Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Familienunternehmer Frank Ferchau, der sein Auto am liebsten per Hand wäscht

Den Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Frank Ferchau, Inhaber des gleichnamigen Familienunternehmens, das  Ingenieure, Techniker, Technische Zeichner und IT-Consultants beschäftigt, die Industriebetrieben für zeitlich begrenzte Projekttätigkeiten gegen Entgelt zur Verfügung gestellt werden – auf Basis des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes.

 

Frank Ferchau (Foto: PR)

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Unsere Spezialisten arbeiten bei unseren Firmenkunden beim Lösen technischer Herausforderungen oder Aufgaben, egal ob einige Monate oder Jahre. 

 

Womit beginnt Ihr Tag?

Um sechs Uhr früh, wenn ich den Kaffee koche für die Familie. Dann haben wir 45 Minuten für den gemeinsamen Start in den Tag.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?

Ich bin schon ein bisschen detailverliebt: Eines meiner Leitmotive ist daher „Präzision im Detail“. Diesen Anspruch habe ich auch an meine Mitarbeiter, kann dann sehr fordernd sein und auch den Finger in die Wunde legen. Ich laufe oft durch die Räume und versuche, möglichst viel aufzunehmen.

 

... und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Ich habe einige Kollegen gefragt: Präzision im Detail und Interesse bis ins Detail – zur Not auch über organisatorische Grenzen hinweg.
Ich vermute, dass die Kollegen mich einerseits als herausfordernd empfinden, weil ich nach dem Guten oft noch das Bessere erwarte. Andererseits gelte ich als verlässlich, konsequent und offen für neue Ideen. In dem Sinne möchte ich auch wichtige Stabilität im Arbeitsalltag und darüber hinaus bieten.

 

Tee oder Kaffee?

Beides – je nach Tageszeit und -form.

 

Ihr Spitzname ist…?

Mein Kürzel – ff – wird mehr und mehr zu meinem Spitznamen, auch von Freunden und Familie.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Es geht mir nichts über mein sauberes Auto. Privat fahre ich einen Audi A4, den ich gerne auch mal ganz klassisch per Hand wasche – zumindest von innen.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Ich mag keine Unzuverlässigkeit.

 

…und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Meine Planungswut: Am liebsten ordne ich jeden Tag in 30 bis 60 Minuten große Einheiten und plane diese durch, auch – und da regt sich öfters Widerspruch bei meinen Kindern – an Sonntagen.

 

Was möchten Sie gerne in Rente machen?

Als Familienunternehmer werde ich sicherlich niemals ganz in Rente sein. Aber ich möchte ich die lange Reise-Liste mit meiner Frau realisieren, für die jetzt keine Zeit und keine Muße bleibt. Auf der Liste steht ein breites Spektrum von Reiten in Südamerika bis Kultur in Italien. Und regelmäßig Segeln.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Zuverlässigkeit.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?

Mein Tablet (bietet unendlich Platz für gute Bücher), mein Terminkalender (ganz klassisch ein analoger Filofax) und meine gut sitzenden Wanderstiefel.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Mehreres: Bundeskanzler. Oder Lehrer in einer Schule: Weil ich besser verstehen will, wie das Bildungssystem funktioniert und welche Herausforderungen Lehrer haben. Museumsdirektor oder -kurator wäre ebenfalls reizvoll – der schönen Dinge wegen und weil es aufregend und wichtig ist, in Museen Geschichten zu erzählen, Zusammenhänge herzustellen und Besuchern darüber Wissen, Impulse und Gesprächsstoff mitzugeben.

 

(Foto: PR)

Dieses Poster in Ferchaus Büro hat er von seinem Team geschenkt bekommen: Vielleicht wollten sie ihm damit sagen, dass man bei ihm lieber auf den Punkt kommt, glaubt Ferchau. Und er findet es so passend, weil das Leben nun nicht mal im Konjunktiv stattfindet.

 

 

 

 

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