Exklusiv-Umfrage: Marketingentscheider lassen bei Twitter allerhand anbrennen

Twitterer in Deutschland verdienen überdurchschnittlich und sind überdurchschnittlich gebildet, erforschte kürzlich der „PR-Report“. Jeder vierte Twitterer (26 Prozent) ist Unternehmens-Entscheider. 79 Prozent arbeiten im Job „auf internationalem Level“, 51 Prozent reisen regelmäßig ins Ausland. Und schließlich: Knapp drei Viertel der Entscheider auf Twitter (73 Prozent) sind Meinungsführer und werden regelmäßig von Kollegen oder Business-Kontakten nach ihrer Meinung oder um Rat gefragt. So wie Tina Müller von Douglas oder Bill McDermott von SAP, die zu den bekannteren Twitterern der deutschen Wirtschaft zählen.

 

 

Wie halten Sie es so mit Twitter?

Ebensolche Entscheider wurden von der Beratung Roland Berger und dem Netzwerk Münchner Gespräche zu ihrer Haltung zu und ihrem Twittern nun ganz genau befragt und das in einer nicht-repräsentativen Umfrage: Um Auskunft wurden über 200 Führungskräfte – das sind  Marketingvorstände, Vorstände, Geschäftsführer, Kommunikationschefs, Wissenschaftler und Agenturchefs – gebeten.

Das Fazit: Zwar ist fast jede zweite Führungskraft auf Twitter, die Möglichkeiten insbesondere zur Konkurrenzbeobachtung, Marktforschung und Mitarbeitersuche bleiben aber meistenteils ungenutzt.

 

 

47 Prozent Twitterer, 53 Prozent Verweigerer 

Twitterer  und Nicht-Twitterer halten sich bei den Marketingchefs so ungefähr die Waage. 47 Prozent posten, retweeten und kommentieren – 53 Prozent halten sich von dem Kanal fern. Über das Warum kann man nur spekulieren: Vielleicht ist es die Furcht vor Shitstorms.

Auch wenn in 85 Prozent der Fälle weder die Marketingentscheider noch ihr Unternehmen aktives Twittern grundsätzlich ablehnen.

Vor allem: Die meisten Unternehmen und Kunden dieser Marketingentscheider nutzen Twitter durchaus zur Kommunikation mit Kunden und Stakeholdern.

 

Ungenutzte Chancen

Die Umfrage zeigt vor allem, wie viele Möglichkeiten ungenutzt bleiben: Gerade mal 56 Prozent der twitternden Marketer nutzen den Kanal zur Konkurrenzbeobachtung. Noch schlimmer ist, dass nur 29 Prozent ihn zur Marktforschung nutzen. Ähnlich unverständlich: Nicht mal jeder zweite (47 Prozent) Marketingchef nutzt Twitter zur Mitarbeitersuche, nur 38 Prozent fürs Corporate Branding.

Dazu passt, dass nur 41 Prozent glauben, dass Twitter an Bedeutung zunehmen wird. Das sind wohl eher nicht diejenigen, die auf Twitter selbst unterwegs sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

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