Die zehn gößten Fehler beim Onboarding neuer Mitarbeiter: Wie bestellt und nicht abgeholt

Neuankömmlinge im Unternehmen werden oft nicht einmal mehr herumgeführt und jedem vorgestellt. Dank immer weniger Sekretariate ist für sie oft auch nichts vorbereitet, alles mögliche funktioniert nicht. Dumm nur, dass diese fehlende Wertschätzung auch genauso ankommt beim Kandidaten. Die zehn größten Fehler bei Onboarding schildert deshalb Berater Matthias Krebs von Krebs Consulting mit Referenzkunden wie dem Einkaufsverband Deutscher Eisenwarenhändler.

 

Matthias Krebs (Foto: Presse)

 

1. Langes Warten auf Arbeitsvertrag

Onboarding beginnt direkt nach der Zusage im Bewerbungsverfahren. Schweigen und wochenlanges Warten auf den Arbeitsvertrag führen dazu, dass sich ein frisch gewonnener Mitarbeiter schon wieder vom Unternehmen distanziert.

 

2. Keine vorbereitete Begrüßung am Empfang

Voller Vorfreude auf den ersten Arbeitstag betritt der neue Mitarbeiter das Firmengebäude. Doch am Empfang kennt niemand den Neuankömmling. Eine Katastrophe, die sich sofort auf die Motivation auswirkt.

 

3. Kein vollständig eingerichteter Arbeitsplatz

Der PC ist noch nicht richtig verkabelt, das Telefon noch tot. Und die E-Mail-Adresse richtet die IT in den nächsten Tagen ein. Bis dahin darf der neue Mitarbeiter dastehen wie bestellt und nicht abgeholt. Ein völlig unnötiger Motivationskiller.

 

4. Keine Willkommenskultur im Unternehmen

Die Kollegen sind alle beschäftigt – mehr als ein hastiges Hallo auf dem Flur ist nicht drin. Neueinsteiger, die das Gefühl haben, nicht optimal in der Firma aufgenommen zu werden, sind schnell demotiviert und bringen nicht ihre volle Leistung.

 

5. Keine Begleitung durch festen Ansprechpartner

Bewährt hat sich das Konzept des Paten. Das ist ein erfahrener Mitarbeiter, der in den ersten drei bis sechs Monaten als Ansprechpartner für den neuen Mitarbeiter fungiert – in fachlichen wie auch sozialen Belangen.

 

6. Keine systematische Einarbeitungsphase

Besteht kein Ablaufplan für die Eingliederung, entsteht der Eindruck, dass das Unternehmen unorganisiert ist. Will man in einem chaotischen Unternehmen arbeiten? Ein geordnetes Onboarding ist kein Hexenwerk.

 

7. Unklar formulierte Ziele und Erwartungen

Weiß der neu eingestellte Mitarbeiter anfangs über einen längeren Zeitraum nicht, was er tun soll, führt das zu Frust. Ein Plan mit Meilensteinen und Zeitpunkten ist notwendig, für frühzeitiges Feedback sind 45-Tage-Ziele geeignet.

 

8. Unklar kommunizierte Verantwortlichkeiten

Jeder neue Mitarbeiter hat einen Vorgesetzten. Und genau dem obliegen auch das Onboarding des Mitarbeiters sowie die Kommunikation von Erwartungen. Das HR-Team kann diesen Prozess maximal unterstützen, aber nicht übernehmen. Onboarding ist Führungsaufgabe.

 

9. Keine Wertschätzung durch Feedback

Der kommunikative Austausch über Erwartungen, Probleme und erste Erfolge ist unverzichtbar. Er signalisiert dem Mitarbeiter, dass sein Mitwirken wichtig ist und gibt dem Arbeitgeber die Chance, rechtzeitig möglichem Frust entgegenzuwirken.

 

10. Kein Plan für die ersten Mittagspausen

Kein neuer Mitarbeiter sollte in seinen ersten Mittagspausen alleine Essen gehen. Der feste Ansprechpartner übernimmt die soziale Integration des neuen Mitarbeiters, um ein gutes Ankommen im Team und im gesamten Unternehmen zu ermöglichen.

 

 

 

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