Rosenmontag, Helau! Fragebogen „Nahaufnahme“ mit Top-Manager Thomas Austauschbar, der „absolut authentisch ist“ und Clean Desk liebt

Weil Rosenmontag ist und überhaupt:   

 

„Nahaufnahme“-Fragebogen mit Dax-Vorstand Thomas Austauschbar von Next Future

 

Die Allbright-Stiftung hat durchgezählt, dass es mehr Thomasse in den Dax-Vorständen gibt als Frauen. Eine namhafte Headhunterin ist genervt, dass das universelle Manager-Hobby das Marathon-Laufen ist. Alle nur geklont? Die schlimme Ahnung beschleicht einen. Hier deshalb ein fiktiver Fragebogen, der inspiriert ist von vielen, vielen Antworten von Top-Managern der Wirtschaft. Die Erkenntnis: Mehr Individualität, mehr Persönlichkeit zeigen und mehr Eigenheiten, wäre für alle schöner – für Leser und auch die Manager, die doch eigentlich nicht austauschbar sein wollen, oder?

 

Stefan Krüger, Cocodibu

Wie Thomas antworten würde, haben wir – Stefan Krüger, PR-Agenturchef von cocodibu sowie Ex-Chefredakteur von „Werben & Verkaufen“ und ich, Claudia Tödtmann, – aufgeschrieben. Woher wir die Sicherheit nehmen? Aus unserer Erfahrung hinter den Kulissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den – fiktiven – Fragebogen „Nahaufnahme“ beantwortet Thomas Austauschbar Vorstand beim MDax-Unternehmen Next-Future mit 1000 Mitarbeitern in München.*

 

 

Erklären Sie in einem Satz, was Ihr Unternehmen tut.

Mit unserem disruptiven Ansatz sind wir klar KPI driven, unser Modell ist fokussiert kundenzentriert und ermöglicht, bestehende Prozesse und Wertschöpfungsketten in das digitale Zeitalter zu transformieren.

 

Womit beginnt Ihr Alltag?

Seit ich Marathon laufe, beginnt mein Tag diszipliniert mit einem kurzen 20 Kilometer-Run um 4.30 Uhr. So kriege ich den Kopf am besten frei und komme auf völlig neue Gedanken fürs Business. Im Tagesgeschäft bleibt leider häufig zu wenig Zeit für übergeordnete strategische Überlegungen. Danach stehen meist die ersten Calls mit Übersee an und ich checke meine E-Mails. Um 6.30 erinnert mich mein Outlook an das gemeinsame Frühstück mit der Familie – aus solchen Ritualen schöpfe ich die Kraft für den Tag. Dann geht es gegen 7.30 Uhr ins Büro.

 

Wie würden Sie sich selbst als Chef beschreiben?
Fordernd. Führend. Fair. Mir ist wichtig, das gesamte Team mit einzubeziehen, immer transparent in den Entscheidungen zu bleiben und vor allem auch immer ansprechbar für meine Mitarbeiter zu sein, meine Tür steht immer offen. Aber klar ist natürlich auch: Einer muss das letzte Wort haben und für die Entscheidungen auch in aller Konsequenz gradestehen.

 

… und was würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten?

Ich denke, die sehen das genau so. Wobei die immer wieder verblüfft, mit welcher Detailtiefe ich ihnen als Sparringspartner im Tagesgeschäft zur Seite stehe. Auch, dass ich manchmal etwas ungeduldig bin, wenn es darum geht, unsere Unternehmensziele zu erreichen.

 

Tee oder Kaffee?

Zum Wachwerden erst einmal einen starken Espresso aus meiner Bezzera. Ich denke, wir können uns von der Dolce Vita-Lebensart der Italiener eine Scheibe abschneiden. Nachmittags dann gern einen Ingwertee.

 

Ihr Spitzname ist…?

Ehrlich gesagt: Ich kann mich an keinen erinnern. Ich weiß aber, dass man mich in meiner Studienzeit und zum Anfang meiner Karriere häufig „The Big C. genannte hatte. Neben meiner Ungeduld ist die Tatsache, dass ich ganz schlecht verlieren kann, eine meiner weniger guten Eigenschaften. C steht übrigens für Champion.

 

Verraten Sie eine Marotte.

Ich checke vorm Schlafen-Gehen immer nochmal meine E-Mails.

 

Was bringt Sie in Harnisch?

Unehrlichkeit. Ich bin absolut authentisch – das erwarte ich auch von meinen Mitarbeitern.

 

… und was bringt andere an Ihnen in Harnisch?

Meine Ungeduld. Meine direkte Art, ich sage immer deutlich, was ich erwarte und setze klare Ziele. Mit dem Tempo, mit dem ich neue Ideen und Konzepte entwickle, können nicht alle immer mithalten.

 

Was möchten Sie gerne mal machen, wenn Sie in Rente gehen?

Ich kann mir gar keinen anderen Job vorstellen, er ist meine Berufung. Ansonsten: Ich würde sicher mein Know how in gesellschaftlich relevante, soziale Zwecke einbringen.

 

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?
Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und die Eigenschaft, auch mal Fünfe grade sein lassen zu können.

 

Auf welche drei Dinge könnten Sie niemals verzichten?
Materielle Dinge bedeuten mir nichts, meine Familie ist mir sehr wichtig.

 

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das und von wem?

Das wird Sie überraschen: Ich wäre gern mal ein tibetanischer Mönch. Diese Form der inneren Gelassenheit und Ruhe – davon können wir alle lernen.

 

 

Ich ertrage weder Souvenirs noch anderen Tineff, meiner persönlichen Überzeugung entspricht die Clean-Desk-Philosophie total, erzählt Thomas Austauschbar. „Denn das stört nur den Flow und lenkt ab. Aber wenn´s hoch her geht, mopse ich schon mal ein oder zwei Gummibärchen aus dem Glas bei meinen Assistentinnen.“

*Die Namen sind fiktiv, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen reich zufällig – Helau!

 

 

 

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