder anzuheuern, die ihre Gehälter rasch wieder einspielen würden – mit Bußgeld. So wie es sich schon lohnte, die Schwerpunktstaatsanwaltschaften aufzurüsten.

 

 

21 Prozent der Mitarbeiter am Arbeitsplatz überwacht – für 30 Prozent Kündigungsgrund

 

 

 

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