Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Amrop-Weltchefin Annika Farin, die familiäres Klima im Büro mag

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Annika Farin von Amrop, die gerade Global Chair der internationalen Personalberatung geworden ist. Die Ex-McKinsey-Beraterin steht damit als Weltchefin 73 Büros in 47 Ländern vor.

 

Annika Farin (Foto: Amrop)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Wir finden und entwickeln als Personalberatung weltweit Führungskräfte für unsere Klienten, die Unternehmen.

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Wenn ich nicht reise und in Hamburg bin, weckt mich morgens um halb sieben mein Lebensgefährte mit einem Milchkaffee (tut er wirklich 😉), bevor er das Haus verlässt – ich zappe ins liebgewonnen Frühstücksfernsehen und spurte dann zu spät zu meiner Tochter, um sie für die Schule zu wecken und schnell mit ihr ein kleines Frühstück einzunehmen.

 

Was unterscheidet Sie als Chef von anderen Chefs im Auftreten?

Ich mag es, wenn es persönlich und durchaus familiär bei uns zugeht – da sind dann öfter mal die Kinder im Büro.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Dass ich – positiv formuliert – über jede Menge Flexibilität verfüge. Was sie wohl meinen: „man könnte öfter auch mal Routinen folgen“…und, dass Planung eher auf einen 48 als einen 24 Stunden Tag ausgelegt ist….

 

Tee oder Kaffee?

Eindeutig und zu fast jeder Tages- und Nachtzeit: Kaffee

 

Ihr Spitzname ist…?

Änki, zumindest früher. Hat wohl mal mein kleiner Bruder oder mein Vater früh ins Spiel gebracht.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Auch wenn es heute völlig aus dem Trend ist: es fällt mir immer noch schwer, mich von Dingen zu trennen. Selbst von liebgewordenen Zeitungsartikeln.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Wenn auf die höfliche Nachfrage im Restaurant, ob man bitte Knoblauch weglassen könne, dann doch die ganze Zehe im Essen gelandet ist.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Ich bin immer der Letzte am Fluggate, das belastet gelegentlich die Nerven meiner Familie. Im Job, dass ich meine Umwelt mit dem typischen Satz „Und dann wollen / müssen wir noch dies oder jenes machen“ anstrenge, meist als spontane Info. Und dass ich die Pläne dann gerne mal über den Haufen werfe.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Gerne noch einmal an die Universität: Philosophie, Religionswissenschaften oder Theologie studieren.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Intellekt, Begeisterungsfähigkeit und echtes Engagement. Besonders dann, wenn Menschen über sich hinauswachsen, um sich für andere einzusetzen.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Meine Kaffeemaschine, mein Smartphone und einen Cross-Trainer.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Geschäftsführerin in der Gates Stiftung: Ich habe einen unglaublichen Respekt vor der Leistung dieser Familie und es ist für mich unfassbar, was die Familie Gates in der Corona-Krise erleben musste. Wir müssen noch viel lauter unsere Solidarität bekunden.

 

(Foto: Privat)

Dieses Bild, das Annika Farins Tochter für sie gemalt hat, steht hinter ihrem Schreibtisch in ihrem Büro in Hamburg.

 

 

 

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